Gibt es so etwas wie die effektivste Lauftechnik beim Sprint

5 Antworten

Hallo, jeder Läufer hat nach seinen körperlichen Voraussetzungen eine andere optimale Technik. Allgemein kann man sagen, dass beim Laufen in den letzten Jahren zunehmend mehr "gezogen" wird, d.h. die Kraft der Beine wirkt insgesamt länger am Boden, da sie früher Boden fassen und der Abdruck flacher ist, was zusammen das Tempo steigert.

Es gibt nicht die effektivste Technik. Denke mal an die komplett unterschiedlichen Techniken von Marlies Göhr oder Heike Drechsler, die aber beide ähnliche Zeiten liefen. Wichtig ist, Nachwuchsläufern beizubringen, was eine gute Technik ist und wie man gravierende Fehler vermeidet.

Das Ideal eines Sprinters ist für mich Usain Bolt.

Man sollte die Frequenz und die Schrittlänge trainieren, um beides zu perfektionieren. Der Oberkörper sollte orthogonal zum Boden stehen. Armeinsatz ist sehr wichtig! Die Beine sollten im nahezu 90°-Winkel angwinkelt werden in der Höchstgeschwindigkeitsphase und den Boden nur streichen (s. Usain Bolt). Wichtig finde ich persönlich auch, dass man trainiert, schnell aus dem Startblock zu kommen und danach mit einer sehr hohen Frequenz Tempo aufnimmt, bevor man zu kräftigen längeren Schritten übergeht. Das ist meine Philosophie von einer perfekten Sprinttechnik :)

Das wichtigste beim Sprinten (v.a. bei längeren Sprints) ist im Oberkörper locker zu bleiben, die Arme locker pendeln zu lassen (Ellenbogengelenk stabil) und nicht zu verkrampfen. Beim Aufsetzen des Fußes werden die Zehenspitzen angezogen, da dadurch der Fuß unter den Körpermittelpunkt gesetzt wird was einen optimalen Krafteinsatz zur Folge hat. Dann wird sich mit dem Ballen abgestoßen. Das Bein wird eng am Hinterteil wieder nach vorne geführt (vgl. Anfersen). Anschließend werden die Beine in eine Position geführt in der zwischen Oberschenkel und Unterschenkel ein Winkel von ca. 90° Grad gegeben ist. Dann wird der Fuß nach unten geschlagen und der Bewegungsablauf beginnt von neuem. Diese Technik einigermaßen zu erlernen erfordert mindestens 3-4 Jahre bei konsequentem Training (mind. 2 x pro Woche) in einem Verein. Für Hobbysprinter ist diese Technik nahezu unmöglich zu erlernen, da sie ohne einen Trainer mehr verschlechtern als verbessern. Mfg, Lukas

Er muss aufrecht laufen und viel mit den Armen ziehen. Daher haben die Sprinter auch diese Pakete, das kommt schon nicht von ungefähr. Die Knie sollten immer bis in die Horizontale, also möglichst hoch. Das mit der Schrittlänge ist so ne Sache. Dei Frequenz muss möglichst hoch sein und wenn man die Schrittlänge vergrößert wird die Frequenz sinken. Da muss man also einen Mittelweg finden, der auch stark von den körperlichen Gegebenheiten abhängt. Das ist dann eben sehr individuell.

Die Knie sollten immer bis in die Horizontale<... Das ist absolut falsch! Kein Weltklassesprinter zeigt so etwas. Der Oberschenkel ist im höchsten Punkt des Vorschwunges allenfalls 20° unter der Horizontalen. Siehe zum Beispiel in folgendem Video bei 0:58 bis 0:59!
http://www.youtube.com/watch?v=7FT7i5EBnkQ&feature=channel

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