Fragen über das Dehnen von Muskeln (Becken, Verkürzungen, eingedrückt)?

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2 Antworten

Zuerst einmal eine Rückfrage: Was soll das heißen, dass ein Muskel „eingedrückt“ ist. Das ist weder ein medizinisch, noch biologisch, noch sportwissenschaftlich definiertes Merkmal.

Zu deinen Fragen:

Erstens: Durch Dehnen wird die Dehnfähigkeit des Muskels trainiert. Der maßgebliche Effekt ist, dass der Muskel (bzw. die gedehnte Person) größere von außen aufgezwungene Dehnungsspannungen toleriert. Im Übrigen ändert sich an den messbaren Merkmalen des Muskels (Ruhespannung, Länge, Querschnitt, Durchblutung) durch Dehnen nichts, d.h. der Muskel wird nicht stärker, er leiert auch nicht aus, er wird nur dehnfähiger.

Zweitens: Wenn du unter „innere Beckenmuskeln“ die im Bild dargestellten Lenden-Darmbeinmuskeln meinst, lassen sich diese sehr wohl kräftigen, z.B. durch Hüftbeugebewegungen. Diese solltest du aber stets abwechselnd einbeinig durchführen, ( wie z.B hier:  
www.sportlerfrage.net/frage/krafttraining-gegen-hohlkreuz )

Drittens: Leider wird ein gering dehnfähiger Hüftbeuger gern als „verkürzt“ bezeichnet, was zu falschen Vorstellungen führen kann. Ein wenig dehnfähiger Muskel muss nicht notwendigerweise „kürzer“ sein als ein dehnfähiger, er kann die gleich Faserlänge und die gleiche funktionelle Länge besitzen. Lies dazu im Internet unter „biowiss Muskelverkürzung“ nach!

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Kommentar von FaulerHund
02.08.2016, 10:45

Danke für deine Antworten.

Meine Wirbelsäule ist in eine Richtung gebogen und drückt laut meinem Hausarzt die Beckenmuskulatur auf der entsprechend anderen Seite ein.

Nebenbei sollen aber auch die hinteren Oberschenkelmuskeln verkürzt sein. Das macht sich auch mit einem komischen Gefühl beim Laufen bemerkbar. Und dehnen hat mir folglich noch nicht geholfen.

Die Empfehlungen werde ich mir gleich durchlesen.

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Kommentar von FaulerHund
02.08.2016, 10:51

Ich bekam daraufhin ein Krankengymnastikrezept und da stand Illiosakralgelenksyndrom bzw. -störung drauf, auch wenn es meiner Meinung nach keines ist, weil der Arzt es im Gespräch nicht erwähnte. Und nun habe ich gerade in einer ähnlichen Frage gelesen, dass du meintest, dass man Gelenke nicht dehnen soll, da sie sonst instabil werden könnten. Wie genau meintest du das? Kannst du mir dazu auch etwas verlinken?

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Dehnen trainiert die Muskulatur nicht - es enspannt sie nur und macht dich flexibler. Zum trainieren musst du Gewichte bewegen! 

Ausleiern tut da gar nix. Wer verbreitet denn solchen Unsinn?

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Kommentar von FaulerHund
01.08.2016, 20:26

Ich suche nachher in meinem Verlauf nach dem Eintrag. Ausleiern war in Anführungszeichen, weil er so etwas ähnliches geschrieben hatte.

Gewichte mit den Beckenmuskeln bewegen geht aber sicherlich nur schlecht. Bzw. das wäre dann doch mein eigenes Körpergewicht.

Bitte um weitere Antworten.

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Kommentar von FaulerHund
01.08.2016, 20:32

Nun stellt sich die Frage bei chronisch verkürzten Hüftbeugern, ob es sinnvoll ist, den Muskel aufzudehnen und dadurch eine noch instabilere Hüfte zu provozieren oder ist es der Fakt, dass diese doppelt so hart ziehen, da der unterentwickelte CORE (Gesäß, Bauch) seine Aufgabe nicht macht?

Sorry, es war doch kein Forum und "ausleiern" ist einfach das falsche Wort. Das was im Zitat steht, meinte ich ansonsten.

http://www.mj-training.com/hueftbeuger-dehnen/

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