Kinderpsychologie im Sport. Wenn das Kind sich selbst im Weg steht...

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6 Antworten

Guten Morgen

Danke für die schnellen Antworten. Ich habe mir schon gedacht das wir zu nahe dran sind an ihm. Leider komme ich aus der gleichen Sportart und kann mich emotional nicht völlig ausschließen. Daran werde ich arbeiten.

Zum Kader: Eingeladen zum Kader wurde er um ihn an den Sport zu binden. Sein Jahrgang (2005) ist quasi nicht vorhanden. Deshalb stehen ihm alle Türen offen. Wir waren auch schonmal vor einem halben Jahr dort um reinzuschnuppern. Es ist aber ein enormer Druck für dort zu trainieren da die anderen mindestens drei Jahre älter sind. So ist es auch in der Liga. Er ist der Jüngste im Kreis auch wenn er körperlich nicht den Anschein macht (1,35m groß). Auch haben wir kein Problem damit ihn überall hinzufahren was dem Verein entgegen kommt weil sie sich nicht umFahrer zu den Spielen kümmern müssen. Wir sind ständiger Begleiter. Hier sehe ich nur das Problem wenn er jetzt noch zum Kader geht dass er an 6 Tagen Training hat und noch die Spiele dazukommen. Das ist uns zuviel denn neben dem Sport gibt es auch noch die Schule und wir als Eltern gehen nebenbei noch arbeiten ;-) .

Wir werden jetzt mal die Füße still halten und selbst wenn wir dabei sind einfach die Halle verlassen damit er uns als Stressfaktor ausblenden kann.

Gruß Steffen

Bressen 26.02.2013, 16:24

Das mit dem vielen Training und der Zeit, Schule etc. betrifft ja jedes Talent in seiner Sportart. Und nur so entwickeln sich die Guten von morgen. Das mit der halle verlassen finde ich jetzt mal als Test ganz gut, sollte aber kein Dauerzustand sein.

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Wie ich lese hat er eine Einladung zum Leistungskader bekommen. Und genau das würde ihm jetzt gut tuen. Aber anderer seits lese ich auch ich wollt nicht durch die Weltgeschichte fahren. Das müßt ihr als Elten genau erwägen. Bei guter Leistung wirds nun mal Leistungssport wenn er gefördert wird. Und das geht nicht erst mit 10 oder 12 jahren los, sondern ab dem Alter wo es Kader gibt, beim Tischtennis schein das mit 8 zu sein, wenn ichs richtig gelesen habe. Die Eltern sollten sich grundsätzlich aus dem Training raushalten, auch wenn sie meinen Ahnung zu haben.Die sollten ihn unterstützen und ab und zu brauch ein Kind, egal in welchen Leistungsstand es sich befindet ein bischen Druck, ohne dem geht auch nichts im einfachen Breitensport. Selbstbewußtsein bekommt er nur noch besser durch Förderung.

Ihr müßt berücksichtigen das es sich hier um ein 8 jähriges Kind handelt. Ein 8 Jähriges Kind ist verspielt und hat alles andere nur keinen Sinn für Leistungsoritierten Sport. Die Systematik des Trainings um Leistungssteigerungen zur erzielen und das mentale Aufarbeiten von Wettkampfsitautionen ist für einen Menschen in dem Alter schlicht weg überfordernd und um ehflich zu sein interessieren diese Dingen ein Kind in der Regel auch nicht. Der Spaß muß im Vordergrund stehen. Wenn das Kind in dem Alter schon einen gewissen Wettkampfehrgeiz hat ist es okay. Ist dies aber nicht gegeben, sollte man auch nicht mit der Brechstange heran gehen. Ihr könnt versuchen ob der Junge anders im Wettkampf agiert wenn ihr nicht dabei seit. Ansonsten einfach versuchen mit ihm das Gespräch zu suchen und zu hinterfragen was die starke Nervosität / Zappelligkeit beim Wettkampf hervorruft. Unter Umständen empfindet er hier einen zu hohen Leistungsdruck und ist damit überfordert.

Die meisten von dir hier genannten Punkte sind absolut normal. Natürlich ist man bei einer Herausforderung wie auf einem Turnier aufgeregt und dadurch "hibbelig". Es ist außerdem ganz normal, dass man durch Rumhampeln und Blödsinn machen versucht den Stress zu reduzieren. Und es ist absolut richtig das überstarke Fürsorge während eines Turniers auch sehr schädlich sein kann.

Jeder Sportler, egal welchen Alters, muss selbst lernen mit dem Stress umzugehen. Bei entsprechender Turnier-Erfahrung stellt sich sowas dann auch ein. Am Ende wird ein Turnier quasi schon zum Ritual mit ganz eigenen festen Abläufen. Als Elter oder Coach muss man da sehr feinfühlig sein.

Es gibt Sportler die Druck von Außen gar nicht ab können. Dann gibt es Sportler die eben diesen brauchen. Des Weiteren gibt es auch solche Sportler, welche sich selbst Ihre Bezugspunkte wählen, bei denen man nur zur Verfügung stehen muss und alles ist gut. Das sind natürlich nur Beispiele, wenn man erfahren will, wie man am besten unterstützen kann sollte man den Sportler selbst fragen.

So was gibt es und das wird definitv nicht besser werden wenn die Eltern zu nahe dran sind. Di liegst mit deinem Gefühl schon richtig ihr müsst,loslassen lernen, für die Zeit des Trainings und des Wettkampfs. Da sind die Trainer zuständig für seine Betreuung und das muss reichen, auch wenn er erst 8 ist. Das ist zwar keine Grantie aber die erste und zunächst beste Maßnahme. Ich habe sehr viel Erfahrung als Jugendtrainer und habe schon oft bemerkt das manchen Kindern die regelmäßige Anwesenheit der eigenen Eltern nicht gut tut, aus unterschiedlichen Gründen.

Sowas Ähnliches kenne ich von meinem damals 12jährigen Sohn, als er im Kartclub war. Im Training immer einer der Besten, im Rennen meist sehr schlecht. Wir als Eltern konnten nicht helfen - das konnten nur gute Kumpels, die ihn unter ihre Fittiche nahmen!!

Mehr als an seine Vernunft könnt ihr als Eltern nicht appelieren.... Redet Mal mit seinen Kumpels... Vielleicht haben die einen besseren Draht zu eurem Sohn!? Denn die Eltern sind meist die Letzten, auf die die Kinder hören. Oder evtl. hat der Kleine einen guten Trainer auf den er hört!?!?

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