Frage zu Muskelfasertypen

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2 Antworten

Suchbegriff (Muskelfasertypen) im Netz eingeben und man erhält die Antwort!

zB hier-->http://www.sportunterricht.de/lksport/fasertyp1.html

Gruss S.

Setpoint 31.10.2014, 15:56

Hier eine grobe Aufteilung der Fasereigensch. u. deren Aufteilung.

ST-Fasern...sind

-langsam kontrahierend -besitzen wenig Kraft pro Kontraktion -sind ermüdungsresistent -besitzen kleine Motoneurone,mot-Endplatten und eine niedrige Reizschwelle -enthalten sehr viele Mitochondrien,Myoglobin,Kapillaren aber wenig Phosphagene -Myosin-ATP-ase...gering -speichern viel Fett und Kohlenhydrate -mit hochaktiven Enzymen des aeroben Stoffwechsels ausgestattet -Lactatbildung ist niedrig

FTO -Fasern sind im V erhältnis zu ST -schnell kontr. -kräftige Kontraktion -ermüdbar -besitzen grosse Motoneurone,grössere Endplatten und eine höhere Reizschwelle -besitzen viele Mitochondrien u. Kappillaren mäßig Myoglobin -viele Phophagene eine hohe Myosin und ATP-Aktivität -speichern viele KH aber weniger Fettoxidation und sind mit Enzymen des aeroben/aneroben Stoffwechsels ausgestatett. -mittlere Laktatbildung

FTG-Fasern -sind sehr schnell kontrahierend...entfalten sehr viel Kraft pro Kontraktion -sind schnell ermüdent -besitzen grosse motorische Endplatten und haben eine hohe Reizschwelle -wenig Mitochondrien,Myoglobin,Kapillaren -sehr viele Phosphagene und eine sehr hohe Myosin-ATP-ase Aktivität -speichern sehr viele KH und die Enzyme des anaeroben Stoffwechsels sind vorhanden... -hohe Laktatbildung -sehr hoher KP Gehalt

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  1. Kontraktionszeit: Dies ist die Zeitspanne, die das Sarkomer benötigt, um vom Ruhezustand zum maximal kontrahierten Zustand zu gelangen. Diese Eigenschaft ist bedeutsam für die Startkraft und die Schnellkraft eines Muskels:
    Typ I: 0,14 s
    Typ IIA: 0,01 s
    Typ IIX (bzw. Typ IID): 0,06 s

  2. Verkürzungsgeschwindigkeit: Dies ist die Geschwindigkeit, mit der die Aktin- und Myosinfilamente innerhalb des Sarkomers in völlig entlastetem Zustand aneinander vorbeigleiten. Mit zunehmender Last verringert sich die Geschwindigkeit gemäß der HILLschen Beziehung:
    Typ I: 0,1 m/s
    Typ IIA: 0,3 m/s
    Typ IIX (bzw. Typ IID): 0,9 m/s

  3. Entladungsverhalten: Bedingt dadurch, dass die unterschiedlichen Fasertypen durch unterschiedliche motorische Nervenzellen innerviert werden, zeigen sie entsprechend unterschiedliche elektrische Entladungsfrequenzen während der Kontraktion:
    Typ I: 5 – 25 Hz
    Typ IIA: 50 – 70 Hz
    Typ IIX (bzw. Typ IID): ~ 100 Hz

  4. Energiegewinnung: Anhängig davon, aus welchen Ressourcen die Fasertypen die Energie gewinnen, lassen sie sich in oxidative (O) oder glykolytische (G) Fasern bzw. in entsprechende Mischformen (OG) einteilen. Dabei sind die Typ I-Fasern nahezu ausschließlich oxidativ (Energiegewinnung vorwiegend aus der Fettsäurenverbrennung, deshalb ermüdungsresistent) und die Typ IIX-Fasern hauptsächlich glykolytisch (Energiegewinnung aus Glukosespaltung, deshalb bei maximaler Innervation schnell ermüdend weil hoher ATP-Verbrauch). In den Typ IIA-Fasern herrschen beide Formen der Energiegewinnung vor. Allerdings können die Typ II-Fasern trainingsbedingt den Schwerpunkt der Energiegewinnung verschieben (= „Fasertypumwandlung“).

  5. Kontraktionsverhalten: Bedingt durch die mechanischen (Punkt 1. – 2) und metabolischen (Punkt 4.) Charakteristika sowie durch die Innervation seitens der Motoneurone (motorische Nervenzellen) zeigen die Fasertypen ein unterschiedliches Kontraktionsverhalten. Die Typ I-Fasern neigen zu lang anhaltenden Dauerkontraktionen („rampenförmige“ Kontraktionen), die Typ IIX-Fasern zu kurzen impulsartigen Kontraktionen („ballistische“ Kontraktionen).

wiprodo 01.11.2014, 11:20

Achtung Tippfehler! Unter Punkt 1 muss es lauten:
Typ I: 0,14 s
Typ IIA: 0,1 s
Typ IIX (bzw. Typ IID): 0,06 s

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