Ist mit Pulsmesser trainieren schädlich fürs Körpergefühl?

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3 Antworten

Hallo, man kann nicht genau sagen ob ein Training mit Pulsuhr schädlich für dein eigenes Körpergefühl ist, oder nicht. Fakt ist, dass ich mit Pulsuhr mein Training genau kontrollieren kann. Egal in welchem Leistungsbereich ich arbeite. Nur eines ist schon klar: die Pulsmessgeräte sagen nur aus, wieviel Puls du momentan pro Minute hast. Ob es dir dabei noch gut geht oder ob's anstrengend ist, das sagt dein Körpergefühl. Und dieses Gefühl wirst du mit oder ohne Pulsuhr nie verlieren. Ein Sportler der seinen Körper genau kennt, wirklich genau, der kann sogar ohne Pusluhr effektiv trainieren. Ich z.B. weiß auch ziehmlich genau wieviel 65%, 70%, 85%, von meiner HFmax sind. Aber ich kann gelöster trainieren, wenn ich's durch die Pulsuhr kontrollieren kann, ohne ständig dran zu rechnen, wie ich ungefähr dabei bin. Generell zu sagen: Die Pulsuhr nimmt mir auf Dauer mein Körpergefühl, wäre meines Erachtens keine richtige Behauptung. Wir machen uns zwar von den verschiedenen technischen Geräten abhängig, aber beim Körpergefühl glaub ich das nicht. LG

dann würde ja ein Pulsmesser grundsätzlich besser sein, wenn das so wäre. Dann bräuchte man ihn ja gar nicht. Aber du bekommst doch durch eine Pulsuhr Erfahrungswerte in den einzelnen Sportarten wie dein Puls sich bei der jeweiligen Belastung verhält. Genauer kann man denke ich nicht trainieren, wenn man zum Beispiel im Grundlagenausdauerbereich trainieren möchte.

Meiner Meinung nach, erreichst Du sogar das Gegenteil. Mit einem Herzfrequenzmessgerät ("Pulsmesser" oder "Pulsuhr"), lernst Du erst, wie man mit dem Körpergefühl umgeht.

Denn oft trainieren Anfänger mit einem zu hohen Herzfrequenzbereich und zwar ohne, dass sie es überhaupt wissen. Erst mit einem solchen Gerät werden sie in die Lage versetzt, mit dem Gefühl richtig umzugehen.

Ein Herzfrequenzmessgerät hilft also nicht nur, sein Training möglichst effizient zu gestalten, sondern auch, seine eigene, tatsächliche Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen.

Andererseits ist es aber wichtig, dass man das Körpergefühl nicht vollends außen vor lässt. Man darf sich also auch nicht zum "Sklaven" der Uhr machen. Somit dient ein Herzfrequenzmessgerät gut als Ergänzung zum Körpergefühl, aber keineswegs als Ersatz. Auch moderate 60 Prozent der eigenen maximalen Herzfrequenz, die die Uhr anzeigt, können zu hoch sein, wenn das Körpergefühl einem sagt, dass man, aus welchem Grund auch immer, völlig erschöpft sei.

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