Klemmkeile beim Klettern?

5 Antworten

Kann nur zustimmen: Keile legen ist eine heikle Sache. Das muss man unbedingt praktisch lernen – ob nun im Kurs oder von Leuten, die es wirklich draufhaben. Einfach was durchlesen oder ein Video schauen, das läuft nicht.

Auch muss man reichlich Erfahrung sammeln, bevor man einem Keil seine Knochen komplett anvertraut. Das heißt, man legt zunächst Keile in Routen, die eigentlich keine erfordern – zum Üben also. In solch einen Keil, der also so liegt, dass man definitiv noch durch einen daruntersitzenden Bolt gesichert ist, sollte man dann auch bewusst mal reinspringen – um zu lernen, welche halten und welche nicht. Die wenigsten Keile liegen nämlich "narrensicher". Zudem muss man neben der Lage auch die Beschaffenheit des Gesteins einschätzen können.

Erst wenn man das Legen sehr gut draufhat und ein ausgeprägtes Gespür besitzt, sollte man einen Sturz in einen Keil riskieren, ohne den man auf den Boden krachen kann. Gerade an der Leistungsgrenze sollte man viel Erfahrung mitbringen, um eine Route vorzusteigen, die Keile erfordert.

PS: Mit Friends ist es übrigens genauso.

Also: Das lässt sich meiner Meinung nach weder im Internet erklärn, noch kannst du's , wenn du dir irgendein Buch kaufst. Im Groben muss der Keil halt so klemmen, dass er 1. eine möglichst große auflagefläche am fels hat und 2. sollte er so klemmen, dass er sich weder beim weiterklettern noch im Sturzfall bewegt oder gar löst.

Dies muss man dir aber ,,in echt am Fels'' erklärn und zeigen...Beleg am Besten einen von den DAV Kursen zu dem Thema...Macht spaß und es wird dir kompetent erklärt und gezeigt !

Wenn du jetzt einfach selber mit den Dingern losziehst, IST DAS MIT AN SICHERHEIT GRENZENDER WAHRSCHEINLICHKEIT EIN SELBSTMORDKOMMANDO !!!

Ich finde, dass die Grundlagen sehr gut im Alpinlehrplan Felsklettern erklärt sind. Das beste ist natürlich auf jeden Fall ein Kurs oder ein erfahrener Kletterkamerad, der einem in das Thema mal einweiht.

"Richtig" Lernen tut man es dann nur durch Anwenden. Wobei dabei auch erfahrenen alten Hasen auch mal ein Keil wieder rausrutscht - sie haben halt so ihre Tücken. Wenn man sie richtig einsetzt sind sie aber zuverlässiger als viele der alten Rostgurken, die man noch im alpinen Gelände im Fels stecken sieht.

Mein Tipp (ich weiß leider nicht wo Du wohnst): Im der Münchner Kletterhalle am Ostbahnhof (Heaven's gate) ist sogar extra eine Route eingerichtet, an der man das Legen von Keilen üben kann. Mit der Hilti haben sie dort ein paar Risse in den Beton gemacht, in die man Keile und Friends platziern kann. Nebendran sind auch noch Bohrhaken als zusätzliche Sicherheit. Eine perfekte Gelegenheit zum Üben.

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