Körperschwerpunkt im Hürdenlauf

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2 Antworten

Der KSP ist ein ideeller (gedachter) Punkt, in dem sich die Schwerkraftmomente aller Massepunkte des Körpers zu Null addieren. Man kann auch sagen: Der KSP ist der „Gleichgewichtspunkt“ des Körpers. Der KSP symbolisiert somit den Mittelpunkt der Körpermasse. Da der menschliche Körper aber nicht starr ist, hat der KSP auch keine fixe Position, sondern ändert sich je nach Verformung des Körpers, also dann, wenn man die Gelenke in unterschiedliche Winkelstellungen bringt. Siehe dazu die Abbildung in folgendem Thread:

http://www.sportlerfrage.net/frage/kann-sich-der-koerperschwerpunkt-durch-das-veraendern-der-koerperposition-verringern-bzw-vergoessern

Das Ziel der Hürdentechnik ist es nun, den KSP möglichst flach über die Hürde zu transportieren; denn je höher man die Körpermasse (stellvertreten durch den KSP) nach oben vom Boden weg beschleunigt, desto länger dauert es (desto größer ist die Flugzeit, s. Wurfgesetze), bis der Sportler hinter der Hürde wieder mit dem Boden in Kontakt kommt, um die Laufgeschwindigkeit aufrecht zu erhalten. Deshalb muss der Körper über der Hürde entsprechend „zusammengefaltet“ werden (s. beigefügtes Bild, rechte Figur). Mit den dazu notwendigen Aktionen ist natürlich schon vor der Hürde zu beginnen.

KSP beim Hürdenlauf - (Sport, Leichtathletik, Hürdenlauf)
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Das kann ich dir theoretisch nicht sagen, nur von der Praxis; das Vorbeugen bringt dir bessere Hebel bei der Überquerung des Vorziehbeins. Weil man aufrecht nicht über eine 1.07m hohe Hürde kommt beugt man sich vor und kommt dem Bein entgegen. Die Frauen laufen viel weniger gebeugt weil deren Hürde nur 0.84m hoch ist. Deshalb hat das nichts mit dem Schwerpunkt zu tun sondern eher mit der Koordination.

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