Gibt es beim Joggen auf die Dauer Probleme?

3 Antworten

Hi,

ideal wäre es natürlich, wenn man ein „geborener“ Vorfußläufer ist, denn der Ballen dient zur optimalen Dämpfung im Fuß. Die wenigsten können aber diese Art zu laufen auch über eine längere Distanz halten und wechseln dann automatisch auf den Mittelfuß oder Ferse.

Aber, wenn Du bisher über die Ferse gelaufen bist und damit gut klar gekommen bist, solltest Du jetzt nicht unbedingt Deinen Laufstil wechseln. Achte aber auf gedämpftes Schuhwerk.

Wenn Du jetzt auf Vorfuß wechselst, kann es auf Grund der ungewohnten Zugkräfte zu Problemen mit der Achillessehne und der Wade kommen. Vielleicht schaffst Du es aber, Dein Training variabler zu gestalten: von jedem ein bisschen.

Gruß Blue

Danke! Ja, mit der Fußspitze vorne aufzukommen beim laufen kommt mir sehr ungewohnt vor. Ich achte nicht so drauf, aber ich glaube, dass es in der Regel die Ferse ist mit der ich auftrete.

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Es kommt auf deinen Laufstil und auf dein Schuhwerk an. Laufen ist auch nicht nur stupides Schuhe an und loslaufen, sondern es gehört auch Gymnastik mit dazu.

Im Idealfall kommst du auch nicht mit der Ferse auf, sondern zumindest mit dem Mittelfuß oder sogar dem Vorfuß. Dadurch "bremst" du dich nicht während dem Lauf ab, weil dein Fuß näher zur Körpermitte aufsetzt und du mit deiner Hüfte auch wieder ordentlich Kraft mit rein bringen kannst in den nächsten Schritt. Je nach Distanz setzt du irgendwann auch wieder mit der Ferse auf und fällst in einen recht passiven Laufschritt. In dem Moment ist das richtige Schuhwerk besonders Wichtig. Je nach Fuß und Gewicht brauchst du hier einen bestimmten Typ Schuh, sonst kann es durchaus mi der Zeit zu Problemen kommen. Hier kann dich so ziemlich jeder Örtliche Laufladen sehr gut beraten. Mit entsprechender Gymnastik für Ausdauersportler, ein wenig Lauf-ABC und mit passendem Laufpensum sollte dem Ganzen nichts im Wege stehen.

Verletzungen kommen sowieso meist in den Momenten in denen man "trotzdem läuft". Oder bei "Von 0 auf Marathon in einem Jahr" Trainingsplänen. Von so Geschichten bin ich überhaupt kein Freund.

Ich kenne jedenfalls einige die seit Jahrzenten laufen. Und das noch mit Ende 60, teilweise auch noch älter. Da kann man sagen die haben alles richtig gemacht.

Oh krass, danke!

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es kommt wie immer drauf an...

die "Aufpraller" sollten keine solchen sein, sondern sollten muskulös abgefedert werden. Nur wenn man (theoretisch) mit gestrecktem Bein aufkommen würde, gäbe es im Bein selber keine Möglichkeit des Abfederns mehr. So aber federn hauptsächlich die Muskeln des Oberschenkelstreckers die aus der Flugphase in die Auftretphase kommende Körpermasse ab. Hierbei wird der Oberschenkelmuskel "exzentrisch" belastet und sollte durch weitere Beugung im Kniegelenk etwas nachgeben und dämpft somit den "Aufprall".

Man kann gut bei verschiedenen Joggern beobachten, wie manche mit ihren Füßen bei jedem Tritt hörbar schwer auftreten, während manche nahezu geräuschlos, schnell und elegant an einem fast vorbeischweben. Alles Technik und Kraft durch Übung (und teilweise gegebene Biomechanik).

Das perfekte Laufen kann natürlich nur geschehen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen: die Oberschenkelmuskeln müssen genügend dafür trainiert sein und zwar sowohl von der Kraft, der Ausdauer und der korrekten Bewegung her. Der Bewegungsablauf/Lauftechnik muss stimmen, es dürfen keine Beinachsenabweichungen vorliegen usw... Wenn das gegeben ist, kann man langsam mit Joggen anfangen. Wer aber meint, von heute auf morgen und untrainiert damit anfangen zu können und ein sportliches Pensum aufnimmt, hat oft eher Probleme damit als Freude. Denn oft sind entweder die Voraussetzungen nicht gegeben, oder das Pensum ist zu engagiert. Zudem: Knorpel, Sehnen und Bänder brauchen länger, um sich anzupassen. Werden die also überfordert, zieht man sich unweigerlich kleinste Schädigungen zu. Die können sich in zuerst unbemerkten Veränderungen niederschlagen und Jahre später in vorzeitigem Gelenkverschleiß. Wenn du also Anzeichen für Unwohlsein beim Joggen hast, nimm das ernst.

Zwar haben Jogger kein erhöhtes Arthroserisiko, aber das gilt nur für die, die es korrekt machen und keine Vorschädigungen haben oder "Schwachstellen" mitbringen.

Dem von anderen Kommentatoren Gesagten zum Aufkommen mit dem Vorfuß schließe ich mich auch an.

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