Kann mir jemand Tipps zu den Skirollern geben bzw. hat jemand Erfahrung damit?

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2 Antworten

Wie Rollerspezi bereits fragte, ist es wichtig zu wissen, welchen Laufstil du trainieren willst. Ich laufe im Sommer beide Techniken und habe dazu je ein Paar Rollski von Marwe. Ausserdem stehen auch noch Skike bereit.

Heja, heja ...

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tomobe83 13.03.2017, 22:22

Das weiss ich bereits: Skating:

Vielleicht muss ich etwas aushöhlen. Ich war einmal ein passionierter Läufer, bis ich eine hartnäckige Schleimbeutelentzündung am linken Hüftgelenk bekam. Diese Schmerzen habe ich bereits seit fast 2 Jahren. Daher kam ich auf die Idee, mit dem Skilanglauf zu beginnen. Diesen Sport konnte ich weitgehend schmerzfrei ausüben. Nur der Schnee ist geschmolzen und mit dem Sport ist es nun vorbei, ausser in den Tälern (wohne in Südtirol) wäre es noch möglich.

Jetzt bin ich auf die Idee gekommen, mir ein paar Skiroller / Rollski zuzulegen. Voraussichtlich werde ich sie bei uns in der Nähe einmal für einen Tag leihen. Vorab möchte ich mich informieren, wie das so läuft bzw. ein paar Leute kennenlernen, die das schon gemacht haben und mir daher ein paar Tipps geben können oder ihre Erfahrungen mit mir teilen wollen.

Kennst du dich mit dem Sport besser aus?

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Vasaloppet 14.03.2017, 08:28
@tomobe83

Mit etwa 1000 km Rollski-Training pro Jahr haben sich einige Erfahrungen angesammelt. Etwas zu meiner Vorgeschichte:

Ich betreibe den LL-Sport seit über 40 Jahren, erst klassisch bis ich dann vor gut 15 Jahren auch die Skatingtechnik erlernt habe. Als ich wieder in die Volksläufe einstieg, wollte ich den Substanzverlust (Arm- und Rumpfkraft) im Sommer möglichst klein halten, was mich dann zu Skike führte.

Die unbeaufsichtigten Skike-Trainings führten zu einem Zerfall der Skatingtechnik und ich kontaktierte einen Coach. Ich wollte primär schneller werden und den ESM unter 3 Stunden laufen. Er empfahl mir dann ein paar Rollski-Drills.

Die erste Lektion war deprimierend. Ich musste meine Skatingtechnik neu aufbauen! (Zuvor schon hatte ich mir auch klassische Rollski zugelegt, nun kamen auch Skating-Rollski in den Gerätepark. Beides Produkte von Marwe).

Meine Lehren aus dem ganzen:

  1. Es lohnt sich, die Technik zusammen mit einem Coach zu erlernen und von Zeit zu Zeit kontrollieren zu lassen.
  2. Mit klassischen Rollski ist man etwas sicherer unterwegs als mit Skatern. Die schmalen Rollen der Skater (20mm im Vergleich zu klassischen Rollen: 40mm) sind anfälliger auf Hindernisse wie Steine oder Zweige.
  3. Feuchtigkeit beeinflusst das Laufen mit Skatern mehr als klassisch. Der seitliche Abdruck geht dann gerne ins Leere, beim Klassiker braucht es viel Wasser um ein Aquaplaning hervorzurufen, so dass der Freilauf nicht mehr greift.
  4. Schutzausrüstung gehört dazu: Ich brauche im Minimum einen Fahrradhelm und eine Leuchtweste, wenn ich auf Radwegen unterwegs bin. Zu beachten ist bei den Radwegen: Mit den Skatern braucht man mehr Platz als mit den Klassikern. Auf schmalen Radwegen wird man für Radfahrer mit den Skatern rasch zu einem Hindernis.
  5. Bremsen: Von den Skikes kenne ich die Wadenbremse, welche sehr effektiv ist. Für Rollski gibt es diese Bremsen zum Nachrüsten. Ich habe aber keine meiner Rollskis damit ausgerüstet. Abfahrten werden, wenn die zu steil werden, zu Fuss zurückgelegt. Meistens trainiere ich sowieso in leicht coupiertem Gelände oder dann am Berg. Einige Hersteller bieten auch Speed-Reducer an, eine Bremse, die einmal aktiviert, eine konstante Bremsleistung erbringt.
  6. Rollwiderstand: Die Härte der Gummirollen definiert den Rollwiderstand und damit die erreichbare Geschwindigkeit. Weiche Rollen sind langsam, harte lassen höhere Tempi zu. Ich verwende die goldene Mitte.

Lassen wir es mal dabei. Wenn Du weitere Fragen hast, versuche ich gerne zu antworten.

Heja, heja ....

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Classik oder Skating? Für Classik den Carbon-Liner von Skirol.de verwenden.

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