Hilft Kraftsport bei Rheuma?

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3 Antworten

Auf jeden Fall solltest du deinen Arzt befragen. Auch mit der Vererbarkeit. Wenn du davon noch gar nichts hast würde ich mich auch nicht verrückt machen! Und du machst ja eh Sport. Bewegung ist Vorbeugung! Habe dir hier mal einen Artikel dazu rausgesucht: http://www.medizinauskunft.de/artikel/special/2429rheuma4.php

Badboybike hat dir schon eine wirklich tolle Antwort gegeben! Echt Spitze! Wichtig ist, dass es sich um etwas höhere Wiederholungszahlen handelt. Auf keinen Fall ein zu hohes Gewicht wählen, denn das führt zu weiteren Schmerzen. Mit einem moderatem Gewicht und gleichzeitig einem guten Ausdauertraining können die Schmerzen gemildert werden.Du solltest dich regelmäßig durchchecken lassen und auf eine gesunde Ernährung achten und vorallem, solange es nicht diagnostiziert wurde - mach dich nicht verrückt. Aufgrund deines sportlichen und bestimmt auch gesunden Lebensstils muss es ja gar nicht so weit kommen. Alles Gute für die Zukunft, Dorle!

Hier ein Artikel gefunden auf Gesundheit.de:

Bewegungstipps gegen Rheumaschmerz

Schmerzen verleiten oft dazu, sich zu schonen und sich möglichst wenig zu bewegen. Rheumakranke müssen jedoch aktiv werden. Körperliche Aktivitäten wirken sich positiv auf die Nährstoffversorgung der Gelenke aus. Bewegung fördert die Gelenkfunktionen, verzögert den Krankheitsverlauf und wirkt zugleich schmerzlindernd.

Da das empfindliche Knorpelgewebe in den Gelenken nicht von Blutgefäßen durchzogen ist, bekommt es alle lebenswichtigen Nährstoffe von der Gelenkflüssigkeit. Diese Flüssigkeit wird in der Gelenkinnenhaut gebildet und durchspült den Knorpel bei jeder Bewegung. So gelangen die Nährstoffe an alle notwendigen Stellen, und gleichzeitig werden Abbauprodukte abtransportiert. Das Gelenk bleibt "funktionstüchtig" und der Krankheitsverlauf kann verzögert werden.

Bewegung fördert zudem die Durchblutung im Bereich der betroffenen Körperstellen, der Stoffwechsel wird gesteigert, und schmerzfördernde Substanzen werden verstärkt abtransportiert. Daher nehmen Bewegungs- und Sportprogramme sowie die Physiotherapie neben der Therapie mit Medikamenten einen wichtigen Platz bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen ein.

Sport für Muskelkraft und Ausdauer

Muskeln verkümmern, Sehnen verkürzen sich, Gelenke versteifen - das sind die Folgen, wenn sich rheumakranke Menschen nicht ausreichend bewegen. Die Bewegungs- und Sporttherapie soll dem entgegenwirken. Ziel der Therapie ist, die Beweglichkeit zu verbessern, die Muskelkraft zu stärken und die allgemeine Ausdauer zu erhöhen.

Bei der Auswahl der Sportart sollte man darauf achten, dass sie die Gelenke schont, die Beschwerden nicht verstärkt und kein hohes Verletzungsrisiko birgt. Außerdem ist es wichtig, Überlastungen zu vermeiden und ausreichend Ruhepausen einzulegen.

Bei rheumatischen Erkrankungen werden häufig Sportarten wie Schwimmen im warmen Wasser, Fahrradfahren, Walking, Aquajogging oder Wald- und Skilanglauf empfohlen. Für manche Rheumatiker sind auch Sportarten wie Reiten, Volley- und Basketball oder Golf geeignet. Bewegungs- und Sportprogramme machen jedoch nur dann Sinn, wenn man sie regelmäßig, am besten täglich ausübt und darauf achtet, dass sie auch wirklich die Muskulatur kräftigen und die Beweglichkeit der Gelenke fördern, einschließlich der Wirbelsäule.

Wichtig ist, bei der Wahl der Sportart in jedem Fall einen Arzt zu konsultieren. Ein Funktionstraining für spezielle rheumatische Erkrankungen bieten unter fachlicher Anleitung beispielsweise die Selbsthilfegruppen der Deutschen Rheuma-Liga an.

Neben den Bewegungs und Sportprogrammen ist die Physiotherapie ein wesentlicher Bestandteil zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Die therapeutischen Maßnahmen bestehen vor allem aus Krankengymnastik, Massagen, Warmwasser-Gymnastik, Wärme- und Kältetherapie, Medizinischen Bädern, Gelenkschutz- und Selbsthilfetraining sowie Elektrotherapie.

Eingesetzt wird diese eigenständige Behandlungsform etwa während eines Klinikaufenthaltes, im Rahmen der Rehabilitation oder während der ambulanten Therapie.

Viele Betroffene brauchen physiotherapeutische Behandlung als ständige Ergänzung ihrer Therapie. Ziel der Physiotherapie ist die Verbesserung der Beweglichkeit, die Linderung der Schmerzen, die Begrenzung von Entzündungsreaktionen sowie die Korrektur oder Vermeidung von Fehlstellungen, die etwa das Entstehen einer Arthrose begünstigen können.

Alltagstaugliche Haltungs- und Bewegungstipps zur Vorbeugung von Rheuma

Stehen Sie beim morgendlichen Zähneputzen aufrecht vor dem Waschbecken? Halten Sie beim Staubsaugen den Rücken gerade? Hat Ihr Bürostuhl eine hohe Rückenlehne, die sich der Form Ihrer Wirbelsäule anpasst?

Wenn Sie sich über solche vermeintlichen Kleinigkeiten bisher noch keine Gedanken gemacht haben, wird es höchste Zeit. Denn fehlerhafte Körperhaltungen können sich summieren und die Entstehung von Arthrosen und anderen rheumatischen Erkrankungen fördern.

Halten Sie beim morgendlichen Zähneputzen den Rücken gerade. Ein kleiner Ausfallschritt bei gestrecktem Rücken bringt der Wirbelsäule bereits eine spürbare Erleichterung. Achten Sie auf einen hochwertigen Bürostuhl mit ausreichend langer Rückenlehne, die die Form der Wirbelsäule unterstützt. Wer lange sitzt, sollte zudem regelmäßige Bewegungspausen einlegen. Aber auch langes Stehen oder Gehen belastet die Gelenke. Bequeme Schuhe mit Sohlen, die das Körpergewicht gut abfedern, verschaffen den Gelenken Entlastung. Außerdem sollten Sie höhere Absätze vermeiden. Denn Becken und Zehen werden dadurch falsch belastet und die Bildung eines Hohlkreuzes gefördert. Bei der täglichen Hausarbeit können Sie die Wirbelsäule entlasten, indem Sie beispielsweise die Arbeitsflächen auf der richtigen Höhe anbringen und beim Staubsaugen den Rücken gerade halten. Gehen Sie beim Heben schwerer Gegenstände in die Knie, tragen Sie Einkäufe nicht einseitig und schwere Gegenstände möglichst nah am Körper. Auch beim Schlafen kommt es auf die richtige Haltung an. Dabei hilft Ihnen eine mittelharte Matratze, die die natürliche Wölbung der Wirbelsäule unterstützt.

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