Kräftedreieck oder Reihenschaltung?

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Vor etwa 10 Jahren lernte man noch als Standard das Kräftedreieck und Reihenschaltung nur in Sonderfällen. Seit aber in 90 % der vielbegangenen Routen gebohrte Standplätze vorhanden sind und damit jeder einzelne Fixpunkt im Normalfall genügend Haltekraft aufweist, um jede mögliche Sturzbelastung alleine zu halten hat sich diese Sichtweise gewandelt. Ein Kräftedreieck hat insbesondere bei der Sicherung eines Vorsteigersturzes in eine Zwischensicherung den Nachteil, dass der Sicherer recht übel gegen die Wand knallen kann.

Heute lehrt man daher an Ständen mit verlässlichen Fixpunkten (meist Bohrhaken) eine Reihenschaltung. An weniger zuverlässigen Fixpunkten (alte Normalhaken, schlecht sitzende Klemmkeile) hingegen ist es besser, wenn man die Belastung aufteilt, dass nicht jeder Fixpunkt 100% der Belastung abbekommt. In diesem Fall baut man eine (abgebundene) Ausgleichsverankerung.

danke für die Antwort.

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So wie ich das verstanden habe, ist das Kräftedreieck dann einzusetzen, wenn ich möglichst die Belastung aufteilen möchte, bspweise an zwei o mehereren "unsicheren" Fixpunkten. Die Reihenschaltung dann einsetzen, wenn ich einen objektiv verlässlichen Fixpunkt habe (neue Bohrhaken, Klebehaken etc) an dem ich meine Standsicherung bauen kann. Der zweite Fixpunkt dient dann nur mehr als absolute Notlösung.

alkie hat´s richtig beantwortet. Der Vorteil der Reihenschaltung ist außerdem, dass bei einem Ausbruch des ersten Fixpunkts die Belastung auf den zweiten Fixpunkt nicht so hoch ist wie beim Kräftedreieck. Beim Kräftedreieck kommt durch einen weiteren Ruck über die gesamte Länge der Bandschlinge eine höhere Belastung auf den zweiten Fixpunkt zustande.

Gegen den Ruck kann man das Kräftedreieck abbinden.

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