Ist es Ethisch und Moralisch vertretbar Kinder in den Leistungssport einzuschleusen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist halt immer so ein Problem. Wer in einer Sportart herausragend werden will, sofer er auch das Talent dazu hat, muss meistens in der Kindheit anfangen. Manche von denen, die es zu Leistungssportlern gebracht haben, denke ich mal, lieben auch wirklich, dass was sie tun. Lässt man seinen Kindern die Freiheit und schleust sie nicht in den Leistungssport ein, dann finden sie manchmal selbst ihre Traumsportart, doch oft zu spät um sie noch perfektionieren zu können. Allerdings wird dieser Sport ihnen dann auch Spaß machen. "Leistungssportkinder" dagegen, sind immer einem Leistungsdruck unterstellt, müssen trainieren, auch wenn's mal nicht Spaß macht und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, auch wenn man mal andere Dinge machen wollte. Das größte Problem sehe ich bei Turnern, denn die trainieren bereits in der Kindheit so hart, dass sie oftmals nicht eine gesunde Körperentwicklung erreichen können und z.B. klein bleiben und Folgeschäden davontragen können. Toller ist es, glaube ich, wenn sich Eltern für ihr Kind interressieren und mit ihm zusammen Spaß haben und einem Kind auch die Möglichkeit bieten aus dem Leistungssport austreten zu können.

An alle: echte gute und intressante Antworten!!!

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Wenn das Kind den Biss und eigenen Willen hat eine bestimmte Sportart auszuüben mit dem Hintergedanken dies später Leistungsmäßig zu betreiben, dann halte ich dies persönlich für okay, sofern das Training dem Kindesalter entsprechend angepaßt wird. Leistungssport hat im Kindesalter für mich nichts zu suchen, da die Kinder hier in meinen Augen vollkommen überfordert sind. Im Jugendalter so ab dem 15./16. Lebensjahr sollte dann der Sport etwas Leistungsorientierter ausgeübt werden. Ich kann mich noch an meine aktive Radsportwettkampfzeit erinnern, wo dann die Bambinis ( 7-9 Jahre ) so gerade mal auf das kleinste Rennrad paßten und mit hoch rotem Kopf über den Rundkurs gescheucht wurden. Das finde ich dann schon etwas vermessen. In Belgien darf die Jugend erst ab dem 16. Lebensjahr Rennen fahren ( dies war zumindest zu meiner aktiven Zeit so ) was ich auch für sinnvoller halte.

Ich denke es ist eine Frage der Gesellschaft, daher ist es in unsere Gesellschaft normale Kinder dort einzuschleusen weil die meisten das Leistungsprinzip akzeptieren. Im Beruf ist es ja später auch nicht anders!!!

Die Frage ist doch, ob man alles so machen sollte, nur weil es die Gesellschaft so vorgibt. Schließlich besteht die Gesellschaft auch aus sehr vielen Einzelnen und jeder hat die Möglichkeit sie positiv zu beeinflussen, z.B. wenn ihm etwas negatives auffallen sollte.

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