Kalorienverbrauch bei Ausdauertraining mit Rad bei verschiedenen Gängen bei konstantem Puls gleich?

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3 Antworten

egal welche Trittfrequenz - du verbrauchst annähernd gleich viel Energie!

Aber!

Bei niedriger Trittrequenz hast du eine höhere Kraftanstrengung - du trainierst mehr die lokale Muskulatur (Kraftausdauer) und den Kohlenhydratstoffwechsel. Wenn die Trittfrequenz höher wird, geht es mehr auf Herzkreislaufsystem und du trainierst die Ausdauer...und somit auch den Fettstoffwechsel!

wenn's mehr auf das HKS ginge, wäre die Herzfrequenz auch höher! Es gilt also, was sportella schreibt: Gleiche Hf = gleicher Energieverbrauch. Und die Art des Stoffwechsels ist einzig vom Sauerstoffangebot im Blut abhängig: O2 im Überfluss = überwiegend Fettverbrennung, O2 gerade noch ausreichend = überwiegend KH-Verbrennung, O2-Defizit = zunehmend anaerobe Energiegewinnung!

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@thonie

Zitat: "wenn's mehr auf das HKS ginge, wäre die Herzfrequenz auch höher! "

Eben nicht! bei niedriger Trittfrequenz trainierst du wie schon erwähnt Kraftausdauer. Dabei wird die Muskulatur mehr angespannt und die Blutgefäße werden dadurch mehr zusammengedrückt. Die Herzfrequenz (aber auch der Blutdruck) steigt deshalb, weil es versucht, mehr Blut gegen einen höheren Widerstand zu pumpen. Wenn du eine hohe Trittfrequenz hast, ist der Pulsanstieg auf Grund des erhöhten Sauerstoffbedarfs in der Zelle begründet.

Vergleiche das mal mit Aufregung bzw. Adrenalin: vor einem Bungeejump wird der Puls auch höher sein, auch wenn du nicht mehr Sauerstoff in den Zellen brauchst. Auch beim Krafttraining hast du ja einen deutlich erhöhten Puls - ist auch klar, dass dies kein Training für das Herzkreislaufsystem ist!

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@wakra

Ich fasse mal für mich zusammen:

Bei konstantem Puls von 118 ist in unterschiedlichen Gängen der Kalorienverbrauch annähernd gleich.

Bei konstantem Puls von 118 ist im schweren Gang der Blutdruck höher als beim Fahren im leichten Gang mit höherer Trittfrequenz.

Richtig so?

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Zuerst mal: Woher weisst Du Deinen Maximalpuls? Wurde der ermittelt oder mittels einer Faustformel berechnet? Wie alt bist Du? Trainingsstand? Wieso willst Du nur mit Puls 118 fahren? Ich befürchte schwer, Du hat mal irgendwas von "Fettverbrennungspuls" gehört? Das hat nichts mit Abnehmen zu tun!

Zu Deiner Frage: bei gleicher HF verbrauchst Du immer gleich viel Energie, unabhängig von der Trittfrequenz. Übrigens auch unabhängig von der Art der Bewegung. Puls 118 hast Du vermutlich auch beim Shoppen oder Kochen.

Was ich damit sagen will: Je intensiver die sportliche Betätigung, desto höher der Kalorienverbrauch. Deine angepeilten 70% der HF sind allenfalls für einen völlig untrainierten Neuling oder einen älteren Menschen eine ernstzunehmende Belastung. Ist zwar besser als nichts, aber erwarte keine Wunder von dieser Intensität. Da müsstest Du schon über einen wesentlich längeren Zeitraum trainieren, z.B 2-3 Stunden.

Ich schätze deine Antworten sonst sehr, in einem Punkt möchte ich dich hier aber korrigieren: Bei einer hier angenommenen max. HF von 177 kann die aerobe Schwelle tatsächlich bei Hf 118 liegen.

Recht hast du hingegen mit dem Hinweis, dass i.Allg. der Punkt der max. Fettverbrennung über der aer.S. im Mischbereich liegt.

Schlauer ist es also, sich statt an 2/3 der max. Hf zu orientieren, eher an 2/3 der beim Ergometertest ermittelten max. Leistung zu oreintieren. Damit liegt man meistens weitaus näher am Punkt der max. Fettverbrennung.

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@thonie

@thonie: Eben. Was für einen Grund sollte es geben, ausschließlich an der aeroben Schwelle zu trainieren?

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Zitat: "Zu Deiner Frage: bei gleicher HF verbrauchst Du immer gleich viel Energie, unabhängig von der Trittfrequenz. Übrigens auch unabhängig von der Art der Bewegung. Puls 118 hast Du vermutlich auch beim Shoppen oder Kochen." Soll das bedeuten, dass AUSSCHLIESSLICH die Herzfrequenz Einfluss auf den Kalorienverbrauch hat, unabhängig davon, welche Muskeln wie beansprucht werden?

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@Geheimagent

Im Prinzip ja. Genau genommen hängt der Kalorienverbrauch ausschließlich von der erbrachten LEISTUNG (Watt) ab. Da aber die wenigsten mit einem Wattmesser an der Kurbel trainieren, kann man auch die HF als Anhaltspunkt wählen. Ist halt ein kleines bisschen ungenauer.

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Die Intensität wird durch einen schweren Gang erhöht. Damit wird auch der Puls erhöht und der Energieverbauch steigt.


Stellt dir ein Fixie vor, da gibt es eine starre Verbindung zwischen Kurbel und Hinterradnabe, keine Bremsen und keinen Freilauf. Man fährt immer in einem gleichen Gang. Beschleunigung und Bremswirkung muss über die Pedale realisiert werden.


Wenn ein schwerer Gang gewählt wird, steigt die Intensität.

Zitat "Wenn ein schwerer Gang gewählt wird, steigt die Intensität." aber nur, wenn die Trittfrequenz gleich bleibt.

Wenn man eine niedrigere Trittfrequenz im höheren Gang tritt, bleibt der Puls gleich oder sinkt sogar ab. Entscheidend ist die (Watt)-Leistung. Du kannst z.B ca.150 Watt im kleinen Gang mit ca. 90 U/min oder im dicken Gang mit ca. 60 U/min treten.

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@sportella

@Sportella: Ich seh das so: wenn man im Nähmaschinenstil eine Hang hochfährt und das durchhält ohne zu schalten verbraucht man nicht so viel Kalorien, wie derjenige der einen schwereren Gang wählt und mit niedriger Trittfrequenz mehr Leistung aufbringt und auch viel eher oben ist. Sehe ich das falsch? Frage mich bei Anstiegen oft: einfach rauf drücken oder hoch spinnen. Leider geht es ja nur um den Puls von 118.

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@ LIppe: Die Pulsfrequenz soll nicht über 118 steigen.

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@Geheimagent

@ Geheimagent: Radfahren mit dem Puls macht doch keinen Spaß. :-) Die Frage ist der sehr theoretisch und in der Praxis kaum umsetzbar. Deswegen mein Hinweis auf ein Fixie. Selbst in Holland kann an einer Kreuzung oder Abbiegung der Puls von 118 nicht gehalten werden. Der geht durch das Bremsen ziehen herunter. Das effektiv zu betreiben geht meines Erachtens nur mit einem Fixie.

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@Lippe

MIR macht es viel Spass mit 118. Das hat auch noch andere, private, Gründe.

Was ist ein Fixie?

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@Geheimagent

Ein richtiges Fixie ist dem Bahnradsport entlehnt und hat weder Bremsen noch eine Gangschaltung und auch keinen Freilauf. Obwohl es schon Hinterradnaben gibt, die man einfach von Fixie auf Freilauf umstellen kann. Generell hat ein Fixie (dahe der Name) immer ein und den selben Gang und keine Bremsen. Die Beschleunigung und Bremswirkung erfolgt ausschliesslich über die Kurbel. Beim Fixie wird immer getreten, da es keinen Freilauf gibt. Wenn man bremsen will muss das über die Pedale erfolgen. Fixies werden auch von Spezialisten bei MTB Rennen eingesetzt. Die haben dann von vornherein die Krone auf. Wenn aus sonstigen Gründen die 118 nicht überschritten werden soll und der Kalorienverbrauch steigen soll, muss einfach mehr Strecke gemacht werden.

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