Kann es sein das kleine Sprinter mehr muskeln benötigen als große ?

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Dieser Beitrag baut auf dem bewegungsanalytisch ausgerichteten Artikel in "Leistungssport" 5/94 (Seiten 14-19) auf [download]. Wie ebenda dargelegt, sprechen die unter anderem an deutschen Sprintern der Spitzenklasse erhobenen elektromyographischen Befunde übereinstimmend dafür, bislang gültige und über viele Jahrzehnte hinweg tradierte Positionen bzw. Vorstellungen bezüglich der die Sprintleistung determinierenden Muskelgruppen zu überdenken. So findet synchron mit dem Übergang vom Startabschnitt zur Phase der Maximalgeschwindigkeit - also mit dem Aufrichten aus der Sprintvorlage - offenbar ein Wechsel der Funktionsdominanz statt: Ist beim Start die kniestreckende Vastusgruppe ('MmV') überproportional aktiviert, sind es darauffolgend die ischiocruralen Muskeln ('Mml'). Diese werden vermutlich deswegen bereits weit vor Aufsetzen des jeweiligen Stützbeins aktiviert, um innerhalb der Flugphase eine - in Relation zum Rumpf - rückwärts gerichtete, möglichst hohe Auftreffgeschwindigkeit zu produzieren. Für einen optimalen Vortriebsimpuls ist dann gesorgt, wenn die resultierende "Schwungzugbewegung" fließend in die ipsilateral sich anschließende "Stützzugbewegung" einmündet. Für beide Aktionen des "ziehenden Laufens" sind synergistisch mit den übrigen Hüftstreckern vor allem die ischiocruralen Muskeln verantwortlich. Entsprechend zeigen diese über ein relativ langen Zeitraum eine hohe elektrische Aktivität. Damit werden etwa 65 bis 70 Prozent der 100 m-Distanz primär von der Leistungsfähigkeit dieser Kinetoren bestimmt. Im Gegensatz dazu weist die im Startabschnitt dominierende Vastusgruppe "auf der Strecke" - bei geringerer Intensität - nur eine kurze Aktivitätsphase auf. Diese endet bereits mit Einnahme des Vorderstützes. Daraus muß geschlossen werden, daß die Hauptfunktion der Vastusgruppe hier ein Sichern der Stützbein-Kniewinkelkonstanz beim Auftreten ist, nicht aber - wie bisher angenommen - das Realisieren eines hohen Abstoßimpulses im folgenden Hinterstütz. Die Auswertung der relativen EMG-Aktivität legt die Vermutung nahe, daß der Anteil des Abstoßimpulses an der komplexen Sprintleistung generell überschätzt worden ist. Hinzu kommt, daß die beim Abstoßen im vollen Sprintlauf beobachtbare Kniestreckbewegung offenbar nicht von der Vastusgruppe verursacht wird, sondern durch die Kontraktionskraft der zweigelenkigen ischiocruralen Muskelgruppe ("Lombardsches Paradoxon" [download, pdf]). Das unterstreicht die funktionelle Bedeutung dieser Muskelgruppe.

Es wird nunmehr auch erklärlich, warum zwischen der maximalen Leistung in der (Tief-) Kniebeuge und der 100 m-Bestzeit innerhalb nationaler Sprintkollektive keine oder nur schwach signifikante Korrelationen nachgewiesen werden konnten (LETZELTER/ FAUBEL 1973; LETZELTER 1975). Zumindest ist die dafür bislang herangezogene und für sich genommen durchaus plausible Begründung, daß nicht alle untersuchten Sprinter/innen ein Maximalkrafttraining mittels (Tief-) Kniebeuge betrieben hätten, ergänzungsbedürftig. (Selbstverständlich werden bei dieser Testübung auch die Mm. ischiocrurales aktiviert, jedoch ist hier die Kontraktionskraft des kniestreckenden M. quadriceps fein. leistungslimitierend Betrachtet man die Kraft-Zeit-Verläufe von vier Versuchspersonen (s. Abb. 1), die bei der Aufgabenstellung, mit maximalem Krafteinsatz gegen einen unüberwindlichen Widerstand zu drücken, registriert wurden, so wird deutlich, daß die (isometrische) Maximalkraft ohnehin für den Sprintlauf nicht die leistungslimitierende Bezugsgröße sein dürfte. Dies gilt selbst für den Startabschnitt. Als Begründung hierfür ist auf die sprint-kennzeichnenden Arbeitsbedingungen hinzuweisen: Der zu aktualisierende Kraftstoß muß unter einem Zeitlimit erbracht werden. Überträgt man den dargestellten Kraft-Zeit-Verlauf auf den Sprintstart, so kann der zweitstärkste Proband vermutlich schon nach wenigen Schritten einen großen Vorsprung erzielen, weil er innerhalb der durch Lokomotion und Schrittfrequenz zeitlich eng begrenzten Arbeitsphasen offenbar ein erheblich höheres relatives dynamisches Kraftmaximum realisieren kann als seine Konkurrenten. So ist nicht der Kräftigste der Schnellste, sondern derjenige, der innerhalb der bewegungsspezifisch verfügbaren Zeitintervalle zyklisch die höchsten Kraftimpulse in Relation zu seinem Körpergewicht (re-)produzieren kann.

welche muskeln sind unverzichtbar , für den Sprinter ???

welche , oberschenkel , waden , oberarme , was ??

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ASAFA POWELL: Asafa Powell ist ein jamaikanischer Leichtathlet. Er ist ehemaliger Weltrekordhalter im 100-Meter-Lauf. Seine offizielle Bestzeit von 9,72 Sekunden macht ihn zum viertschnellsten Sprinter aller Zeiten hinter Usain Bolt, Tyson Gay und Yohan Blake

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