Frage von heimtraining123, 20

Kennt jemand panikattackenartige nächtliche Nervositätszustände die sich 2 Tage nach ausgiebigem Training einstellen?

Hallo,

ich, 45j, m., 70kg, trainiere zu Hause ca. 1 x in der Woche (Samstags) Körpergewichtsübungen und Hantelübungen, ansonsten mache ich die Woche über eher wenig Sport und arbeite den ganzen Tag sitzend im Büro.

Mein Training dauert meist so ca. 90-120 Minuten und umfasst dabei vielleicht so 6-7 Übungen mit je 3-4 Sätzen mit ca. 10-12 Wiederholungen.

Danach bin ich zwar erschöpft aber fühle mich gut.

Manchmal stellt sich allerdings 1-2 Tage später eine gewisse Nervosität (?) ein. Ich werde dann nachts bzw. morgens gegen 4 Uhr wach und fühle mich extrem nervös, mein Herz klopft, ich höre die kleinsten Geräusche, bin extrem schreckhaft, kann auch nicht mehr richtig einschlafen obwohl ich total erschöpft bin und es geht mir dann 1-2 Tage relativ mies.

Muskelkater bekomme ich aber eher selten und wenn dann eher schwach.

Wenn ich mich beim Training weniger verausgabe, ist es, glaube ich, nicht so ausgeprägt.

Wenn ich an den Tagen nach dem Training viel esse, ist's, glaube ich, auch nicht so ausgeprägt.

Da es schon einige Zeit nicht mehr passiert ist, bin kürzlich auf die Idee gekommen mal 100 Liegestütze zu versuchen, in ca. 8-9 Sätzen mit ca 2-3 Minuten Pause dazwischen. Normalerweise mach ich immer so 3-4 Sätze mit so insgesamt um die 40 Stück.

Die 100 Stück gingen auch, ich hatte auch nach dem Training am Samstag keine grossen Auswirkungen, auch am Folgetag nicht ausser dass ich mich echt gut gefühlt hab. Jedoch in der Nacht von Sonntag auf Montag hat sich die besagte Nervosität wieder extrem eingestellt (fast wie eine nächtliche Panikattacke) so dass ich Montags den ganzen Tag zittrig und komplett durch den Wind war und auch Dienstag noch irgendwie zittrig war.

Kennt das jemand? Ist das eine Art Überanstrengungsreaktion?

Falls ja: Wie kann ich im Training meine Grenzen überschreiten um einen Trainingseffekt zu erzielen, ohne sie dabei so sehr zu überschreiten, dass sich diese Nervosität einstellt? Warum merke während des Trainings nicht wo meine Grenzen liegen?

Danke fürs Lesen G.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nafetsbln, 14

es gibt so viele Ursachen, Stoffwechselprobleme (Diabetes, MAD-Mangel uvm), internistische Probleme (vordergründig Leber, die viel mit Energiestoffwechsel zu tun hat), Herzprobleme generell oder mitverursacht/verstärkt durch extreme Pressatmung beim Training usw...

so dass es ein bloßes Ratespiel ist, hier helfen zu wollen. Ich würde daher zu einem Internisten und Kardiologen gehen und mich mal "durchchecken" lassen. Weiter kommt noch die Möglichkeit einer psychologischen Erklärung hinzu, was Leute i.d.R. immer weit von sich weisen, da damit ein Manko verbunden zu sein scheint ("ich bin doch nicht verrückt"); dass aber auch die Seele wie der Körper Probleme haben kann, sollte bekannt sein.

Um dir neben dem Arztbesuch wenigstens etwas zu raten, würde ich vorschlagen, aus 3 deiner Aussagen eine Konsequenz zu zu ziehen:

1. wenn du dich beim Training weniger verausgabst, ist es weniger ausgeprägt

2. wenn du an den Folgetagen viel isst, ist es weniger ausgeprägt

3. du hattest es die letzte Zeit kaum noch gehabt

daraus die Konsequenz: trainiere weniger (mMn aber öfter) und iss mehr. Weiter hat sich dein Körper schon ziemlich daran gewöhnt, da es in letzter Zeit kaum noch auftritt. Du hattest es erneut durch die für dich außergewöhnliche Liegestützen-Einheit provoziert. Unterlasse sowas lieber in Zukunft. (Ausserdem kann es nicht schaden, wenn sich mal jemand, der sich auskennt, dein Training anschaut.)

Kommentar von wurststurm ,

und 4. gibt es dafür andere Ursachen, die du nur am Samstag machst und deshalb nur wegen dem zeitlichen Zusammenfallen auf den Sport schiebst?

Antwort
von whoami, 7

Zuerst war ich geneigt zu schreiben, dass du zu wenig und nicht intensiv genug trainierst, dass die Ursache deiner Nervosität im Training zu suchen ist. Aber gerade dein seltenes Training ist wohl die Ursache, gerade weil du sonst auch viel sitzt. Dein Körper wird zu selten hart rangenommen, als das es sich daran gewöhnen könnte. Trainiere mind 3x/Woche, dann wird das besser. Keine Zeit ist keine Ausrede. Ich bin 52, arbeite körperlich und finde trotzdem die Zeit jeden Tag (!) für 90 min Kraftttaining, 2-3h Fahrradfahren und zusätzlichem Boxen am Sack oder Kettlebells - täglich!

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