Ischios richtig an der Beinbeugermaschine trainieren?

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Es sind ja im Prinzip drei Möglichkeiten der Fußhaltung gegeben: 1. Die gesamte Unterschenkelmuskulatur ist entspannt. Dann wird die Achillessehne, auf der das Gewicht aufliegt, „durchhängen“ (s. Antwort von sportella). 2. Der Fuß wird aktiv durch Tätigkeit der Wadenmuskulatur heruntergedrückt. Da besonders bei stärkerer Kniebeugung der Zwillingswadenmuskel (Gastrocnemius, ein zweigelenkiger Muskel, s. Antwort von kiki68) aber zunehmend entdehnt wird, kann dieser kaum noch nennenswerte Kontraktionsspannung aufbauen, um das Kniegelenk zu stabilisieren bzw. (zusammen mit dem vorderen Kreuzband) einem Verrutschen der Gelenkflächen im Knie entgegen zu wirken. 3. Der Fuß wird durch Kontraktion des vorderen Schienbeinmuskels angehoben. In diesem Fall ist die Wadenmuskulatur zwar inaktiv, wird durch die Tätigkeit des Gegenspielers aber gedehnt und kann durch die erhöhte Dehnungsspannung im Kniegelenk stabilisierend wirken (siehe oben!). Zusätzlich wird durch das Drücken des Gewichtes von hinten auf die gespannte Achillessehne der Gastrocnemius weiter gedehnt und die Dehnungsspannung zusätzlich erhöht. Da jedoch auch hier bei zunehmender Kniebeugung der Dehnungsgrad und damit die Dehnungsspannung des Gastrocnemius abnimmt, wird der gewünschte Effekt nicht besonders lohnenswert sein. Aber möglicherweise sind die Gründe für die besagte Empfehlung eher im psychophysischen Bereich zu suchen (???).

Wenn Du die Zehenspitzen anziehst verhinderst Du, dass die Wadenmuskulatur mitzieht. Der Gastrocnemius zieht über das Kniegelenk hinweg zu den Femurkondylen. Würdest Du die Zehenspitzen strecken, würde der Muskel bei der Kniebeugung mithelfen. Durch das Heranziehen der Zehen schaltest Du ihn aus und trainierst nur die Ischios.

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