Bin Mountainbike- Anfängerin und suche geeignetes Bike!?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zunächst einmal ist die Marke zweitrangig. Es kommt vielmehr auf die Ausstattung an und hier bedienen sich nahezu alle Hersteller derselben Baukästen der Komponentenhersteller, etwa Shimano, SRAM, Ritchey usw. Auch die Laufräder stammen oft von Herstellern wie Mavic, Shimano oder DT Swiss.

Viel wichtiger ist zunächst die passende Größe. Einen Tipp dazu, wie Du sie ermitteln kannst, habe ich vor einiger Zeit in einem Tipp geschrieben, den Du hier finden kannst.

http://www.sportlerfrage.net/tipp/rahmengroesse-bei-rennrad-und-mtb-ermitteln

Wenn Du Deine Größe gefunden hast (und diese auch nach einer Probefahrt für "gut" empfunden hast), kannst Du Dir Gedanken über den Typ machen.

Da stellt sich etwa die Frage, ob es sich um ein nicht gefedertes, ein Vorderradgefedertes (Hardtail) oder um ein vollgefedertes Rad handeln soll.

Ein vollgefederter Rahmen ist zwar sehr komfortabel, aber dafür schwerer als alle anderen Rahmentypen. Das Gewicht musst Du mit Deiner Kraft antreiben, auch bergan. Außerdem kann ein Teil der Trittenergie durch die Federung verloren gehen, es sei denn, die Dämpfer werden arretiert (per Hebel oder automatisch mit Trägheitsventil). Somit lohnt ich ein vollgefederter Rahmen eigentlich nur für diejenigen, die gerne und oft offroad unbefestigte, holprige Wege nehmen.

Ein ungefederter Rahmen ist durch die fehlende Federung gut kontrollierbar und leicht, aber abseits der glatten asphaltierten Straße mitunter recht unangenehm.

Ein Hardtail ist dagegen mit einer Federgabel ausgestattet, die die Stöße vom Vorderrad abfedert. Das ist für die meisten der beste Kompromiss, um sowohl im leichten Gelände als auch auf der glatten Straße zu fahren. Auch hinsichtlich des Gewichts bietet ein Hardtail einen guten Kompromiss, da es sich im Schnitt zwischen ungefedert und voll gefedert bewegt. Gut wäre es, wenn die Gabeldämpfung per Hebel ausgeschaltet werden könnte, da man sonst auf glatter Straße, wo keine Federung erforderlich ist, durch das Wippen beim Treten Energie verliert.

Zur Marke und zum Rad selbst: Unterschiede gibt es bei der Zusammenstellung und beim Rahmen und da sollte man tatsächlich auf bekanntere Marken setzen, da diese meistens auch bessere Service-Leistungen bieten, falls es zu Problemen kommen sollte, etwa Rahmenbrüche oder andere Schäden.

Mit "Drössiger" selbst habe ich bislang keine Erfahrungen gemacht, vom "Hörensagen" her, habe ich die Erkenntnis, dass es sich offensichtlich um eine etablierte Marke handelt.

Wichtig ist grundsätzlich, darauf zu achten, dass die Komponenten möglichst sortenrein verbaut werden. Bei manchen Modellen handelt es sich um Mogelpackungen. Das prominent platzierte Schaltwerk und die Hebel sind etwa Markenware der oben genannten Hersteller, wogegen die weniger gut einsehbaren Teile wie Innenlager (was heute aber integraler Bestandteil der Kurbel ist), Bremsarme oder Naben durch billige No-Name-Teile ersetzt werden. Manchmal wird auch eine billige Seilzug-Scheibenbremse als Blickfang eingebaut (Hinterrad konventionell) Also Vorsicht!

Für die von Dir genannten 1.000 Euro bekommst Du schon ein ordentliches Modell, erst recht für eine Anfängerin. Das ist ein guter Etat. Für diesen Preis solltest Du ein gutes Rad mit vernünftiger Ausstattung bekommen, etwa mit der Shimano LX oder gar XT-Gruppe. Es handelt sich hierbei um die dritt- bzw. zweitbeste Gruppe in der Hierarchie des Herstellers. Auch die "Deore"-Gruppe, die unterhalb der LX angesiedelt ist, ist nicht schlecht, aber bei dem anvisierten Preis dürfte schon eine LX-Gruppe drin sein. Mehr dazu unter dem Link, den ich weiter unten poste, da nur einer pro Antwort erlaubt ist. Da habe ich zu einer anderen Frage einen Hinweis auf die unterschiedlichen MTB-Gruppen von Shimano gegeben.

Ansonsten solltest Du noch Geld für andere Dinge einplanen, etwa Kleidung, einen Helm und Pedale, da diese üblicherweise nicht dabei sind bzw. nur normale "Bärentatzen" (ganz normale Pedale ohne Klickmechanismus). Natürlich sind die entsprechenden Schuhe ebenfalls erforderlich.

Hier solltest Du Dir Gedanken machen, ob Du dann auch mit den Klickpedalen anfängst, sofern Du nicht schon Erfahrung mit ihnen im Fitnessstudio beim Spinning gemacht hast. Diese Pedale machen den Tritt erst richtig effizient, erfordern anfangs aber etwas Übung. Empfehlenswert sind sie aber auf jeden Fall.

Hey pooky!
Alles klar, hab mir das mal ausgedruckt und werds jetzt genau studieren ;)
Vielen Dank für deine Hilfe, wenn ich noch fragen habe melde ich mich ok?
Lg BikeLady

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In den anderen sehr fundierten Antworten ist eigentlich schon das Wichtigste gesagt - insbesondere den Hinweis, dass man auch fürs (teure) Zubehör Budget kalkulieren musst, kann ich nur unterstreichen.
Da ich vor ein paar Monaten aber vor genau der gleichen Entscheidung stand wie du (Einsteiger-Bike für ca. 1000€), folgendes doch noch als (subjektiver) Erfahrungstipp: Kauf dir auf jeden Fall ein Fully, d.h. ein Rad mit einer Federung hinten. Es stimmt zwar, dass man für 1000€ ein von den Komponenten her besser ausgestattetes und leichteres Hardtail bekommt - aber meiner Erfahrung nach will man schon nach den ersten Ausflügen ins leichte Gelände den Komfort einer Hinterradfederung auf keinen Fall mehr missen. Von Drössiger gibt's Fullys ab ca. 1200 € (kenne die Marke so wie Pooky auch nur indirekt, scheint aber ein guter Hersteller zu sein); Cube bietet als Einsteiger-Fully im gleichen Preissegment das "XMS" an. Falls du etwas Geld sparen oder fürs gleiche Geld bessere Komponenten bekommen willst, kannst du dir im Internet auch mal das Nerve XC 4 von Canyon anschauen (http://www.canyon.com/mountainbikes/bike.html?b=792). Canyon ist ein Direktversender mit einem derart guten Ruf, dass man sich leider auf längere Wartezeiten bei der Bestellung einstellen muss - aber vom Preis-/Leistungsverhältnis her ist Canyon kaum zu schlagen.

Hey cool :)
und du hast dich für ein Fully entschieden?... ich weiß nicht ob ich das wirklich brauche, bin hin und hergerissen... eigentlich dachte ich bis jetzt mir reicht ein nur-vorne-gefedertes Bike...

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@BikeLady

Das Fully ist hilfreich, wenn es ueber holprige Wege geht. Zum Bergabfahren braucht man es nicht, solange es nicht mindestens 140 mm Federweg hat. Wege, die ein solches Rad erfordern wirst Du aber als Anfaengerin nicht befahren, weil Du vermutlich zu viel Angst haben wirst. Das fuehlt sich naemlich mehr wie Fallen als wie Fahren an.

Ich wuerde nach wie vor von einem Fully abraten, es sei denn, Du willst sehr lange Strecken fahren oder sehr holperige Untergruende befahren. Wer staendig ueber Wurzeltrails faehrt, ist mit einem Fully gut beraten. Auf Schotterwegen ist es der totale Overkill.

Ausserdem sei angemerkt, dass es Leute gibt, die mit einer Hinterbaufederung nicht klar kommen. Es ist naemlich eine ganz andere Fahrtechnik erforderlich, weil sich das Rad etwas schwammig anfuelt. Wer viel im Stehen faehrt, hat an einem Fully keinen Spass. Umgekehrt: Wer den A... nicht hochkriegt, liegt mit einem Hardtail staendig auf der Fresse. Es gibt also auch Leute, die Hardtails generell nicht moegen.

Setzt dich mal auf beides drauf (und fahr' auch relevante Strecken damit!), schildere dem Haendler, wo Du entlang fahren moechtest und was Deine sportlichen Ambitionen sind. Dann kann man nur hoffen, dass er Dir keinen Kaese verkauft.

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@BikeLady

Hi - ich hab mir nach einigem Hin und Her tatsächlich ein Fully gekauft (das XMS von Cube http://www.adrenalin.info/online-shop/mountainbike-guenstig-billig-cube-versand/fullys/produkte/startseite/cube-xms-2009.html, da gab's bei meinem Händler ein 2008er-Bike mit 09er-Ausstattung für 999€) und komm damit auch sehr gut zurecht (hatte vorher ein Hardtail, mit dem ich aber nicht wirklich oft ins Gelände gefahren bin). Meine (persönliche) Erfahrung ist halt: wenn man ein schön gefedertes Bike hat, dann fährt man damit auch öfter und mit viel mehr Spaß im holprigen Gelände.

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Die Erklärung von Pooky und Tom in allen Ehren. Sehr gut erklärt, aber für einen Laien vielleicht etwas erschlagend. Am wichtigsten ist erstmal zu wissen, was denn deine angesprochenen Bedürfnisse sind. Hier hast du leider nichts zu geschrieben. Ich kenne MTB Fahrer die überwiegend nur auf der Strasse fahren. Die Beanspruchung auf der Strasse ist schon geringer als im Gelände. Hier kannst du gegenüber dem Gelände schon diverse Ansprüche an das Rad herunterschrauben. Da solltest du dir also erstmal klar werden wie das Rad eingesetzt werden soll. Darüber mußt du auch ein Feeling für das Rad bekommen. Der Sitz und Fahrkomfort sollte für dich schon optimal sein und das kannst du nur vor Ort feststellen. Auch das Federverhalten eines MTB ist nicht jeder Manns/Frau Sache. Her muß individuell geklärt sein ob das Rad Voll oder nur teilgefedert sein soll. Von daher rate ich dir einfach dich von einem guten Fahrradhändler beraten zu lassen und das Rad welches deinem Geschmack entspricht auch mal Probe zu fahren. Was die von Pooky schon angesprochene Wertigkeit der Komponenten betrifft, da bist du als Laie der sich mit den einzelnen Produkten nicht auskennt leider dem ausgesetzt was der Händler dir sagt. Ein seriöuser Händler wird dich hier gut und fair beraten. Für 1000 Euro kannst du in der Regel schon ein solides und gutes Einsteiger MTB erwarten wovon du auch lange etwas hast. Wenn dich das MTB Fieber packen sollte wirst du dich hier über Kurz oder Lang dann wahrscheinlich eh eines anderen Equipments bedienen.

Hallo Jürgen,
...erschlagen wäre übertrieben, aber pooky hat schon seeeehr viel geschrieben! Ich finde das aber gut, weil das hilft mir echt weiter!!! Das ist echt ein tolles Forum :)
Ich möchte schon auch mal in die Berge fahren (wohne am Alpenrand), also nicht nur auf Teerstraßen! Aber so wie ich das jetzt mitbekommen habe, reicht mir eine Federgabel vorne, ein vollgefedertes Rad brauche ich glaube ich nicht... oder?

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@BikeLady

Willst Du in den Bergen Schotterwege befahren oder wurzelige, verblockte Trails, auf denen selbst Wanderer aufpassen muessen, wohin sie treten? In letzterem Fall kauf' bitte ein All-Mountain-Fully (ca. 140 mm Federweg vorne und hinten). Willst Du auf guten Wegen bleiben und nur gelegentlich wilde Sachen machen, dann bist Du mit einem Hardtail besser beraten. Das Kilo, was das Fully mehr wiegt, merkst Du naemlich bergauf ganz gehoerig.

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