Kann eine ortopädische Einlage mir auch helfen, wenn ich ein zu kurzes Bein habe?

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8 Antworten

strong textAusgleichen würde ich grundsätzlich nur, nachdem eine Differenz der Knochenlängen mit einem exakten biometrischen Messverfahren eindeutig festgestellt wurde. Zu den sonstigen Ursachen und einem Therapieansatz habe ich mich hier geäußert:

http://www.sportlerfrage.net/frage/trotz-hueftschiefstand-u-allem-daraus-resultierenden-vernuenftig-sport-treiben

Selbst in dem wenig wahrscheinlichen Fall einer Knochenlängendifferenz von 15mm würde ich z.B. zum Laufen, Inlinern und Skilaufen aus dem von wakra genanntem Grund niemals ausgleichen. Eher zum Radfahren, aber auch dort nicht vollständig.

Zum Knieschmerz möchte ich noch anmerken, dass es umgekehrt viel wahrscheinlicher ist:

Durch den Knieschmerz hast du eine Schonhaltung eingenommen, die den Beckenschiefstand ausgeprägt oder verstärkt hat. Also würde ich das Knie unabhängig vom Beckenschiefstand diagnostizieren und therapieren lassen.

Natürlich kann das helfen, denn die meisten Menschen sind nicht völlig symmetrisch, allerdings ist bei Dir natürlich ein großer Unterschied der Beinlänge. Laufen ist in dem Fall sogar besser als Walken, denn Du hast eine Flugphase in der die unterschiedliche Beinlänge keine Rolle spielt, beim Walken jedoch schert man immer über die Hüfte oder die Knie.

Hi,

1,5 cm = 15 mm, und das ist schon in Bezug auf eine Beinverkürzung eine ganze Menge. Nicht nur die Knie, später auch die Hüfte nebst Wirbelsäule werden davon in Mitleidenschaft gezogen.

Deshalb versuche auf jeden Fall den Unterschied mit einer orthopädischen Einlage auszugleichen! Voraussetzung ist natürlich, dass keine anderen körperlichen Gebrechen (z.B. Skoliose) dagegen sprechen.

Gruß Blue

durchaus - Blue hat es bereits gut erklärt!

Kommt aber auch auf die Sportart an - wenn du läufst, wirst du keinen Ausgleich brauchen, wenn du Tennis oder Fußball spielst, wird ein Ausgleich der Differenz Besserung bringen. Leider verschreiben viele Ärzte bei einer so hohen Differenz zu voreilig eine Erhöhung!

Beim Laufen bist du nämlich nie mit beiden Beinen am Boden und deshalb kann das Becken auch nie schief sein! Sobald du mehr auf beiden Beinen stehst (also auch im Alltag!) dann zahlt es sich eventuell aus.

Ja, aber ich hatte in meiner Kleinkindzeit auch eine OP an dem Bein, weil ich von Geburt an eine Fehlstellung hatte. deswegen denke ich eben das auch deswegen die knieschmerzen davon kommen.

Bloß die werden immer schlimmer und keiner beschäftigt sich damit das es auch davon kommen könnte es wird immer direkt aufs Knie geschaut.

Ich will bloß endlich die Schmerzen los werden, aber irgendwie hilft nichts.

Das mit der OP ist natürlich eine wichtige Zusatzinfo. Dennoch bleibe ich dabei, wenn im Sitzen mit senkrechten Unterschenkeln die Knie gleichhoch sind, liegt die Ursache für die Knieschmerzen nicht am Beckenschiefstand. Dann musst du für gleiche Kräfteverhältnisse in Knie- und Hüftgelenkmuskulatur sorgen.

Wenn doch, dann sollte man zumindest für den Alltag ausgleichen, beim Sport überwiegend nicht.

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Diese Beinlängendifferenz ist etwas stark und sollte ausgeglichen werden. Da man eine 1,5 cm Ausgleichssohle kaum in die Schuhe hinein bekommt,- bzw. die Füße dann nicht mehr in den Schuh passen, empfielt es sich, die Schuhe aufrüsten zu lassen. Ein Schuster macht sowas am günstigsten und am unauffälligsten.

Hi Sayanna, Wenn das durch Experten festgestellt wurde, sollte man auch auf deren Rat hören und die empfohlenen Einlagen verwenden. Ganz einfach. Aus falsch verstandener Eitelkeit wirst du dir aus einem Verzicht keinen Gefallen tun.

Einlagen können bis zu einer Höhe von 1 cm erhöht werden. Geht man höher, schlappst du wahrscheinlich aus dem Schuh raus! Wenn die 1,5 cm notwendig sind, dann lass lieber auch was unter den Schuh machen. Grundsätzlich helfen die Einlagen...

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