Ergibt es Sinn sich ein zweites Rennrad anzuschaffen?

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Es ist nicht ungewöhnlich, zwei Rennräder zu besitzen, ich habe selbst mehrere, weil ich Radsport als Leistungssport betreibe und habe schon allein deshalb zwei, um im Rennen im Fall einer größeren Panne noch ein Reserverad zu haben. Außerdem habe ich noch ein Zeitfahrrad und ein Cross-Rad. Ich betreibe Radsport aber ernsthaft als Wettkampfsport, was meinen "Fuhrpark" gewissermaßen rechtfertigt.

In den meisten Fällen wird für einen Hobbyfahrer ein einziges Rennrad ausreichen und in Deinem Fall zweifele ich daran, dass Du günstiger wegkommst, wenn Du Dir ein zweites Rennrad zulegst und Dir dafür den Umbau sparst. Ein neues Rennrad kostet je nach Ausstattung mindestens 1.000 Euro, wenn Du ein sehr preisgünstiges nimmst.

Zwar erfordert der Umbau von Dreifach auf Zweifach-Compact eine neue Kurbel, da aber bei den modernen Varianten das Innenlager Teil des Systems ist, musst Du dieses nicht mehr extra kaufen. Dafür sind noch Lagerschalen für 30 Euro fällig. Außerdem kannst Du in der Regel den Umwerfer und den linken Schalt-Bremshebel weiter verwenden, da hier nur eine Anpassung bei der Begrenzung des Hebelweges vorgenommen werden muss. Eventuell ist noch ein neues Schaltwerk fällig. Wenn man berücksichtigt, dass diese Umbauten maximal in einer Werkstattstunde erledigt sind, dürfte das auf jeden Fall finanziell weniger aufwändig sein, als ein neues Rennrad.

Einen genauen Preis kann ich Dir natürlich nicht nennen, weil es von den verwendeten Kompenenten abhängt. Einfache Compact-Kurbeln kosten um die 100 Euro, für eine Spitzenkurbel aus Carbon, etwa die Campagnolo "Super Record" musst Du 600 Euro hinblättern. Dazwischen hast Du die volle Bandbreite.

Somit wird es eine Rechenaufgabe sein. Aber wenn Du unbedingt ein zweites Rennrad haben möchtest, hast Du natürlich insgesamt weniger Verschleiß in der gleichen Zeit pro Rad, außerdem kannst Du etwa ein Rad im Sommer und das andere in der kalten Jahreszeit, etwa als "Winterrad" fahren, was auch Vorteile bringt.

Diese beiden Rennradvarianten haben beide eine Daseinsberechtigung, und letztendlich ist es Frage des persönlichen Anspruches und vor allem des Geldbeutels. es durchaus üblich zwei Rennräder zu besitzen, aber das rentiert sich eben nur für den engagierten Rennradfahrer.

Das muß nicht unormal sein, sondern liegt letztlich in deinem Ermessen. Ich als Hobbiefahrer habe auch 2 Rennräder. Eins für den Schlechtwetter / Wintergebrauch mit Schutzblechen und ein gutes für die sonnigen Tage. Wenn du dir dies leisten kannst und darin eine Zweckmessigkeit für dich siehst...warum dann nicht.

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