Kippe-welche Muskulatur benötigt man dafür?

2 Antworten

Wer das klappmesserartige Anwinkeln der Beine am Ende des Anschwebens zum Kippaufschwung ausführen will, der kann unbesorgt auch Klappmesser zum Training der Hüftbeuger üben. Sollte es um die Bandscheiben so schlecht bestellt sein, dass beim Klappmesser Schäden zu befürchten sind, sollte sie/er das Turnen gleich ganz lassen. Man muss nicht alles gleich für alle verteufeln, was körperliche Schäden nach sich ziehen könnte. Belastungen bedeuten doch auch den Anstoß zu stabilisierenden Wachstumsprozessen. Im Übrigen: Krummes Sitzen vor dem Fernseher und auf dem Barhocker ist ja auch nicht besonders förderlich für die Bandscheiben.

Meistens besteht die Kippe am Stufenbarren (oder Reck) aus zwei Phasen, dem Anschweben (oder Anfliegen) oder Anschwingen, das den Turner in den Sturzhang führt und in das Austemmen (auch "Kippen" genannt), das den Turner aus dem Vorschwung im Sturzhang in den Stütz führt. Für das Anschweben werden insbesondere die Bauchmuskeln und die Hüftbeugemuskeln gefordert, die man durch sit-ups bzw. durch "Klappmesser" entsprechen trainieren kann. Für das Aufstemmen ist vor allem der Latissimus gefragt, obwohl das Problem des Aufstemmens eigentlich keine Kraftfrage darstellt, sondern vom Finden des richtigen Zeitpunktes zur Durchführung der Stemm- bzw. Kippbewegung abhängt. Den Latissimud trainiert man am besten durch Klimmzüge.

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