Ganzkörper dehnen

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2 Antworten

Woher weißt du, dass du „verkürzte Muskeln“ hast? Es ist recht schwer, verkürzte Muskeln zu diagnostizieren. Dazu benötigt man aufwendige Apparaturen. Die Tatsache, dass du unbeweglich bist und evtl. eine hohe Spannung in den Muskeln verspürst, deutet noch lange nicht auf verkürzte Muskeln hin. Die einzige erlaubte Schlussfolgerung ist: deine Muskeln sind nicht dehnfähig bzw. tolerieren keine hohe Dehnungsspannung. Abhilfe: Dehnen!!!

Nun zu deinen Fragen:
1. Bei einer akuten Muskelzerrung keinesfalls dehnen; denn dadurch verschlimmerst du die Verletzung.
2. Man kann natürlich nicht den „kompletten Körper“ dehnen, sondern nur bestimmte Muskelgruppen in bestimmten Gelenken. Nur in solchen Gelenken lassen sich erfolgreich Dehnübungen anwenden, in denen die Gelenkreichweite vorwiegend durch Muskelspannung begrenzt wird. Es würde hier zu weit führen, diese im Einzelnen aufzuzählen. Da solltest du dich in der Fachliteratur schlau machen.
3. Da das Dehnen langfristig nicht die Ruhespannung des Muskels herabsetzt, kann weder Dehnen die Haltung verbessern noch fehlendes Dehnen zu Haltungsschäden führen. Statt dessen wird die Körperhaltung durch eine Kräftigung der haltungsrelevanten Muskeln besorgt.
4. Nein! Da Dehnen außer der Steigerung der Dehnungsschmerztoleranz von Muskeln keine langfristige Änderung der mechanischen Eigenschaften von Muskeln bewirkt, muss nicht notwendigerweise stets der Antagonist mit gedehnt werden. Zur Steigerung einer allgemeinen Dehnfähigkeit kann es jedoch lohnenswert sein, auch die Antagonisten zu dehnen. Wenn du Agonisten und Antagonisten kennen lernen willst, bleibt dir nur, ein entsprechendes Lehrbuch anzuschauen.
5. Da (sinnvolles) Dehnen keinen ermüdenden oder erschöpfenden Einfluss auf den gedehnten Muskel ausübt, kannst du - wann immer du willst und so oft du willst – Dehnübungen ausführen. Allerdings solltest du unmittelbar vor einer explosiven Kraftleistung (z.B. Sprint) die dafür benötigte Muskulatur nicht intensiv statisch dehnen, da dies die Kraftleistung dieser Muskeln für einige bis viele Minuten herabsetzen kann.

Wenn du das Dehnen zuerst sanft dann allmählich in der Intensität ansteigend ausführst, brauchst du dich vordem Dehnen nicht „aufzuwärmen“, da der Dehnungseffekt weder von der Durchblutung noch von den Stoffwechselprozessen oder der Aktivierung des Nervensystems abhängig ist.

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  1. Nein, auf gar keinen Fall!

  2. Als Sprinter und Weitspringer dehne ich nur die Beine, diese aber ausgiebig in 10 verschiedenen Positionen, so dass alles dran kommt; Adduktoren, Abduktoren, Waden, Oberschenkel, Hamstrings etc. insgesamt etwa 20-30min täglich.

  3. Nein aber es beeinträchtigt die Leistung negativ. Das wirst du ja beim Weitsprung merken, wenn du die Beine nicht strecken kannst bei der Landung und dort schon allein deshalb 20-30cm verschenkst.

  4. Nein

  5. Täglich 20-30min.
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