Kampfsportart welche passt zu mir??

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8 Antworten

Da finde ich Jiu Jitsu gut, denn man lernt dort auch "Anti Eskalation". Es gibt auch extra Kurse für Frauen, wie man mit der Körperhaltung Zeichen setzen kann und kein Opfertyp wird.

Danke das klingt super!!! Hoffe nur das ich sowas auch in unserer Stadt finde hast du einen tipp wie ich solche Schulen finden kann??

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@Nu5288

Such mal nach Selbstverteidigungskursen. Da lernst du Deeskalation, die Körperhaltung, und im Endeffekt das Selbstvertrauen, dass es hoffentlich gar nicht erst zum Angriff kommt.

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In einem gutem Selbstverteidigungskurs kann man Dir Ansätze der Selbstbehauptung beibringen. Du bekommst grundsätzliche Verhaltensweisen mit auf den Weg.
Das kann schonmal helfen, sich im Kopf mit gewissen Situationen auseinanderzusetzen.

Allerdings sind solche Kurse meist viel zu kurz, um diese Verhaltensweisen, geschweige denn Kampfweisen einzutrainieren. Dazu müsstest Du schon direkt eine Selbstverteidigung erlernen, in einem Verein oder einer Kampfkunstschule.
Regelmäßiges Training wäre die Vorraussetzung, dass Du günstige Verhaltensweisen (selbstverteidigungsmäßig betrachtet) automatisiert.

Als Buchtipp möchte ich Dir folgendes Buch wärmstens empfehlen: "Verteidige Dich/ Selbstverteidiung für Frauen"- von Keith R. Kernspecht + André Karkalis

Es ist das beste Buch, welches ich je über Frauen-Selbstverteidigung gelesen habe.
Es ist didaktisch sehr gut aufgebaut und geht vor allem auf die "Vorkampfphase" ein, und erklärt einleuchtend an Beispielen, wie man Situationen verbal lösen könnte, bevor es zu einem Kampf kommt - bzw damit es nicht zu einem Kampf kommt.

Es gibt übrigens auch auch folgende Tipps zur Trainersuche:
- welche Qualifikation (Trainerscheine) kann er nachweisen?
- wieviel Erfahrung im Unterrichten von Frauen hat er? (Frauen werden meist anders angegriffen, als Männer)
- wieviel Unterrichtserfahrung (Jahre) hat der Trainer?
- werden Rollenspiele geübt und darf man da mal mitmachen (Probetraining) - arbeitet der Trainer evtl. mit der örtlichen Polizei zusammen?
- hat der Trainer sich weitergebildet - oder es (scheinbar) nicht mehr nötig?

  • Gruppengröße beachten (max 8 - 12 pro Trainer)
  • viel Partnertraining

Frage immer nach, was für den Verein oder die Schule einen höheren Stellenwert hat:
Selbstverteidigung oder Kampfsport Sport hat mit Regeln zu tun, die es in realen Situationen nicht gibt. Letztendlich, schau nach, was bei Dir in der Gegend angeboten wird und besuche kostenlose Probetrainings. Frag nach dem SV-Anteil, den Kosten, achte auf die Atmosphäre, ob Fragen erlaubt sind und darauf, ob man sich um Dich und vor allem auch um die anderen Trainierenden gut kümmert. ( Du wirst später einer der Anderen sein, läßt man sie links liegen, wenn Probeschüler kommen?). Ich mag Wing Tsun, aber auch Jiu-Jitsu oder Krav-Maga o.a. kann geeignet sein.
Schau Dich um und laß Dein Herz sprechen.

Aber auch selbst ohne Kurs, das empfohlene Buch hilft Dir mit Sicherheit weiter; eine DVD ist als Schmankerl auch dabei.

Liebe Kyra72,

was für eine angenehme, übersichtliche und treffende Darstellung.

Dankeschön.

Den Aspekt "Du wirst später einer der Anderen sein, läßt man sie links liegen, wenn Probeschüler kommen?" hatte ich noch gar nicht auf der Rechnung...

Sebastian

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Die Selbstverteidigungskurse sind durchaus empfehlenswert, denn sie bieten dir Möglichkeiten wie du dich in diversen Grenzsituationen verhalten kannst. Wir haben bei uns im Studio auch schon SV Kurse angeboten die sehr gut angenommen wurde. Von daher kann ich dir persönlich solche Kurse nur empfehlen. Natürlich kommt es immer auf die jeweilige Situation an und in der heutigen Zeit würde ich mich ehrlich gesagt nicht unnütz irgendwelchen Risiken aussetzen. Dazu zählt leider Gottes auch das Meiden gewisser Regionen/Bereiche im Dunklen. Das ist immer das erste was man tun kann. Wenn du dich da bewegst wo etwas mehr Publikumsverkehr ist hast du noch einen gewissen Sicherheitsfaktor als wenn du alleine im Wald irgendeinem verrückten über den Weg läufst. Von der Anwendung eines Pfeffersprays bis diverse Verhaltensmuster bekommst du im SV beigebracht wie du dich im Notfall wehren bzw. behelfen kannst. Natürlich ist das alles relativ und ein Restrisiko bleibt immer, denn als Einzelperson kannst du recht wenig gegen eine Horde verrückt spielender Mitmenschen machen. Trotzdem halte ich den SV schon für lehrreich, denn du hast hier auch den geschulten Überraschungseffekt auf deiner Seite mit dem ein Angreifer nicht rechnet.

Ich empfehle Krav Maga, eine sehr effektive und relativ leicht zu erlernende Selbstverteidigungungstechnik. Krav Maga wurde zwar für den Nahhkamp im (israelischen) Milität entwickelt, wird aber jetzt auch sehr erfolgeich an Zivilisten vermittelt. Es gibt in Deutschland gut ausgebldete Trainer (z.B. www.KravMaga-Union.de). Krav Maga ist natürlich auch gut für die Fitness und wird von vielen Frauen trainiert (z.B. Jennifer Lopez in "Enough").

Die beste Selbstverteidigung ist eine gute 100-Meter-Zeit pflegte einer meiner Trainer immer zu sagen ... Nein im Ernst, Selbstverteidigung ist nicht etwas, was man mal einfach so schnell übt und dann kann ... Lesen und Schreiben hat man auch nicht an einem Tag gelernt, sondern über einen Zeitraum von vielen Jahren.

Jeder Konflikt der vermieden werden kann ist ein Sieg. Ob der Konflikt durch Anti-Gewalt-Strategien vermieden wird oder durch Weglaufen ist im Grunde egal. Das Entscheidende ist: Du bist noch gesund. Die Gesundheit auf's Spiel zu setzen ist höchst unklug. Wer sich auf eine Kampf einlässt - gleich ob mit Worten oder körperlich - der riskiert seine Gesundheit. Dauerhafte Schädigungen nicht ausgeschlossen.

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an eine Situation in der mir - den wirklichen Anlass kenne ich nicht - ein Jugendlicher, der zusammen mit einigen Freunden unterwegs war plötzlich hinterherkam und auf mich sehr aggressiv einredete. Zunächst beachtete ich seine Worte nicht. Irgendwann jedoch tippte er mich unsanft an und fragte ob ich nicht mit ihm reden wolle, ob wir vielleicht "hinausgehen" wollten. Ich erwiderte ruhig, dass ich aber nicht mit ihm rede und wenn er hinausgehen wolle, dies gern tun könne. Ich jedenfalls würde nicht mitkommen... Von dieser Reaktion war er sehr überrascht und trollte sich. Nicht immer geht alles so glimpflich ab.

Wer Kampfsport lernen will um sich selbst verteidigen zu können, muss auch bereit sein, seine Fähigkeiten einzusetzen - mit aller Konsequenz. Das ist hart und nicht jeder will das. Im Ernstfall ist die Situation zudem eine völlig andere als im Training. Nicht selten stellt sich da ein Blackout ein. Man weiß einfach nicht mehr, was man nun tun soll.

Um dies zu vermeiden, ist jahrelanges intensives Training erforderlich. - Aber wie oft kommt man in seinem Leben wirklich in die Situation sich ernsthaft verteidigen zu müssen? Die meisten Menschen wahrscheinlich nie. Wäre die Selbstverteidigung die einzige Motivation, wäre das Training wohl unter rein ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet völlig überflüssig.

Ein kurzer Selbstverteidigungskurs hilft nicht wirklich weiter.

Ich denke, dass Kampfsporttraining viele positive Aspekte hat und auch in der hoffentlich nie eintretenden Ernstsituation von hohem Nutzen sein wird.

Im Kampfsporttraining lernt man sich mit Gewalt auseinander zu setzen. Natürlich in Form von Übungen ... Man lernt, Angriffe abzuwehren, die Kraft des Gegners zu neutralisieren, auszuweichen, Situationen richtig einzuschätzen, selbst effektive Techniken einzusetzen. Wichtiger noch als all das ist jedoch der Umstand, dass man zugleich sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen lernt und damit eher in die Lage versetzt wird, richtig zu handeln. Da Angriffe im Training tausendfach geübt werden ist ein Angriff keine gänzlich unbekannte Situation und damit ist es erheblich leichter, die richtige Antwort zu finden.

Natürlich ist das Wichtigste, eine Eskalation der Gewalt zu vermeiden. Die Selbstverteidigung beginnt also im Grunde bereits viel früher, noch bevor es eigentlich zur Konfrontation kommt. Es geht darum, Gefahrensituationen zu erkennen und zu meiden, zu sprechen, denn wer redet schlägt nicht ... All dies kann man in Selbstverteidigungskursen ganz gut lernen. Um diese Fähigkeiten dann jedoch auch abrufen zu können, muss man es oft genug üben. Wie heißt es doch so schön? Wiederholung ist die Mutter des Erfolgs.

Wenn es um die Frage der Kampfsportart geht ... da wäre eigentlich jede Kampfsportart gleichermaßen geeignet. Es gibt keine, die besser oder schlechter wäre. Das einzige Problem ist: Du musst eine Kampfsportart finden, die Dir gefällt und Deinen persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten am nächsten kommt und auch das Verhältnis zwischen Trainer und Dir sowie der Gruppe und Dir muss passen. Dann wirst Du auch Spaß und Freude haben, dann wird Dir das Training auch wirklich etwas bringen.

Krav Maga, Kampfsport der israelischen Streitkäfte. Ist sehr effektiv aber für den Gegner unbequem, da man in die Augen drückt, in die Genetalien tritt, etc. Ich mache es nicht selber, habe aber viel von gehört. Da gab es auch mal eine Doku im Fernsehn drüber. Gegen mehrere Wehren, ist so se Sache. Ich glaube da ist es am Besten, wenn man schneller als sie laufen kann. Pfefferspray ist an sich wohl auch nicht schlecht, aber auch wieder so ne Sache...

Wikipedia:

“Heute wird Krav Maga weltweit unterrichtet. Dabei muss zwischen drei Zielgruppen unterschieden werden:

Krav Maga für Privatpersonen – zur Selbstverteidigung, zur Deeskalation, zur Stressresistenz und als Zusatznutzen für die Gesundheit/Fitness[1]

Krav Maga für den Sicherheitsbereich bzw. die Polizei

Krav Maga für das Militär“

Zudem lässt sich Krav Maga recht schnell erlernen. Nich wie Krate und co., wo man am Besten von Kind an dabei ist, damit man was erreicht.

Bei Youtube die Doku:

LG

Hi!

Habe jetzt mehrmals Wing Tsun oder Jiu Jitsu gelesen. Ich wünsche dir viel Spaß bei den nächsten 5 - 7 Jahren Training, bis du davon was anwenden kannst! ^^

Und Anti- Eskalation "lernt" man mittlerweile fast überall, ist ja auch ein tolles Wort! ^^

Such dir eine Schule mit einem guten und möglichst (wirklich!!) erfahrenen Trainer, der weiß, was realistisch ist und was nicht. (Einem fies aggressiven Typen die Hand verdrehen wird leider nicht funktionieren, oder halt erst nach einigen Jahren Training)

Du musst dir einfach folgendes überlegen:

  • Wie schnell willst du dich verteidigen können?
  • Willst du nur denken, dass du sicher bist oder es tatsächlich sein?

Guck dir verschiedene Sachen an und hinterfrag kritisch, ob´s dir im Ernstfall helfen kann. Ist meistens auch eine Geschmackssache. Über ein Probetraining solltest du dir einen guten Eindruck verschaffen können.

Ansonsten muss dir klar sein, dass Selbstverteidigung im Kopf anfängt und deine Einstellung und die Wahrnehmung deiner Ungebung viel ausmacht.

Gruß und viel Spaß

Das, was da passiert ist, ist tragisch. Es gibt aber praktisch keine Kampfkunst (Kampfsport ist auf Wettkampf ausgerichtet), die dir gegen mehrere Angreifer hilft. Vor allem dann nicht, wenn diese Angreifer in der Überzahl sind.

Die Idee, dass du durch welche Kampfkunst auch immer zur Kampfmaschine wirst und dich wie im Film gegen alles verteidigen kannst, solltest du dir abschminken. Was dir gegen einen Angreifer etwas helfen kann, ist einen Selbstverteidigungskurs zu machen. Gerade für Frauen sind auch Stile wie Wing Tsun interessant, weil sie relativ unabhängig von der Körperkraft ausgeübt werden können.

Aber wie gesagt, es gibt nichts, was dir wirklich helfen kann, wenn du von einer Gruppe angegriffen wirst.

Mir ist das schon bewusst das man in einer Situation wie dieser Chancenlos ist aber es geht mir auch darum das man lernt wie man vielleicht auch gewaltlos aus solchen Situationen kommt und solche Leute auf Abstand halten kann. Wollte nicht zum weiblichen Bruce Lee mutieren ;-)

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Das es keine Kampfkunst gibt, die dir gegen mehrere Angreifer hilft, ist nicht richtig.

"Tactical Combat Escrima" ist ein System, dass den Kampf gegen mehrere Gegner soagr gezielt trainiert.

Gruß

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