Judo für Kinder - Soll ich meine 2 Kleinen dort anmelden?

6 Antworten

Es wäre schön, deine Bedenken zu erfahren, denn nur wenn ich sie kenne, kann ich sie aus dem Weg räumen. Das ist besser, als alle möglichen Vorteile aufzuzählen und zu hoffen, dass damit deine Bedenken hinfort sind. :)

Deine zwei Kinder wären jedenfalls nicht die ersten 6 und 9 Jahre alten Kinder, die Judo machen und noch leben ;P

da du Antworten sammelst, bestätige ich meine Vorredner gerne ohne weiteres Argumentieren. Lass die Kinder Sport machen, die Gründe dafür sind zahlreich.

Durch Kampfsport wird keiner zum Schläger...

Es ist umgekehrt das Problem, dass dort viele Typen hingehen, die vorher schon entsprechend asozial sind und durch das Training bessere Schläger werden wollen.

Hast im Judo aber wenig, wenn überhaupt. Und wenn Deine Kinder friedlich sind, werden sie es auch bleiben.

Allerdings sollten sie auch Lust darauf haben. Vielleicht wäre ein anderer Sport ja passender, das solltest sie fragen.

Selbstvertrauen kommt vorrangig über Akzeptanz und die Erfahrungen etwas gut zu machen oder liebenswert zu sein, ohne dass man tolle Talente hat.

Bei schüchternen Kindern hapert es vorrangig an den Eltern, die Kinder spiegeln das nur.

Sportunterricht an den Schulen Deutschlands

Liebe Gemeinschaft,

als ich noch zur Schule gehen durfte (ja, ich liebe lernen und argumentieren, schwere Schultaschen schleppen und Große Pause) gab es drei Mal in einer Woche Sportunterricht, gesamt: 4 Unterrichtseinheiten. Darin wurden thematisch Leichtathletik, Akrobatik und Sportspiele (Ballsportarten, Kampfsport, Teamsport allgemein) behandelt. Das war 2002 noch so, als ich mich von der Schule verabschieden musste.

Herbst 2011 bekam mein Kanadier Schlagseite als ich mich nach einem Kommentar meines Exlehrers und mittlerweile langjährigen Freundes zu ihm umdrehte und schockiert anstarrte.

Sport ist dort mittlerweile Wahlfach geworden und wird kaum noch genutzt. Zudem ist das, was die Schüler zeigen kaum noch erwähnenswert, wenn es nicht gerade Fußballer oder Begeisterte sind. Beide Sorten sind zudem rar. Nach einer kleinen Nachfragetour stellte ich fest, dass dieses Bild je nach Bundesland ähnlich ist, oder dass Sport in wenigen Schulen, dafür aber spezialisiert angeboten wird.

Mein Arbeitgeber ist in der Situation, Freiwillige Deutsche gem. Grundgesetz in den Dienst aufzunehmen. Nun ist jedoch meine Beruflichkeit nach althergebrachter Sitte eng mit Sport und körperlichen Befähigungen verbunden. Was jedoch meine Damen und Herren vozuzeigen hatten war schlechter als unterklassig.

Was also, so lautet meine Frage, spricht gegen Sportunterricht an allen deutschen Schulen als Pflichtfach? Lässt sich das nicht realisieren?

Es gilt als erwiesen, dass moderater und motivierter regelmäßiger Sport dem Menschen gut tut: Immunsystem, Psyche, körperliche Wahrnehmung und Leistungsfähigkeit/Belastbarkeit. Sowohl Auszubildende (böse Zungen sagen: Leibeigene des Ausbildungsbetriebes) als auch Studenten stehen heute mehr denn je unter Druck und müssen belastbar sein, gesund bleiben und dem öffentlichen Verkehrsmittel entgegen huschen. Daher sehe ich dringenden Handlungsbedarf!

Danke für Eure Gedanken, Sebastian

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