Frage von derrey, 34

kraft aber keine masse geht sowas?

ich will halt gerne keine dicke muskeln haben sondern starke muskeln die mir auch was bringen (z.b kickboxen)

(trainiere zuhause)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DeepBlue, 26

Hi,

für Dein Anliegen gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:

1. Du trainierst Deine Kraftausdauer - ist so wie so wichtig als Kickboxer.

2. Du trainierst die gleiche Übungen wie beim Hypertrophie-Training, nur dass Du die positive Phase nicht langsam, sondern explosiv ausführst - so wie es Boxer und Kickboxer auch machen.

Am Besten kombinierst Du beide Methoden miteinander. So bekommst Du schnelle, leistungsfähige Muskeln ohne nennenswerten Muskelaufbau.

Gruß Blue

Kommentar von derrey ,

wie viele sätze und wh soll ich machen ? und wie schnell meinst du bei explosiv ?

Kommentar von DeepBlue ,

Hi,

beim Kraftausdauertraining würde ich im mittelintensiven Bereich trainieren. Du wählst die Gewichte so schwer, dass Du damit ca. 20 WH durchführen kannst. Innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums (z.B. 20 Minuten) sollen die jeweiligen Übungen ohne eine Verringerung der Geschwindigkeit bei gleichbleibender Intensität
wiederholt werden. Beispiel: Man wiederholt innerhalb von 2 Minuten Kniebeugen mit der Langhantel, ohne dabei langsamer zu werden. Danach macht man eine kurze Pause und wiederholt den Satz noch 2mal. Man kann Kraftausdauertraining aber auch prima in Zirkelform durchführen.

Eine Sonderform der Kraftausdauer ist die Schnellkraftausdauer. Da aber hier das Verletzungsrisiko recht hoch ist, solltest Du das nur unter Aufsicht eines Trainers durchführen.

Das Krafttraining sollte so gestaltet werden, dass die Gewichte so schwer sind, dass Dir damit nur ca. 10 WH pro Satz möglich sind. Der Unterschied zum reinen Muskelaufbautraining liegt darin, dass Du die negative Phase langsam und die positive schnell (explosiv) durchführst. Beispiel: Du senkst Dich bei der Übung Liegestütz langsam ab (bis 3 zählen) und drückst Dich dann explosiv hoch (1
zählen). Oder: Du senkst Dich bei den Kniebeugen langsam ab (bis 3 zählen) und schnellst dann explosiv wieder nach oben. Auch hier wird nach jedem Satz eine kleine Pause gemacht und noch 2x wiederholt.

Kommentar von derrey ,

also einen Tag Kraftausdauer und anderen tag Schnellkraftausdauer ?

vielen dank für die antworten

Kommentar von DeepBlue ,

Wie bereits erwähnt: Die Schnellkraftausdauer ist eine Sonderform der Kraftausdauer. Sie ist für alle Sportarten wichtig, in denen über einen längeren Zeitraum schnellkräftige Arm-, Bein und Rumpfbewegungen leistungsmitbestimmend sind -
also auch für Kampfsportler; z.B. soll ein Boxer in dichter Folge eine Serie explosiv-ballistische Schläge gegen einen Sandsack ausführen.

Voraussetzung für dieses Training ist, dass der Sportler bereits über eine gute aerobe Ausdauer, eine schnelle Regenerationsfähigkeit und eine saubere Technik verfügt. Ein Training der Schnellkraftausdauer sollte nur in Absprache und Anleitung des Trainers praktiziert werden. Denn falsches Training oder eine unsaubere Technik kann leicht zu Schäden an Bändern, Sehnen, Knorpel oder Knochen führen kann.

Ich würde das reine Kraftausdauertraining in Kombination mit dem o.a. Krafttraining (explosive Ausführung) wählen. Zwischen den jeweiligen Trainingseinheiten immer einen Tag Pause einlegen.

Antwort
von whoami, 20

Kraft und Masse gehen immer Hand in Hand. Mit minimalen Abweichungen. Was spricht gegen einen muskulösen Kickboxer? Muskeln schützen die Knochen besser und machen schnell - genau was ein Kämpfer braucht.

Kommentar von derrey ,

ist schon klar aber guck mal bruce lee an er hat sehr viel kraft und dünne muskeln

Kommentar von whoami ,

Nein, der hatte nicht viel Kraft, sondern viel funktionale Kraft. das ist etwas ganz anderes.

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