Können sich Audauersportler an normalen BMI`s orientieren

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6 Antworten

Ein reiner Ausdauersportler hat eher eine drahtische und nicht so muskulöse Figur. Orientieren sollte man sich, wie Moachel schon geschrieben hat, dann eher unterhalb des üblichen Wertes. Verfälscht wird der BMI Wert, wenn noch Krafttraining zum Tragen kommt bzw. der Sportler mehr Muskelmasse hat. Hier können hohe BMI Werte zustande kommen, obwohl der Körperfettgehalt wesentlich niedriger ist, als der BMI es aussagt.

ganz so aussgakräftig ist der BMI eh nicht. Ausdauersportler können sich auf jeden Fall besser an dem BMI orientieren als Kraftsportler, die eine hohe Muskelmasse haben, ewelche aber nicht beim BMI berücksichtigt wird.

Der BMI dient nur der Grobeinteilung in normal-, unter- oder übergewichtig und sagt nichts über die Körperzusammensetzung aus. Für den Durchschnittsmenschen mag dieser Wert ja noch zutreffen, für einen Sportler ist er aber zu ungenau.

eher darunter. Dies wird zum Beispiel darin ekennbar, dass es keine Weltklasseläufer mit einem hohen BMI gibt.

Die wirklich aussagekräftige Zahl für Übergewicht ist der Körperfettanteil, für Untergewicht der "FFMI" (fettfreier Masseindex, BMI nach Abzug des Körperfetts). Bei Nichtsportlern korrelieren beide Werte sehr stark mit dem deutlich einfacher zu ermittelnden BMI. Für Sportler mit naturgegeben niedrigerem KFA hat das zwei Konsequenzen:

  • Bei Kraftsport ist die BMI- Obergrenze, über der Übergewicht anzunehmen ist, höher als für Nichtsportler anzusetzen, weil der höhere Muskelanteil bei gleichem BMI zu einem niedrigeren KFA führt. Ein üermäßig hoher BMI (> ca. 35) hat allerdings auch bei "ungefährlichem" KFA eine Belastung von Hüften und Beinen zur Folge.

  • Bei Ausdauersport ist die BMI- Untergrenze, unter der Untergewicht anzunehmen ist, niedriger als für Nichtsportler anzusetzen, weil der niedrigere KFA bei gleichem BMI zu einem höheren FFMI führt.

Der Body-Mass-Index, kurz BMT, hat im Sport eine nicht allzugroße Bedeutung und dient lediglich zur groben Einschätzung, ob jemand normal-, über- oder untergewichtig ist. Bei Sportlern, die eine veränderte Massenverteilung von Fett und Muskeln haben, können sich die Werte in einem Bereich bewegen, die eine falsche Einschätzung geben, etwa einen zu hohen BMI-Wert infolge eines hohen Muskelanteils, was aber nicht bedeutet, dass jemand übergewichtig ist.

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