keine Kondition / Migräne / niedriger Blutdruck

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8 Antworten

Die Migräne kommt sicherlich nicht von den Bewegungen an sich. Bei mir tritt dies nach Belastungen immer auf, die schnelle Bewegungen/Bewegungswechsel in kurzer Zeit bei voller Konzentration erfordern und von einem leichten Unterzucker begleitet werden - aufgrund der hohen Belastung (z.B. 40 min Skateboard; mit Ski im Park viel Springen, Badminton bei starkem Gegner etc.). Dies würde auf Deinem Fall gut passen. Ich habe das wegbekommen, indem ich nebenher sehr viel Ausdauer trainiere (und so möglicherweise die Kapazität des Gehirn und des Körpers für kurze Grenzbelastungen erhöht habe). Dauerte allerdings ein Jahr, bis es richtig griff. Mehr here http://help-zentrum.com/migraene.html

Hi,

…. und was spricht dagegen, wenn Du weiter im moderaten Tempo ("laufen ohne schnaufen") weiter joggst und peau à peau die Zeit steigerst – 10 Min. – 12 Min. – 15. Min. …?

Es gibt zahlreiche Studien (z.B. Universitätsklinikum Kiel in Zusammenarbeit mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft), dass durch Ausdauersport - insbesondere durch joggen – die Anzahl von Migräneattacken verringert werden, bzw. die Anfälle weniger schmerzhaft verlaufen. Allerdings absolvierten die Probanden ihr Pensum 30 Minuten lang und das 3 x wöchentlich im verhaltenen Tempo.

Wenn es Dir an Kraft fehlt, eine Treppe hoch zu steigen oder einen Hügel zu erklimmen, hilft bestimmt ein gezieltes Krafttraining für die Beine, z.B. Kniebeuge, Ausfallschritte. Wichtig ist, dass Du dabei ruhig weiter atmest und weder die Luft anhältst noch Pressatmung praktizierst – sonst gibt es wieder Kopfschmerzen.

Gruß Blue

Ja stimmt - was spricht dagegen. ich mach einfach weiter und vielleicht schaff ich nächstes jahr ja auch 20 Minuten. Mit der Kraft in den Beinen hab ich keine Probleme, zumindest tun mir nicht die Beine weh wenn sich andere Mitläufer beschweren. (Aufgrund meiner Arbeit im Ausland besuchen wir wöchentlich zu Fuß verschiedene Dörfer und müssen manchmal Hügel hoch laufen.) Danke für den Hinweis dass Ausdauersport nachweislich positiven Einfluss auf Migräne hat. Ich dachte mir das ja schon, bin aber jetzt motiviert konsequent weiter zumachen. Vielen Dank.

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Für mich liest sich das wie ein starker Mineralstoffmangel, insbesondere Magnesium und Kalium. Durch einen Ausgleich könnte die Migräne auch besser werden.

Lies das einmal: http://gesund.colo-world.com/cms/de/mineralstoffmangel-als-verursacher-vieler-chronischer-erkrankungen

Gerade Sportler haben einen enorm hohen Magnesium Bedarf und ein Ausgleich ist kaum möglich.

Liebe/r Triptrap,

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In meiner langjährigen Erfahrung hat sich gezeigt, dass vielen Migräne-Patienten mit Krafttraining für die Nackenmuskulatur dauerhaft geholfen wurde. Hier findest du die Beschreibung einer geeigneten Übung:

http://www.kieser-training.de/de/praeventives-krafttraining/krafttraining-uebungen/g5_nackenstreckung/

Ganzkörperkrafttraining hätte nebenbei auch eine blutdruckregulierende Wirkung für dich. Aber auch die von den Vorrednern ausgesprochene Ausdauerempfehlung sowie gymnastische Übungen lege ich dir ausdrücklich ans Herz.

Hallo @SisterA,

ich bin selbst eine leidgeplagte Migränikerin. Früher in meiner Kinderzeit hatte ich es nach Aussagen meiner Cousinen sehr oft. Erinnern kann ich mich ab meiner Jugendzeit - seit ich 10 bin. Ich wurde täglich von diesen Attaken begleitet und wenn ein Tag ausblieb, dann war für mich Weihnachten und alle Festtage gleichzeitig - eben ein Segen.

Ich machte dann eine Therapie, da wurde erst mal alles abgecheckt - Probleme, Essen, Lebensgewohnheiten. Bei mir hat man ganz schnell festgestellt das ich auf Käse allergisch reagiere. Gegen später - auch auf Rotwein. Seit ich diese zwei Dinge nicht zu mir nehme und auch noch regelmäßig Sport treibe (5x die Woche) sind meine Attacken zu 90% weg. Ich bekomme sie ab und zu bei sehr starken Föhn, oder wenn ich eben mal doch Käsespatzen oder Käsebaguetts esse. Rotwein habe ich komplett von der Liste gestrichen, Weißwein schmeckt genauso gut.

Ich bin im letzten Jahr trotz durch starken Föhn in Hamburg den Marathon gestartet. Ich kam ins Ziel und irgendwie hat sich das auch nicht verschlimmert. Ist auch nicht wirklich weg gegangen, aber ich konnte es ertragen - denn sonst wäre ich sogar wie zuerst geplant bei HM-Distanz ausgestiegen. Aber da es mir bei 21 km recht gut ging und auch bei der 30 km Zeitmessung, lief ich in einem angenehmen konstanten Tempo durch.

Was ich letztendlich Dir mit auf den Weg geben möchte. Checke doch mal alles, was bei Dir evtl. der Auslöser sein könnte. Und dann - ich habe öfters auch die Migräne durch lockeres leichtes joggen weg bekommen. Es ist auch wichtig das Du auf Deinen Atem achtest. Ich habe früher komplett falsch geatmet - oft habe ich im Schlaf vergessen zu atmen und erst als es zu dieser Schmerzattacke kam wachte ich im letzten Moment auf. Auch bei Krankengymnastik hat man festgestellt, das ich öfters Atemaussetzer hatte. Die sind seit ich den Laufsport mache komplett weg. Durch den Sport atmet man automatisch - muss man irgendwie auch. Und seit dem geht es auch wenn ich mal keinen Sport mache und ich bin viel ruhiger geworden. Es sind wie schon gesagt, viele Auslöser - und wenn es viel kleine sind, dann könnte es ordentlich im Kopf peng machen. Also mache ruhig das moderate Training weiter - schön langsam, nicht zu schnell und gut auf den Atem achten. Beim joggen lass die Beine machen wie sie es können, achte nur das Du ruhig und gleichmäßig atmest. Ich wünsche Dir viel Glück und gute Besserung und das Du diese Migräne auch so gut besiegst wie ich.

Vielen Dank für die Ermutigung. ich kenne auch verschiedene Auslöser für meine Migräne, allerdings kann ich nicht immer alles vermeiden - denn leben will ich ja auch noch.... ich hab mich sehr an Kopfschmerzen gewöhnt und leb ganz gut damit. Nur dass es im letzten jahr halt schlimmer geworden ist und ich hab einfach vermutet dass es mit der verminderten Kondition zusammenhängt. ich werd einfach mal weitermachen und auch mehr auf die Atmung achten.

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Ständige Migräne ist natürlich kein Zustand der Normal ist. Von daher wäre es sinnvoll zu schauen was für medizinische Möglichkeiten es gibt die Kopfschmerzen zu reduzieren bzw. ganz abzustellen. Das sollte primär der erste Schritt sein. Bezüglich der Kondition wird diese verbessert in dem in einem lockeren und leichten Intensitätsmodus die Distanz / Trainingszeit nach und nach verlängert wird. Du trainierst hier also in einem Trainingsbereich der nicht all zu anstrengend sein sollte. Ich wüde demnach auch vorerst auf ebenen Strecken laufen und nicht dirket irgendwelche Hügel oder Bergläufe ausüben. Die Migräne beeinflußt deinen Wohlbefinden sehr stark. Das schlägt sich natürlich auch auf die Leistung wieder, so das du hier nicht dein optimales Trainingspotential ausschöpfen kannst. Mit anderen Worten ständige Kopfschmerzen bremsen dich ein. Von daher würde ich mit dem Arzt nach Therapiemöglichkeiten suchen.

Vielen Dank. Ich hab schon mehrere Therapien ausprobiert, aber bis jetzt hat nichts so richtig geholfen. Ich versuche einfach Auslöser möglichst zu vermeiden und einen geregelten Tagesrhythmus einzuhalten. Damit komm ich gut zurecht. Und jetzt ist es mein primäres Ziel körperlich fit zu werden (ich war mir bevor ich mit dem Joggen angefangen habe nie bewusst dass ich so unfit bin). Heute hab ich ausprobiert nach einer kurzen Pause nochmal weiterzulaufen - das klappte ganz gut.

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@SisterA

Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgeschlossen? Die können auch Kopfschmerzen bereiten...

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Das können wir dir ganz schlecht beantworten. Hast du schon mal deinen Arzt gefragt? Du könntest natürlich langsamer Joggen, besser als nichts, aber um die Ausdauer zu verbessern, musst du eigentlich schon in den Bereich, wo es anstrengend wird.

Ja, vielleicht sollte ich wirklich bei nächster Gelegenheit mal einen Arzt diesbezüglich fragen. Danke.

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Trinkst Du genug?

An Deiner Stelle würde ich mich einfach unterschwellig belasten. Musst ja gar nicht joggen gehn, versuchs doch mal mit Spaziergängen, Schwimmen, oder Radfahren. Das ist für völlig Untrainierte definitiv weniger belastend und verbessert ebenfalls die Ausdauer.....

Zusammenhänge gibt es IMMER, ist jedenfalls meine Überzeugung. Das Wie und Warum kann ich Dir aber leider auch nicht erklären. Ich denke aber, dass auch Migräne von sportlicher Aktivität profitiert. Bewegung ist fast überall eine sehr gute Medizin:-)

Hast Du s auch mal mit Krafttraining probiert? Ich kriege auch migräneartige Kopfschmerzen, wenn ich nicht 2x/Woche meinen Rücken und Nacken trainiere..... Bei mir scheint das aber stark mit der HWS zusammen zu hängen.....

Tja, das mit dem Trinken ist so ne Sache. Ich bemühe mich immer viel zu trinken, oft klappt das auch, aber nicht immer. Spazieren gehen kann ich auf ebenenen Wegen stundenlang. Ich lauf aufgrund meiner Arbeit auch häufig - problematisch wird es halt immer dann wenn es bergauf geht. ja, Bewegung ist immer gut - ich werd jetzt motiviert weitermachen. Krafttraining für den Rücken und Nacken - das hört sich ebenfalls sinnvoll an, werd ich mal ausprobieren. Vielen Dank.

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