Halbmarathon unter 1:28

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie hier schon deutlich wird, lässt sich diese Frage für Dich persönlich nur durch probieren beantworten. Allerdings nicht beim Wettkampf.

Ernährungsstrategien testet man immer im Training, bei Einheiten mit nahezu 90% der wettkampfspezifischen Belastung. Vorher solltest Du Dir die Frage stellen, was Du mit der Einnahme von Gels bezwecken willst. Verbesserungen im Wettkampfergebnis wirst Du rein durch die Gabe von Gels nicht erreichen.

Das ganze kann Dir nur etwas nutzen, wenn Du bei deinen Läufen ganz bestimmte Defizite bemerkst, die sich auf mangelnde Ernährung vor, bzw. während des Laufes, zurückführen lassen - z.B. frühzeitig brennende Beine, Krämpfe, Kopfweh oder Leistungseinbruch.

Ansonsten kann eine Einnahme von Gels, Shots oder auch fester Nahrung eher schaden, nämlich dann, wenn Du es einfach nicht verträgst. Wenn Du erstmal kotzend im Straßengraben hockst, nutzt die ganze Studiererei absolut gar nichts mehr.

Ich selber führe auf allen Distanzen mittlerweile nur noch flüssiges zu und greife dabei ausschließlich auf das Angebot der Verpflegungsstationen zurück. Auch hier werfe ich aber grundsätzlich einen Blick auf den Veranstalter, um zu sehen, welche Produkte angeboten werden, damit ich mich im Training daran gewöhnen kann.

Hallo Mitch, danke für dein Beitrag. Ich stimme dir zu, dass um es 100% beantworten zu können ich einem probieren nicht entkomme. Deswegen geht es mir auch gar nicht. Ich finde einfach es muss eine logische Erklärung geben ob dies der Leistung nützlich sein kann oder nicht.

Gibt es zum Beispiel eine Grenze der Geschwindigkeit, respektive der eigenen Leistung die man ohne Gel nicht erreichen kann?

Verbesserungen wird man deiner Meinung nach im Rennen nicht erzielen. Genau um diese Frage geht es mir. Aber um brennende Beine, Krämpfe etc. zu verhindern soll man Gels nehmen ratest du. Ist das nicht ein Widerspruch? Wenn ich mit Gels genau solches verhindern könnte wäre das defnitiv eine Verbesserung, nicht? Aber ich hatte diese von dir angesprochenen Probleme bisher noch nicht.

Die Frage die sich mir stellt ist, ob solche Probleme zum Beispiel ab einer gewissen Leistungserhöhung einfach kommen können. Und ob es Leute hier gibt die unter 1:30 HM rennen und Gels nehmen wäre interessant zu lesen. Weil wenn ich die bisherigen Antworten lese ist das eher nicht so, oder?

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@Salah

Nein, ich rate nicht dazu, Gels zu nehmen um Krämpfe oder sonst etwas zu vermeiden, das wäre auch völliger Unsinn.

Ich sage lediglich das es sinnvoll wäre, sich darüber Gedanken zu machen welchem Zweck die Einnahme eines Gels machen soll. Wenn Du also ab meinetwegen km 18 merkst, dass Dir die Beine brennen und Deine Leistung in den Keller geht - dann wäre es möglicherweise sinnvoll gewesen, sich bei km 10 ein Gel reinzupfeifen. Oder einen Shot - oder meinetwegen auch ein Stück Banane...

Läufst Du aber komplett ohne Erscheinungen durch, dann macht die Nahrungsaufnahme in dem Ausmaße eines Gels vorerst keinen Sinn.

Probleme, die Ernährung betreffend treten eigentlich auf der HM Strecke eher nicht auf, dafür ist die Belastung zu kurz. Eher etwas untrainiertere Sportler, die länger für die Strecke brauchen, kommen in eine Energiekrise.

Ich bin auch ein Sub 1:30 Kandidat und nehme, wie ich ja schon schrieb, ausschließlich Wasser und Iso-Drinks, welche an den Verpflegungspunkten erhältlich sind, zu mir. Und zwar auf allen Distanzen - wobei ich meine Läufe meistens im Rahmen eins Mittel- oder Langdistanztriathlons absolviere und dann entsprechend vorher - auf dem Rad - für Energiezufuhr sorge, damit noch genug Körner für den Lauf übrig sind. Mir reicht das, außer wenn ich richtig Gas gebe - dann kommt auf den letzten km noch Cola dazu...

Gels habe ich, der Mode wegen, probiert zu nehmen, konnte sie aber beim Laufen nicht vertragen. Auf dem Rad hingegen nehme ich sie hin und wieder, meist aber auch dann in vorher verflüssigter Form im Rahmen meiner Substitution aus der dafür vorgesehen Radflasche. Dies folgt aber den Anforderungen, die mein Körper an eine 9 Stunden Belastung mit 95% an der anaeroben Schwelle stellt. Bewährt hat sich bei mir die Zuführung von 220 Kalorien pro Stunde auf dem Rad, um am Ende eines Wettkampftages noch Körner für einen gesitteten Zieleinlauf zu haben.

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