Gut bouldern = gut klettern?

5 Antworten

hallo

die vorredner haben natürlich recht, dass die anforderungen unterschiedliche sind, vor allem was die ausdauer betrifft. aber beim bouldern ist eine saubere technik essenziell und man baut schnell kraft auf. insofern bringt es natürlich auch für´s seilklettern was, denn je besser die technik, desto kraftsparender kann geklettert werden. ich gehe hauptsächlich bouldern, merke aber dann jedesmal am seil, dass ich tatsächlich weitergekommen bin. wobei das bouldern allerdings nicht hilft - sich an die höhe gewöhnen... :-D das ist meine archillesferse :-)

viel spaß beim kraxeln! lg laceja

Sehe es so: eines ergänzt das andere und umgekehrt. Beides ist förderlich und die Mischung bringt dich voran, gerade am Anfang. Wichtig ist keines von beiden zu übertreiben und gerade beim Bouldern auf den Körper zu hören, da Gelenke, Muskeln und der Bewegungsapparat noch mehr beansprucht werden, bis man langsam ins Training kommt. Muskeln wachsen schneller als Sehnen und deswegen auch immer gut denken und einfach mit dem Bouldern am Anfang nicht übertreiben. Eines fördert aber das andere.

Gut bouldern ist definitiv nicht = gut klettern: Kurz und kanpp:

Beim Kettern : Kraftausdauer, hauptsächlich statische Kraft --- Beim Bouldern : Maximalkraft, sehr viel dynamische Kraft

Außerdem sind ganz andere Technikelemente miteinander verbunden, somit ist gut im Klettern absolut ungleich mit gut im Bouldern !

Hallo, viele gute Kletterer bouldern zwar zum Training, aber man wird nicht notwendigerweise besser im Routenklettern, wenn man viel bouldert.

1.) Bouldern ist mal gut für die Technik 2.) Bouldern bringt nur dann etwas für die Kraftausdauer, wenn man auch Ausdauerboulder macht (d.h. leichte und lange Quergänge) 3.) Viele Boulderräume sind maximalkraftlastig geschraubt, d.h. scharfe Überhänge und weniger senkrechte Wände mit Steh- oder Gleichgewichtsproblemen. Damit bekommt man dann viel Maximalkraft und gute Muckis, hat aber nicht so viel Nutzen für die Routen. 4.) Trainiert das Bouldern nicht den Faktor Psyche (d.h. das Klarkommen mit der Höhe und die Angst vor dem Sturz)

Kommt darauf an, welche Fähigkeiten Dir beim Klettern fehlen. Bouldern ist gut für Maximalkraft, Körperspannung und Technik. Je nach Bouldermöglichkeit hilft es Dir nicht bei der Fußtechnik, auch nicht bei der Kraftausdauer. Da wäre klettern besser.

Aber da ich gesehen habe, dass Du eher noch Einsteiger bist (?), würde ich sagen, dass Du Dir da zu viele Gedanken machst! Beides macht Dich besser, Abwechslung dazu noch mal mehr. Wenn Du überlegst, ob Dich bouldern oder klettern weiter bringt, dann müsstest Du schon sehr gut sein, damit es einen echten Unterschied macht (würde mal sagen, unter ner 8 UIAA oder FB7a ist es echt nicht wichtig, da mach lieber, was Dir Spaß macht und wechsle ab und zu mal).

Und: keep climbing ;-)

Stefan

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