Gibt es besser Trainingssteuerung Parameter wie die Herzfrequenz?

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4 Antworten

Das Training nach dem Pulsmesser macht nur dann Sinn wenn man auch seine Anaerobe Schwelle kennt, also den Pulsbereich wo der Körper anfängt vermehrt Laktat zu bilden welches nicht mehr gänzlich abgebaut werden kann. Und das natürlich auch nur in einem Ausdauersport mit längerer Intensität wie Mittel oder Langstreckenläufe/Marathon. Ansonsten läufst du natürlich über den Zeitmesser/Stoppuhr, die letztlich die einzigste Methode ist um festzuszellen ob du dich Leistungstechnisch verbessert hast.

würde aber sagen, dass auch Sinn macht, wenn man seinen Maximalpuls kennt.

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Natürlich geht es auch anders:

In meiner Eigenschaft als Personal-Trainer habe ich schon mit vielen meiner Kunden einen Laktatstufentest (= LST) gemacht. Dieser beinhaltet eine Computer-Analyse mit ausgiebigem Gespräch und Trainingsplanerstellung, sowie weitergehende Betreuung. Bei meinen Kunden handelt es sich ausschliesslich um (auch ambitionierte) Hobbiesportler. Darum kann ich auch nur darüber berichten und mir ein Urteil erlauben.

Auch wenn viele Leistungssportler behaupten, der LST wäre nicht aussagekräftig, werde ich von meinen Kunden immer wieder bestätigt. Ich kann nur sagen, hier funktioniert der Laktatstufentest einwandfrei! Wichtig nach einem Laktatstufentest ist allerdings auch die weitere Betreuung. Es nutzt nichts, die Sportler nach einem Test "im Regen" stehen zu lassen. Des weiteren hilft ein LST diesen Sportlern dabei, ein strukturiertes und methodisches Training aufzubauen. Die eigene Leistung wird für sie objektiviert und "(be)greifbarer".

Denn meines Erachtens ist es wichtig zu wissen in welchen individuellen Herzfrequenz-Bereichen man selbst trainiert, gerade im Hobbiesport. Denn wenn man schon nur 3 oder 4 Stunden in der Woche zum trainieren hat, sollte das Training auf den Punkt genau auf den jeweiligen Zweck und Menschen abgestimmt sein um keine Zeit mit falschem Training zu vergeuden.

Des weiteren wird eine Überlastung des Herz-Kreislaufsystems vermieden und das Risiko gesundheitlicher Schäden minimiert.

Dies alles bietet nach meiner Erfahrung ein Laktatstufentest bei (ambitionierten) Hobbiesportlern in völlig ausreichendem Maße, wobei das Potential diese Tests noch wesentlich grösser ist.

In der Regel reichen 2-3 Laktatstufentests im Jahr zur Ermittlung und Kontrolle Ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit vollkommen aus.

Letztendlich liegt diese Entscheidung bei jedem selber.

Für einen Hobby-Läufer sagt der Puls eigentlich gar nicht viel aus, da es von Natur aus hoch- und niedriegpulsige Menschen gibt. Wenn du im aeroben Bereich trainieren willst, dann achte darauf ob du dich noch locker unterhalten kannst beim Laufen, das wäre ungefähr die Grenze (wobei der Übergang von aerob zu anaerob natürlich fließend ist).

Die Stopuhr bringt natürlich nur etwas wenn du am Limit läufst.

Lauftraining für Profis oder Freizeitsportler? Profis trainieren nach der Stoppuhr, nicht nach dem Pulsmesser. ( Zitat Dr.Marquardt) Er meint aber, die Pulsuhr sollte zusätzlich genutzt werden, wenn man unsicher ist.

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