Hat Höhentraining auch negative Auswirkungen auf besimmte Leistungsbereiche?

1 Antwort

Es ist inzwischen umstritten, ob sich mit Höhentraining tatsächlich verbesserte Ausdauerleistungen im Flachland vollbringen lassen. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17690191?dopt=AbstractPlus Die in früheren Jahren festgestellte Leistungssteigerung im Flachland sei möglicherweise eher auf die idealen Trainingsbedingungen und die bessere Trainingsqualität im Höhentrainingslager zurückzuführen. Höhentraining ist in jedem Fall förderlich, wenn der Wettkampf ebenfalls in einer höheren Lage stattfindet.

Bei einem Höhentraining wird durch den niedrigeren Sauerstoffpartialdruck in Luft und Körper die Atmung beschleunigt und die Bildung von Erythrozyten erhöht, was die Sauerstofftransportkapazität verbessert. Durch die gesteigerte Atmung wird die Atemmuskulatur gestärkt.

Die innerhalb der ersten Tage gemessene Hämoglobin- und Hämatokritzunahme seien die Folge eines reduzierten Plasmavolumens. Diese Verringerung des Plasmavolumens könne sich bei der Rückkehr ins Flachland negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken, weil sich das Blut dickflüssiger verhält. Genauso verhält es sich mit dem erhöhten Erythrozytengehalt nach längerem Aufenthalt, auch dieser verändert das Fliessverhalten des Blutes im nachteiligen Sinn (zu hohe Hämatokritgehalte führen zu einer so genannten zeitlich begrenzten Schutzsperre), was im Flachland nicht erwünscht ist.

Ein Höhentraining wird erst ab einer Höhe von 1800m bis 2800m (andere Studien generell auf eine Höhe über 2500m hin) wirksam. Die Akklimatisierung verläuft individuell und entsprechend muss auch das Höhentraining in seiner Belastungsintensität angepasst werden. Ein Höhentraining ist nur für Ausdauersportler zu empfehlen, die bereits über eine hoch entwickelte Ausdauerleistung (Leistung- und Hochleistungssportler) verfügen.

Der angenommene Effekt hält maximal 2-3 Wochen an. Es eignet sich deshalb nur zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. Durch eine Verbesserung der Kapillarisierung erhöht sich die Blutversorgung der Muskulatur. Die Myoglobinspeicher vermehren sich, dadurch wird der intrazelluläre Sauerstoffspeicher des Muskels vergrößert. Auch die aerobe Enzymaktivität steigt an. Insgesamt soll das Höhentraining zu einer erwünschten Rechtsverschiebung der aerob-anaeroben Schwelle führen.

Zu beachten ist beim Höhentraining ausreichend zu trinken, da vermehrt Wasser abgeatment und ausgeschwitzt wird, da die Belastung durch den Sauerstoffmangel automatisch höher ist. Außerdem soll v.a. kohlehydratreiche Nahrung aufgenommen werden, da die Energiegewinnung ebenfalls aufgrund des Sauerstoffmangels vermehrt über den Glucosestoffwechsel abläuft. Gefahren dabei sind folglich Wasser- und Kohlehydratmangel und Thrombosegefahr durch erhöhte Hämatokritwerte.

Wer trotzdem von der dünnen Luft profitieren will, kann sich ohne Höhentraining im Flachland während der Nacht in einem Höhenzelt zur Ruhe legen, was deutlich billiger kommt, aber den gleichen Zweck wie ein Höhentraining erfüllt. Im Höhenzelt kann ein Luftdruck hergestellt werden, wie er in grosser Höhe herrscht. Die Thrombosegefahr bleibt!

Es gibt auch Menschen, bei denen schlägt ein Höhentraining kaum oder überhaupt nicht an. In so einem Fall wäre es ein Aufwand, der umsonst betrieben wird. Das weißt Du aber erst, wenn Du es ausprobiert hast. Quellen: svl.ch, hotsport.ch Gruss. ND

Spitzenantwort! Danke!

0

Extremes Dehnen als Radsportler

Hallo, ich frage mich schon lange ob starkes dehnen, wie z.B. der Männerspagat meine Leistung im Radsport negativ beeinflusst. Da ich nebenbei noch Kickboxen mache muss ich mich im Training so stark dehnen. Sollte sich das extreme Dehnen wirklich negativ auswirken, würde ich mit dem Kickboxen aufhören. Schonmal Danke an alle die Antworten (:

...zur Frage

Welche Höhe eignet sich am besten zum Höhentraining?

Ich würde gerne mal ein Höhentraining (Laufen) probieren und bin mir aber nicht ganz sicher, wo ich das verbringen soll und welche Höhe am besten geeignet ist um die optimale Anpassung zu bekommen. Es ist doch sicherlich ein Unterschied, ob ich auf 1000m Höhe trainiere oder auf 3000m?

...zur Frage

Leben und Trainieren auf 1800m Seehöhe.

Ich wohne ganzjährig auf 1800 m und trainiere seit drei Jahren (nach drei Kindern) wieder meine Ausdauer mit Radfahren und natürlich Berggehen. Heuer möchte ich zum zweiten Mal an einem bei uns stattfindenden Radmarathon (170 km, 3000 hm) teilnehmen, bei dem ich in der kürzeren Distanz schon vor zwei Jahren gar nicht schlecht abgeschnitten habe.

Nun zu meiner Frage: Um planvoller als bisher zu trainieren, habe ich mir Literatur zum Thema zugelegt und versuche, die Ratschläge daraus zu befolgen. Kann ich die Trainingspläne, die in den Büchern vorgeschlagen werden, so durchführen, oder muß ich auf unserer Höhe längere Pausen zur Regeneration einhalten? Oder kann man als Frau eh´ nur in geringerem Umfang als Männer (für die diese Bücher vermutlich vorwiegend gedacht sind) trainieren?

Daß ich sehr auf meine Versorgung mit Flüssigkeit, und Mineralstoffen (v.a. Eisen) achten muß, hab´ ich schon bemerkt und versorge meinen Körper in intensiven Trainingsphasen gut. Bin eher zu schlank.

Habe mich im Internet schon viel zum Thema Höhentraining informiert, aber wie der Körper reagiert, wenn er ganzjährig zwischen 1200 und 2500 m trainiert wird, habe ich nirgends gefunden. Nachdem wir einen Bergbauernhof haben, ist auch die alltägliche Arbeit schon "Höhentraining". Ist das nur positiv oder hat das auch Nachteile? Vielleicht kann jemand dazu was sagen.

...zur Frage

Welche Muskulatur/welche Übungen sollte ich speziell zum Kugelstoßen trainieren?

Ich bin bei Wurfdisziplinen nicht gerade spitze. Fürs erste möchte ich mich mal beim Kugelstoßen verbessern. Ich glaube, dass es bei mir zum Großteil an der Kraft fehlt, Technik geht so einigermaßen. Könnt ihr mir vielleicht 3 oder 4 spezielle Kraftübungen sagen, die mich weiterbringen können? Welche Muskeln spielen die Größte Rolle überhaupt, ich nehme mal an Trizeps?

...zur Frage

Was tue ich gegen Sodbrennen beim Sport?

Ich bekomme in letzter Zeit manchmal Sodbrennen beim Sport. Das ist wirklich sehr unangenehm. Woran liegt das und was kann ich dagegen tun. Kann das ein Zeichen sein, dass ich falsch trainiere?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?