Gleiche Anstrengung, weniger Kalorien?

3 Antworten

Hat sich eventuell auch dein Gewicht verändert und du hast es in der App der Pulsuhr notiert? Dann wird das der Grund sein, denn weniger gewicht bedeutet weniger Kalorienverbrauch für dieselbe Belastung, als vorher. Beispielsweise verbrenne ich mit meinem Gewicht von 55kg viel weniger, als mein Freund mit 80kg.

Rein physikalisch betrachtet ist der Aufwand für eine bestimmte Arbeit immer gleich. Wenn ich zum Ziel habe 60 Minuten lang mit 100 Watt Rad zu fahren, dann ist die geleistete Arbeit 100 Wh. Ich kann die gleiche Arbeit aber auch in 30 Minuten bei 200 Watt erbringen. Damit ist die Intensität höher. - Das Problem dürfte sein, dass man diese Arbeit (=Trainingseinheit) weniger gut messen kann, als man das z.B. in der Elekrotechnik machen kann.

Für die oben beschriebene Arbeit/Trainingseinheit muss der menschliche Körper Energie umsetzen. Dieser Energieaufwand wird in der Regel in kcal oder Joule angegeben. Aber auch der Mensch ist keine perfekte Maschine und hat keinen Wirkungsgrad von 100%. Kommt dazu, dass man im Menschen den Energiefluss schlecht messen kann. Die kcal-Angabe einer Pulsuhr beruht auf Erfahrungswerten und der errechnete Wert ist immer eine Ungefähr-Angabe.

Wenn nun Deine kcal-Anzeige plötzlich tiefere Werte anzeigt, kann das folgende Ursachen haben:

  • Deine Trainingseinheit war weniger intensiv oder zeitlich kürzer.
  • Du bist leichter geworden und hast Dein neues Gewicht in die Pulsuhr eingegeben.
  • Bei der Pulsuhr hat durch einen Software-Wechsel die Formel geändert.
  • Durch längeres Ausdauertraining ist Dein Körper effizienter geworden.

Den letzten Punkt muss man genauer betrachten. Durch längeres Ausdauertraining wird der Körper effizienter und empfindet eine Norm-Trainingseinheit mit der Zeit nicht mehr so fordernd und ist in der Lage diese bei einem tieferen Puls zu verrichten. Der Puls wird bei der kcal-Berechnung aber als wesentliche Grösse zur Bestimmung der Belastung beigezogen, ergo fallen die kcal-Werte tiefer aus. Allerdings ist dieser Effekt nicht sprunghaft, sondern schleichend.

Eine wirkliche Aussage über den Formstand bringen eigentlich nur eine Leistungsdiagnostik oder ein Formtest. Ich mache das in der Regel auf einer festgelegten Strecke mit einer bestimmten Länge und Höhendifferenz. Hier gilt es in einer möglichst kurzen Zeit meinen Körper hoch zu bringen. Relevant ist dabei mein Körpergewicht und das Gewicht der Ausrüstung. Analysiert wird dann die Zeit und der Puls (Durchschnitt und Maximalwert).

Mit diesem Vorgehen sind die weichen Faktoren ausgeschaltet. Was an Einflüssen noch bleibt sind Wetter, Wind und Temperatur, die geringen Einfluss haben können.

Heja, heja ...  

 

Den Kalorienverbrauch kann man nicht messen, auch wenn das diverse Geräte suggerieren. Den kann man auch nicht errechnen, sondern nur über einen längeren Zeitraum ermitteln!

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