Fussarbeit bei Fechtern wie bei Boxern?

2 Antworten

Ähnlichkeiten sind natürlich schon irgendwo da, wie bei allen Kampfsportarten. Es gibt aber auch grundsätzliche Unterschiede. Beim Boxen wirst du, wie beim Fechten, mit den Füßen immer schulterbreit unter dem Schwerpunkt stehen. Deshalb machst du kleine Schritte und ziehst den zweiten Fuß sofort nach oder hüpfst mit beiden Füßen. Das machst du, um immer im Gleichgewicht zu sein, wenn du das verlierst, kannst du nicht angreifen und die Deckung nicht halten. Dann bist du leichte Beute.

Das ist beim Fechten natürlich ähnlich, auch hier musst du immer im Gleichgewicht sein, um ständig angreifen und parieren zu können. Im Gegensatz zum Boxen reicht aber ein Treffer, nach einer Angriffsaktion rechnest du eigentlich nicht damit. dass der Kampf weitergeht. Deshalb kannst du hier einen großen Ausfallschritt machen um deine Reichweite zu vergrößern. Das wirst du beim Boxen nie sehen, sonst würdest du dir da sofort den Konter einfangen.

Es sind beide Vorwärtsbewegungen durchaus ähnlich. Im Prinzip handelt es sich bei beiden Sportarten um einen Halbschritt. Dieser wird eingesetzt um eine dauernde Balance, schnelle Richtungswechsel und ein möglichst hohes Reaktionsvermögen zu erzielen. Dennoch gibt es viele kleine Unterschiede. Selbst, wenn man nur das Fechten betrachtet kann man sehen, dass bei den drei Waffen die Bewegungen unterschiedlich sind. Zum Beispiel ist ein Degenfechter mehr auf das Vorwärts und Rückwärts pendeln eingestellt und ein Säbel-Fechter steht mit weniger gebeugten Beinen und weniger gedrehtem Körper.

Ich weiß vor allem von einem massivem Unterschied zwischen Boxen und Fechten. Ein Fechter steht mit seinem stärkerem Arm vorne, ein Boxer hingegen hinten. Entsprechend hat ein Rechtshänder beim Fechten auch den rechten Fuß vorne, während er im Boxen den Fuß hinten hätte.

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