Koordination

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5 Antworten

Es wird dir nicht viel helfen zu wissen, welche Arten von koordinativen Fähigkeiten es gibt, weil die Autoren, die sich dazu äußern (Cratty, Fetz, Hirtz, Meinel/Schnabel, Weineck....), diese unterschiedlich einteilen und unterschiedlich definieren. Das bringt dich nur durcheinander. Wichtig ist nur zu wissen, dass es hier um die Abstimmung der von den Sinnesorganen (Sinneszellen) aufgenommenen Reize und der dazu passenden Körperaktionen durch das Nervensystem geht. Diese Abstimmung sollte sowohl aus ökonomischen als auch aus neurophysiologischen Gründen in jedem Fall sportartspezifisch erfolgen. Es nützt dir als Handballtorwart nichts, wenn du in irgendwelchen handballfernen Sportarten (Kunstturnen oder Tanzen oder ....) koordinative Übungen vollführst, auch wenn diese Sportarten ein hohes koordinatives Leistungsniveau voraussetzen. Übe statt dessen möglichst realitätsnah. Lass dir z.B. Bälle aufs Tor werfen und wehre diese ausschließlich mit dem Bein ab, dann ausschließlich mit dem Arm (Hand), dann stets im Wechsel Bein – Arm – Bein - ....und schließlich je nach Erfordernis. Dein Trainer sollte hier eine Menge von Übungen auf Lager haben. Dafür ist er ja Handballtrainer.

Also allgemein gibt es verschiedene koordinative Fähigkeiten. Je nach Autor werden sie verschieden gruppiert. Ich lehne mich imemr an Hirtz an. Nach Hirtz lassen sich folgende 5 koordinative Fähigkeiten unterscheiden. (Lit.: P. Hirtz: Koordinative Fähigkeiten im Schulsport, Berlin 1985)

  1. Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
  2. Räumliche Orientierungsfähigkeit
  3. Reaktionsfähigkeit
  4. Rhythmusfähigkeit
  5. Gleichgewichtsfähigkeit

Soviel zum theoretischen Vorgeplänkel :-D Meiner Meinung nach brauchst du als Torwart hauptsächlich: die räuml. Orientierung, die Reaktion und das Gleichgewicht. Zur räuml. Orientierung gehört dann deine bereits erwähnte Augen-Hand-Koordination.

Mehr findest du z.B. hier: http://www.sportunterricht.de/lksport/hirtz.html

Die Übungsbeispiele müsstest du auf Handball ein bisschen abstimmen. Wobei das Grundlagentraining auch für das spezifische Handballspiel bzw. die Position Torwart gut ist, denn die Spezifikation beruht ja auf der Basis :)

Nein, reflexe sind nicht gemeint, da die nur gering schulbar sind und ich mit meinen reflexen keine Probleme habe. Mein trainer bezeichnet es als die Fähigkeit zwei Dinge gleichzeitig zu tun z.B. das rechte Bein zu heben und in richtung des Balles und dabei aber den linken Arm in Richtung des Balls zu bewegen.

Dann ist das der Bereich der kinästhetischen Differenzierungsfähigkeit in Verbindung mit der Kopplungsfähigkeit (findest du im Link von tarzana). Kannst ja mal beides googlen. Da findest du eigentlich eine ganze Menge :)

Oder such mal nach Übungen mit der Koordinationsleiter. Da kannst du nicht nur die Beinbewegungen rhythmisieren, sondern durch die Hinzunahme von nicht zugehörigen Armbewegungen schult das "2 unterschiedliche, voneinander unabhängige Dinge gleichzeitig tun."

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Da Koorfination vieles beinhaltet schlage ich dir mal zum Informieren diese Seite hier vor: http://www.fitness-infos.com/koordinationstraining/

Was du aber verbessern moechtest ist nicht Koordination, sondern eher Reflexe. Kann das sein? Ich weiss es klingt peinlich, besonders fuer Jungen, aber tanzen ist die beste Koordinationsuebung xD

Ich weiss, ich weiss... aber dadurch lernt man seinen Koerper besser zu kontrollieren und zu nutzen. LG tarzana

Übungen zur Koordination werden dir nicht viel nützen. Besser ist es, du machst Übungen, die einem wirklich Spiel sehr nahe kommen. Solche Übungen wurden hier schon mal aufgelistet:

Quelle: http://www.sportlerfrage.net/tipp/handball-torwart-uebungen

"Training 1: Versetzte Würfe

Die Feldspieler stellen sich in 2 Reihen (Halb Links und Halb Rechts) auf. Abwechselnd wird Oben Links und Unten Rechts bzw. Unten Links und Oben Rechts geworfen. Dem Torhüter aber ausreichend Zeit lassen um die Ecken erreichen zu können. Dabei sollten die Spieler die Ecken genau treffen.

Training 2:

Der Torhüter legt die Beine ausgestreckt auf einen Medizinball und Stützt den Oberkörper mit den Armen hoch (Ausgangshaltung für Liegestütz). Die Spieler werfen nacheinander links und rechts auf die Arme des Torhüters und dieser versucht durch anheben eines Armes die Bälle zu halten. Dabei müssen die Spieler wiederum genau zielen und nicht zu weit nach aussen werfen.

Training 3:

Der Torhüter hat den Medizinball in den Händen. Die Spieler werfen abwechselnd links und rechts oben in die Ecken. Der Torhüter muss die Bälle mit dem Medizinball abwehren. Dem Torhüter auch hierbei genug Zeit lassen. Als Variation kann man auch eine dicke weiche Matte unterlegen über die der Torhüter laufen muss.

Training 4:

2m links und rechts vom Tor werden je ein Hütchen aufgestellt. Der Torhüter läuft zum linken Hütchen, berührt dies mit der Hand, läuft zurück zum Tor und muss einen Wurf auf die rechte Torseite abwehren. Anschließend läuft er zum rechten Hütchen, berührt dieses, dreht sich wieder um und muss einen Wurf auf die linke Torseite abwehren. Dann wieder zum linken Hütchen usw. Die Werfer müssen dem Torhüter aber ausreichend Zeit geben damit dieser die Bälle auch erreichen kann."

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