Intelligente Dämpfer beim Mountainbike?

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3 Antworten

Also im wesentlichen besteht ein "intelligenter" Dämpfer aus einem normalen Federbein und eben einem Trägheitsventil oder einem ähnlichem Mechanismus. Wippen des Rades soll verhindert werden, damit keine Kraft "verloren" geht. Das Ansprechverhalten bei Hindernissen etc. soll gleich einem normalen Dämpfer sein.

In der Praxis ist das Einstellen nicht so leicht: meist must du einen Kompromiss eingehen zwischen Komfort und Vortrieb. Selbst die besten Dämpfer haben einen geringen Restfederweg , so dass sich ein Fully nie wie ein Hardtail verhalten wird.

Falls du quasi ein "Hardtail mit mehr Komfort" suchst, würde ich dir eins mit dünnen Hinterbaustreben und geringem Sattelstützendurchmesser empfehlen. Cannondale Flash und das Grand Canyon GC haben hervorragende Komfortwerte für Hardtails. Ein 29er Hardtail wäre ebenfalls eine Option -> Specialized Stumpjumper etc.

Suchst du ein Bike mit mehr Komfort, solltest du zu einem Rahmen mit Umlenkung greifen. Diese sind i.d.R. antriebneutraler als solche, die den Dämpfer direkt ansprechen. In diesem Fall solltest du einfach mal ein paar Zeitungen wälzen und Probefahrten machen, um das optimale Bike für dich zu finden.

Ein Intelligenter Dämpfer verändert die Kennlinie entsprechend den Stössen. Fährt man im WIegetritt z.B. einen Berg hoch, dann sind das langsame längere Stösse und der Dämpfer wird hart, damit die Muskelarbeit in Vortrieb und nicht in WIppen umgewandelt wird. Wenn man irgendwo auf rauhem Gelände runter fährt, sind die Stösse kurz und hart, der Dämpfer merkt das und wird weich um die Stösse abzudämpfen.

Der Begriff: Intelligenter Dämfper ist ein Verkaufsslogan in erster Linie. Dahinter verbergen sich Komplikationen und Verwirrungen für MTB - Neulinge.

Suggeriert wird: allein der intelligente und selbst denkende Dämpfer (Federbein) wäre erfahren genug die (eigentlich sinnlose und zeitraubende Fahrwerksverstellung) automatisch, quasi unter Erkennung der Steigung selbst anzupassen.

Wo sind den die optischen Sensoren, wo die haptischen? Ich würde auf diese vorgelegten Industriepralinen verzichten. Das hat mit Fahrspass nicht zu tun und verärgert schon beim Nachdenken.

Wer wenig Aufwand -bei Pflege, Unterhalt und Anschaffungskosten- und direkten Kontakt mit dem Untergrund sucht, sollte ein Hardtail mit 100 mm Federgabel wählen. Das ist Radeln nach meiner Auffassung.

Mein Tipp: Starrgabel und Singlespeed.

Geht auch, tut nur weh.

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