Bewegungssteuerung

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

  1. Ausgangspunkt: bewusster Anstoß der Bewegung: Bewegungsidee oder komplette Bewegungsvorstellung (Areal der Großhirnrinde: supplementäres motorisches Areal), neuronales Korrelat: Bewegungsentwurf. Weiter geht es ohne Beteiligung des Bewusstseins (2-7, s. auch Bild).-->
  2. Neuronale Kaskade a) zu den Basalganglien (= Basis des Großhirns: Koordination des erbmotorischen Abteils der Bewegung) und b) zu den Kleinhirnhemisphären (Koordination des erwerbmotorischer Abteils der Bewegung).-->
  3. Programmteile zurück über Thalamus zur Großhirnrinde: „Primärmotorische Rinde auf der vorderen Zentralwindung. Zusammensetzung der Programmteile und letzte Kurskorrektur.-->
  4. Auf dem Wege über die „Pyramidenbahn“ zu den Alpha.Motoneuronen im Rückenmark und von dort in die Muskulatur.-->
  5. Bewegungsablauf.-->
  6. Aufnahme (Rezeption) der durch die Bewegung erzielten Umwelt- und Innenweltänderungen durch die Sinnesorgane (vorwiegen Propriozeption, visuelle und vestibuläre Rezeption).-->
  7. Rückmeldung auf dem Weg über den Thalamus zum Großhirn, zu den diversen sinnesspezifischen Rindenarealen.-->
  8. Verknüpfung der Informationen zum ersten bewussten Phänomen: Wahrnehmung der Bewegung. Im supplementären motorischen Areal (s.o.) Vergleich der Bewegungswahrnehmung mit der (gespeicherten) Bewegungsvorstellung.
    Abweichungen können bei der neuerlichen Bildung der Bewegungsvorstellung berücksichtigt werden.

Diese Aufstellung kann das komplexe Geschehen nur grob wiedergeben. Notfalls googlen mit den Begriffen Bewegungssteuerung, Bewegungsvorstellung und/oder Bewegungswahrnehmung!

Bewegungssteuerung - (Funktion, bewegungssteuerung)
sommersonne 28.10.2012, 14:21

Danke!! Aber muss man zuerst einen bewussten Anstoß liefern? Wie funktioniert es sonst mit Reflexen? Wird ein Reiz erst durch die Sinnesorgane aufgenommen, oder nur mit ihnen kontrolliert, ob die Bewegung auch so ausgeführt wird, wie geplant?

Danke

0

Was möchtest Du wissen?