Gibt einen gesunden Untergrund zum Joggen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Habe mich vor kurzem mit der Thematik beschäftigt, inwiefern Laufen den Gelenken schadet und dazu nach längerer Recherche einen Artikel verfasst, der die kommenden Tage auf newbalanceblog.de rauskommen wird. Hier mal der Auszug, der aufzeigen soll, dass Laufen nicht wirklich schädlich für die Gelenke ist:

"Im vergangenen Jahr veröffentlichte das Magazin Skeletal Radiology eine Studie österreichischer Wissenschaftler, welche im Jahr 1997 im Rahmen des Wien-Marathons die Knie verschiedener Läufer sowohl vor als auch nach dem Lauf untersuchten. Weitere zehn Jahre später wiederholten sie die Untersuchung und gelangten zu dem Ergebnis, dass im Zeitraum von zehn Jahren keine weiteren Schäden aufgekommen sind.

Bei der Studie gab es allerdings eine negative Untersuchung eines Läufers, dessen Knie so schwer beschädigt waren, dass er 1997 seine Laufschuhe gar an den Nagel hängen musste. Die Wissenschaftler gingen sogar davon aus, dass es dem Läufer besser gegangen wäre, wenn er weiterhin gelaufen wäre. Sie kamen zu dem Entschluss, dass Laufen die Knie nicht schädigt, sondern sie vielmehr schützt.

Im vergangenen Jahr wurde eine weitere Studie der Universität Stanford veröffentlicht. Von 1984 an untersuchten Wissenschaftler knapp 20 Jahre lang eine Personengruppe von 50- bis 60-jährigen Läufern, von denen bereits 6,7 Prozent eine leichte Arthritis diagnostiziert bekamen, und eine Gruppe von Nicht-Läufern, bei denen niemand unter der Gelenkerkrankung litt.

Fast 20 Jahre nach der ersten Untersuchung wurden beide Gruppen erneut gegenübergestellt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Knie der Läufer gesünder waren als die der anderen Kontrollgruppe. Eine leichte Arthritis konnte nur bei 20 Prozent der Läufer festgestellt werden, bei den Nicht-Läufern waren dies jedoch ganze 32 Prozent. Unter schwerer Arthritis waren zwei Prozent der Läufer und zehn Prozent der anderen Gruppe betroffen. Auch auf Grund dieser Studien vermuteten die Wissenschaftler, dass Laufen nicht etwa ein Auslöser für Arthritis ist, sondern vielmehr gewisse Schutzfunktionen hervorruft.

Trotz der beiden oben genannten Studien kann sich das Laufen dennoch negativ auf die Gelenke auswirken, insofern die beiden Faktoren Übergewicht und Überbelastung nicht beachtet werden. Durch Übergewicht werden die Gelenke so sehr belastet, dass auch bereits trainierte und aufgebaute Muskeln das zusätzliche Gewicht nicht oder nur teilweise abfangen können. Experten raten deshalb dazu, erst abzunehmen bevor sie mit dem Laufen beginnen, oder einen für sie geeigneten Laufschuh auszuwählen, der das zusätzliche Gewicht erfolgreich abfedert und/oder umverteilt.

Eine Überbelastung kann ebenfalls zu Langzeitschäden führen. Gerade Anfänger sollten es nicht gleich übertreiben und sich zu Beginn nicht verausgaben, sondern schonend laufen, was bedeutet, dass die Trainingsintensität langsam steigt und Regenerationsphasen eingehalten werden. Bei hochtrainierten Läufern, die ungefähr 70 bis 80 Kilometer in der Woche laufen, kann es ebenfalls zu minimalen Abnutzungen der Gelenke kommen."

Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.

Gruß, Laufjunkie.

Ich denke, es kommt darauf an, wie empfindlich und eventuell vorbelastet die Gelenke sind und welche Umfänge man läuft. Generell kann sich der Körper aber an vieles anpassen, wenn man das Training langsam steigert. Dann ist auch viel Asphalt kein Problem. Sehr weich ist nicht unbedingt besser, Sand zum Beispiel belastet durch das Einsinken die Muskulatur sehr stark und es kann leicht zu Überlastungsbeschwerden an den Sehne kommen. Probiert man vorsichtig aus und achtet auf erste Anzeichen von Überlastungen, kann man aber auf jedem Untergrund gesund laufen.

Keine Fortschritte/Kein Muskelaufbau trotz intensivem Training

Hallo zusammen - ich bin mir sicher, dass es schon haufenweise Threads gibt, die in etwa mein Anliegen behandeln, trotzdem wäre ich für ein paar Tipps/ sinnvolle Antworten dankbar (mir ist es lieber hier mein komplettes "Problem" zu schildern) :)

Zu meiner Situation: Ich bin 20 Jahre alt, männlich, und ~ 1,80m groß. Ich gehe seit ca. 2 Jahren ins Fitnessstudio (mind. 2-3x/Woche), und seit ca. 6 Monaten auch sehr häufig joggen (3x/Woche, jeweils immer genau für 1 Stunde).

Bevor ich mit dem joggen angefangen habe, habe ich 70kg gewogen - was auf 1,80cm echt ok ist. Jedoch hat sich das gesamte Fett am Bauch angelagert, was mich wirklich tierisch gestört hat. Nun im Moment - mit viel joggen - wiege ich ca. 63kg, was mir aber eigentlich zu wenig ist!

Mein Problem? Sobald ich versuche zuzunehmen, nehme ich nur Fett am Bauch zu (trotz intensivem Muskeltraining!), jedoch nicht an Muskelmasse - was ja eigentlich mein Ziel wäre.

Ernähren tu ich mich relativ gesund, und bewusst, nachdem ich mich ein wenig informiert habe. (D.h. relativ viel Eiweiß, keine Kohlenhydrate am Abend vor dem Bettgehen, fast kein Fett usw.) Bei meinen 2-3x Fitness/Woche betreib ich eine Art "Ganzkörpertraining" (ohne Konditionstraining), weil sich splitten m.M.n. nicht rentiert.

Mein Wochenplan sieht also ungefähr so aus:

Montag - Joggen, Dienstag - Fitness (Ganzkörper), MIttwoch - Joggen, Donnerstag - Fitness (Ganzkörper), Freitag - Frei, Samstag - Joggen, Sonntag - Fitness (Ganzkörper)

Auffallend ist auch, dass ich bereits seit 2 Jahren kaum/keine Fortschritte im Fitness mach (lediglich die ersten paar Wochen hatte ich richtige Steigerungen was Gewicht anbelangt). Auch ein Muskelaufbau ist nicht wirklich zu beobachten..

Hat vielleicht irgendwer eine Idee woran das liegen könnte? Oder Tipps wie ich diesem Dilemma entfliehen kann? Langsam ist es ziemlich deprimierend - ich treibe meistens 6 Tage die Woche Sport, mache aber keine Fortschritte, sondern verhindere (eigentlich lediglich durch das joggen), eine Gewichtszunahme, die an sich ja erwünscht wäre - aber nicht in der Form, in der sie (leider) auftritt..

Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ich im Fitness viele Muskelgruppen mit mehreren versch. Geräten/Übungen trainier - ist das vielleicht eher "schädlich" als zweckdienlich?

Vielen Dank für Antworten, mit freundlichen Grüßen,

MisterX

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