Ist Herzklopfen,Aufregung etc. vor einem Sprint leistungsförderlich?

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Tach auch!

Den Zustand, den du beschreibst kennt eigentlich jeder Sportler in der Vorstartphase. Prinzipiell ist die Aufregung gut, da die notwendige Spannung für das Rennen aufgebaut wird, alle Körperfunktionen hochgefahren werden und der Stoffwechsel auf Touren kommt.

Problematisch wird es, wenn die Psyche nicht mit spielt. Wird der Druck zu groß, kann sich die positive Spannung (mental und physisch) in negativen Druck verwandeln und es kommt zu Blockaden und Versagensängste.

Falls der Druck, den du dir selber machst (hohe Erwartung, starke Konkurrenz, etc.) zu groß wird und du vor dem Rennen noch wie ein Tiger im Käfig hin und her schleichst, solltest Du versuchen, dich etwas zu beruhigen und runter zukommen (z.B. auf den Rücken legen und Beine hoch, Augen zu und gaaanz ruhig atmen - aber erst nach dem Aufwärmen!).

Sollte die negative Spannung regelmäßig vor Rennen auftreten könnte eine regelmäßiges autogenes oder visualisierendes Training helfen mit dem Durch besser um zugehen und die Gefühle in eine positive Erwartungshaltung umzukehren.

MfG Lüder

Sehr gute Antworten von Jürgen und Lueder. Du kannst deine Trainingszeiten mit Wk-Zeit vergleichen, dann siehst du, ob du schneller bist. In den meisten Fällen ist diese Aufregung absolut leistungsförderlich, ich behaupte sogar, dass du ohne dies nicht die ganze Leistung ausschöpfen kannst! Entscheidend ist dabei einfach der Kopf-also Nervosität muss sein, gleichzeitig musst du deine Gedanken und die Konzentration unter Kontrolle halten können. Es gibt auch verschiede Athletentypen- die einen sind zu Nervös- die anderen zu schläfrig. Am besten ist es körperlich unter Spannung, jedoch noch mit klarem Kopf und voller Konzentration! und positiver Energie !

Es kommt hier auf den optimalen Leistungszustand an, dh für manche ist es hinderlich so eine aufregung, für manche förderlich!

Ein Adrenalinstoß putscht erstmal auf. Ob dies nun beim 100 Meterlauf förderlich ist, ist eine andere Sache, denn dem Adrenalinstoß geht auch die sogenannte Nervosität vorraus. Dies kann gerade bei den ganz kurzen Laufevents auch nachhaltig sein, wenn du zb. verkrampft aus dem Startblock heraus kommst. Bei längeren Distanzen weicht dann die Nervosität im Laufe des Wettbewerbes recht schnell so das du dich dann deiner Leistunsgentfaltung besser widmen kannst und lockerer/unverkrampfter wirkst. Bei den Kurzdistanzen halte ich es von daher schon wichtig die Nerven in Zaum zu halten um eine optimale Leistung abrufen zu können.

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