Heilungsdauer Tennisarm / Arztempfehlung in Stuttgart gesucht

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3 Antworten

Der Tennisarm ist in der Regel eine Überreizung in einer Sehne nahe am Ellenbogen. Eine Reizung ist immer eine Entzündung. Meistens "docktern" viele mit einem solchen Problem lange rum, weil die Ursache nicht bereinigt wird oder weil die Entzündung nicht "durchlaufen" kann. Cortison "brät" die Entzündung einfach weg. Hilft, hat aber bekannte Nebenwirkungen.

Was man versuchen kann, ist die entsprechende Sehne durch eine Friktion (macht der Physio) zu reizen, um so die Entzündung und den anschließenden Heilungsprozess an zu schieben. Danach, wie bei der Cortisonspritze 2-3 Tage null Belastung. Anschließend vorsichtige Stabilisierung der Sehne unter physiotherapeutischer Anleitung. Hier kann man ähnlich wie bei einem Bänderriss im Fuß vorgehen. Sensomotorisch. Grundsätzlich dauert die vollständige Heilung, wenn keine Probleme auftauchen, ca 6 Wochen.

Ich empfehle Dr. Horst in Fellbach-Schmieden. Keiner ist in der näheren Umgebung besser. Ebenfalls sehr gut ist Dr. Fromm in Schorndorf. Grundsätzlich musst du einen tennisarm mit Cortisonspritzen behandeln lassen, denn alles andere ist nur an Symptomen rumdoktern.

Lampi 04.08.2010, 21:32

Erst mal vielen Dank. Ganz sicher ist Cortison ein geeignetes Mittel zum so genannten Gesundspritzen. Zumindest tut dann nichts mehr weh.

Aber

  • So schlimm sind die Schmerzen auch nicht dass ich deswegen eine Cortisonbehandlung riskieren würde. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Cortison#Kurzfristige.2Chochdosiertesystemische_Anwendung )
  • ohne Entzündung macht das kein Arzt
  • Auch die Aussicht auf eine mehrmonatige Kletterpause (da wäre die Saison ohnehin vorbei, und bis nächstes Jahr im März ist das auch von allein wieder weg) macht das nicht wett.

Die zwei Ärzte werde ich aber mal kontaktieren, die Empfehlung aus forum.climbing.de hat recht lange Wartezeiten.

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badboybike 05.08.2010, 06:05
@Lampi

Mit den heutigen Dosierungen riskierst du keine Nebenwirkungen mehr. Cortison ist, laut Arzt, das Einzige was wirklich die Ursache eliminiert, und nicht nur an den Symptomen rummacht, wie Strom, Voltaren, etc. Klar aber, dass für Cortison eine Entzündung vorliegen muss.

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Lampi 05.08.2010, 08:49
@badboybike

> ... für Cortison eine Entzündung vorliegen muss

Danke für die Einschränkung. Ich gehe (noch) davon aus, dass sich das nicht entzündet hat. Sonst würde ich mich anders fühlen. Versichern möchte ich mich natürlich trotzdem.

> Mit den heutigen Dosierungen riskierst du keine Nebenwirkungen mehr

Das gilt nur für Substitution bei zu geringer Eigenproduktion.

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Danke erst mal!

Ich war jetzt auf mehrfachen Rat in einem anderen Forum in Stuttgart bei Dr.H**b.

Zunächst mal wurde ein kleines herausstehendes Köpfchen eingerenkt, über das die Sehne scheuerte und sich deshalb entzündet hat.

Ich bekomme niedrig dosiertes Cortison, ein Mittel zum Absenken des Muskeltonus und ein Betäubungsmittel. Es wird in 5 Stellen gleichzeitig gespritzt, es einige Überwindung, den Muskel locker zu halten.

Danach muss ich noch zur manuellen Therapie wg. "HWS- Syndrom".

Ich hoffe dass die Absenkung des Muskeltonús nicht dazu führt, dass ich weniger fest zugreife als gefühlt. Könnte beim Klettern unangenehme Folgen haben.

LG Rainer

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