Bekommt man Seitenstechen beim Joggen wenn man nur durch den Mund atmet?

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Seitenstechen liegt meist an der Atmung. Viele angehende Hobbysportler vergessen am Anfang richtig einzuatmen, sie halten die Luft nur im Mund- und Rachenbereich (vor allem beim Schwimmen aus Angst vorm Wasser schlucken) und atmen sofort wieder aus - ein "hecheln" (das soll kein Vergleich mit dem Hund sein, aber mit fällt kein anderer Begriff dafür ein). Gegen Seitenstechen hilft ein bewußtes, tiefes Einatmen mit Unterstützung von Brust und Bauch - kurz wirken lassen und nach einigen Sekunden mit einem langsamen Ausatmen beginnen. Bei Chi Gong wird zum Beispiel das Atmen mit dem Heben und Senken der Arme vor dem Körper unterstützt und bewußter gemacht, da wird keiner rauf und runter schlagen, sondern sich langsam und rund bewegen und dazu Ein- und Ausatmen. Probier es mit deinem Bruder aus, indem Du das Tempo zum Atmen vorgibst und eventuell mit einem Arm anzeigst, er soll sich nur auf das Einatmen konzentrieren.

super, danke für die Antwort

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Die Mundatmung an sich ist meiner Meinung nach nicht das Problem, ich atme auch durch den Mund. Eher zu hohes Tempo und unregelmäßige Atmung, wie hier bereits erwähnt. Ich würde auch raten, das Tempo erstmal zu reduzieren und ganz bewusst auf eine gleichmäßige Atmung zu achten.

Seitenstiche kommen vom Zwerchfell. Das Zwerchfell ist ein Muskel der mit an der Atmung beteiligt ist. Je starker und tiefer die Atmung ist desto mehr arbeitet auch das Zwerchfell. Bei einer ungewohnt hohen Belastung oder einer falschen Atemtechnik kann es vorkommen das das Zwerchfell eine Sauerstoffunterversorgung erfährt worauf hin es sich verkrampft, was sich letztlich dann in den Seitenstichen bemerkbar macht. Da dein Bruder erst seit kurzen joggt kann es sein das seine Belastung hier am Anfang zu hoch ist oder er nicht gleichmäßig Ein und Aus atmet. Auch das Zwerchfell muß sich an eine ungewohnte Belastung gewöhnen. Je trainierter ein Mensch ist desto mehr kann sich auch das Zwerchfell auf die verstärkte Arbeit einrichten.

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