frage zum dehnen vor leichtathletischen disziplinen

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Es ist richtig, dass man unmittelbar vor dem Erbringen von Schnellkraftleistungen nicht intensiv statisch dehnen soll! Aber diese Forderung ist muskelbezogen. Wenn du also eine Weitsprungprüfung hast, gilt diese Forderung eigentlich nur für deine Sprungmuskulatur; denn nur diese erbringt die Schnellkraftleistung. Die übrige Muskulatur kannst du ruhig dehnen.
ABER: Da du für den Weitsprung auch anlaufen, also sprinten musst, gilt : Intensives statisches Dehnen der hinteren Oberschenkelmuskeln verschlechtert anschließende Sprintleistungen. Da du aber für den Anlauf genau diese Muskeln benötigst, solltest du diese unmittelbar vor dem Wettkampf auch nicht intensiv statisch dehnen. Diese Muskeln sind aber auch gleichzeitig diejenigen, die für eine gute Weitsprungllandung dehnfähig sein sollten.
Wenn du in deiner Vorbereitungsphase ein ordentliches Dehnungstraining für die hinteren Oberschenkelmuskeln durchgezogen hast, brauchst du sie unmittelbar vor dem Wettkampf in der Aufwärmphase auch nicht mehr intensiv zu dehnen. Es genügt ein Aufwärmen und ein leichtes dynamisches Dehnen, um sie für die Weitsprunglandung genügend vorzubereiten. Ein intensives statisches Dehnen würde in der kurzen Zeit ohnehin nicht viel an Dehnfähigkeit bringen, dazu bedarf es einer längeren Trainingsperiode.
Und nebenbei: Eine meist nur kurz anhaltende Abnahme des Muskeltonus durch Dehnen tritt zwar auf, diese hat aber keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit.

danke ! mir ist aber folgndes aufgefallen. immer wenn ich in die dehnposition für die landephase beim sprung gehe, merke ich wie zu beginn des beweglichkeitstrainings nicht sehr beweglich bin, ich kann z.b. ein bein nicht so gut senkrecht in die luft strecken wenn ich liege, während das andere gestreckt auf den boden ist. wenn ich diees position aber 2-3 mal halte für 20 sekunden, kann ich es schließlich komplett strecken, sodass es für eine landung optimal wäre ! sollte ich trotzdem auf intensives statisches dehnen verzichten morgen ? jeztz muss ich quasi entscheiden zwischen mehr cm bei der landung oder möglichen weitenverlust durch schnellkrafteinbußen^^

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@Dino111

Es ist völlig normal, dass die Bewegungsreichweite im Laufe einer Trainingseinheit „Beweglichkeit“ zunehmend besser wird. Das liegt daran, dass der Körper sich an den Dehnungsreiz gewöhnt und zunehmend stärkere Dehnungsspannungen toleriert. Bei dem nächsten Beweglichkeitstraining scheint man dann wieder von vorn anzufangen. Dies täuscht jedoch! Statt dessen verschiebt man von Trainingseinheit zu Trainingseinheit die Ausgangs- und Endstellung unmerklich weiter, bis man nach mehreren Wochen den Fortschritt deutlich erkennt.
Ich kann aus deiner Übungsbeschreibung nicht klar erkennen, ob es sich hier wirklich um ein intensives Dehnen (=maximale Reizintensität) handelt. Man spricht dann von intensivem Dehnen, wenn das im gedehnten Muskel auftretende Dehnungs-(Spannungs-)gefühl gerade noch zu ertragen ist. Ist die Dehnungsspannung gut über längere Zeit (mehr als 20 s) zu ertragen, handelt es sich um einen submaximalen Dehnungsreiz. Dieser ist durchaus in der Lage, die für den Wettkampf nötige Beweglichkeit zu erreichen, hat aber nicht die negativen Auswirkungen auf die Explosivität. Also: submaximales Dehnen der hinteren Oberschenkelmuskeln in der Aufwärmphase sollte deine Landehaltung ausreichend vorbereiten ohne Schnellkrafteinbußen befürchten zu müssen.

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@wiprodo

ich mache dann regelmäßig submaximales dehnen. ich dachte immer dass ein dehnungsreiz der sehr starke schmerzen verursacht nicht erreicht werden sollte in einer übung, da u.a. die verletzungsgefahr zu hoch sei ?

nochmals danke, das hat mir sehr viel geholfen!

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@Dino111

Ich hoffe, dass du mich nicht falsch verstanden hast! Ein Dehnen, dass "sehr starke Schmerzen" im gedehnten Muskel erzeugt, gehört zum Dehnen mit supramaximaler Intensität und ist in jedem Fall zu vermeiden. Ein maximales Dehnen erzeugt ein intensives Gefühl der Dehnungsspannung, das aber noch nicht als Schmerz zu bezeichnen ist. Leider ist diese Abgrenzung stark von der Einschätzung des Einzelnen abhängig, was als Schmerz zu bezeichnen ist und was nicht.

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Ballett - effektiver Ergänzungssport zur Leichtathletik ?

Hallo,

ich betreibe seit einiger Zeit Leichtathletik im Verein und bin stetig dabei, mich zu verbessern, gehe inzwischen mehrmals die Woche zum Training.

Da ich jedoch noch nicht so lange dabei bin, ist meine Lauftechnik und Koordination denkbar sehr schlecht (verglichen mit den anderen, die schon Jahre dabei sind).

Auch meine Technik beim Hürdenlauf (etc. ...) lässt zu wünschen übrig, und obwohl wir uns beim Training natürlich auch dehnen, habe ich das Gefühl, dadurch allein nie die nötige Grundlage für eine gute Technik zu bekommen, da mein Körper einfach nicht "gelenkig" bzw. "flexibel" genug ist und ich auch das Gefühl habe, nicht wirklich meine Bewegungen (vorallem mit den Beiden) kontrollieren zu können.

Nun habe ich mir überlegt, als eine Art "Ergänzungssport", mit dem Ballett zu beginnen. Einige andere aus meinem Verein machen das auch, allerdings als 2. Leistungssport, oder sie betreiben Cheerleading. Ich würde allerdings als kompletter Anfänger mit Erwachsenen auf Nicht-Leistungsebene mit dem Ballet beginnen.

Zusammenfassend lautet meine Frage an euch, ob ihr glaubt, dass der Beginn mit dem Ballett mir helfen könnte, die "Grundlagen" für die Leichtathletik bei mir zu verbessern, also z.B. Koordination und Beweglichkeit.

Hat jemand vielleicht selber schon Erfahrungen damit gemacht?

Sind meine Vermutungen vielleicht völliger Unfug?

Oder kennt ihr vielleicht einen viel besseren Ergänzungssport, um in der Leichtathletik besser zu werden? Bin offen für alle Sportarten :)

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Als Zusatzinformation: Ich bin 15 Jahre alt und weiblich.

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Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten & die Zeit die ihr euch nehmt :)

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Training der ersten 3 Schritte (Antritt?)

Hallo, ich habe auch mal wieder eine Frage. ;-)

Wie kann ich effektiv die ersten 3 Schritte (aus Stand, leichten Lauf) nach z.B. einem Nullkontakt im Handball trainieren (Nullkontakt = gleichzeitiges Berühren des Bodens mit beiden Füßen --> fast Stillstand)? Ich habe zwar einen guten Antritt, aber natürlich kann ich mich noch verbessern. Beim allg. Sprinttraining 30-40m wird die Beschleunigung und Sprintgeschwindigkeit trainert, wenn ich das richtig verstanden habe. Kurze schnelle Schritte, wiederholen der Vorganges "Nullkontakt" mit anschließendem Abbruch nach links/recht und Sprint, usw. trainieren dies sicherlich mit.. Aber gibt es Übungsweisen und Übungen für schnelle 3 Schritte? Beim Handball werden ja größere 3 Schritte benutzt, als beim Sprint, die Technik ist als nicht gleich. Deshalb auch meine Zweifel.

Ziel ist also 3 rel. große schnelle Schritte zu absolvieren, was bei diesen Übungen nur indirekt durch allg. verbesserung der Schnellkraft/Beinmuskulatur erzielt wird. Also keine sinnlose 1.000-ste Frage. :-)

Im erwärmten Zustand und (bei Handballtraining) 1-2x die Woche zu trainieren ist klar, aber wie sieht es mit dem Dehnen aus? Macht es Sinn zwischen den Serien dynamisch zu "strechten" und/oder nach dem Training 10min die Beine und den Rumpf dehnt? Sollte ich auch seitliche Sprints durchführen (schnelle Site-steps, schnelle kleine Schritte zur Seite, Slalom-Sprints?)

(Rumpfdehnen mit der Berühmten Übung zur Seite und nach vorne beugen?)

Viiielen dank schonmal! Liebe Grüße, SportGeilBall! :-)

P.s.: Ideen hätte ich schon für solche schnelle 3 Schritte, aber sicherlich rel. unprofessionell. :)

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Wasm sind Bewegungsprobleme beim Salto vw. im Turnen aus Schülersicht?

Hallo Sportler. Ich quäle mich seit ein paar Wochen mit einer Turnklausur herum. Ich hoffe ihr könnt mir helfen: Wir sollten uns eine Fertigkeit aussuchen. Ich habe mir einen Salto vom kleinen Minitrampolin ausgesucht. Wir hatten in einer Gerätekomibination folgende Übung: von einem großen Kasten aufs Trampolin springen und dann einen Salto auf WBM Turnen. Nun soll ich folgende Aufgabe bearbeiten:

"Nennen Sie alle Bewegungsprobleme aus Schülersicht, die beim Turnen der Fertigkeit auftreten können? Bennen Sie diese in zeitlicher Abfolge und begründen sie kurz, warum es hier zu Problemen kommt, wenn es nicht richtig oder gar nicht ausgeführt wird."

Was versteht ihr genau unter einem Bewegungsproblem? Ich habe mir folgende Antworten überlegt:

  • Wie springe ich richtig in das Trampolin hinein um eine ausreichende Sprunghöhe zu erzielen? (Wenn keine ausreichende Sprunghöhe erreicht wird, bleibt nicht genügend Zeit um den Salto zu turnen und der TU kann sich nicht einmal um die Körperbreitenachse drehen.)
  • In welcher Körperlage muss ich vom Trampolin abspringen um den Salto einzuleiten? (Wenn der TU nicht in leichter Vorlage abspringt, erzielt er statt eines exzentrischen Kraftstoßes, einen konzentrischen Kraftstoss und springt damit auf der Stelle in die Höhe, kann keine Drehung einleiten und würde wieder auf dem Trampolin landen.(
  • Was muss ich mit meinen Armen und Beinen nach dem Absprung machen? (Wenn der TU die Bewegung nicht richtig steuern kann, kann er die Rotation nicht beeinflussen)
  • Wie und woran kann ich mich im Sprung orientieren? (Fehlt dem TU ein Orientierungspunkt weiß er z.B. nicht, wann er die Landung einleiten soll.)
  • Wann und Wie kann ich die Landung vorbereiten? (Wenn er die Landung nicht richtig vorbereitet und seinen Körper zu spät öffnet, wird er nach vorne überrotieren und auf die Matte fallen.)
  • Wie kann ich eine Überrotation verhindern? (Wenn er überrotiert, dann landet er mit der Nase auf der Matte.)
  • Was muss ich machen um nach dem Salto wieder sicher auf den Beinen zustehen? ( Wenn der TU nicht weiß, wie er sich bei der Landung verhalten soll, wird er in den Beinen einknicken.)

Könnt ihr mir helfen? Ist das so richtig? Habe ich was vergessen? Sind das überhaupt Bewegungsprobleme?

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