Bauchmuskeltraining in der Schwangerschaft?

3 Antworten

Allzu lange wird das nicht gehen, denn wenn der Bauch sich so allmählich wölbt wirst Du bemerken, dass sich die vorderen geraden Muskeln "trennen" um dem zunehmenden Bauch Platz zu machen. Dann geht das gar nicht mehr so gut, weil die Kraft fehlt. Solange Du Dich wohlfühlst und keine ruckartigen Bewegungen machst schadet das dem Baby nicht.

Mir haben sowohl Hebammen als auch Ärzte von einem gezielten Bauchmuskeltraining in der Schwangerschaft generell abgeraten. Ich habe auch recht bald bemerkt, dass alles, was die Bauchmuskeln direkt beansprucht, ziemlich unangenehm ist und habe es frewillig gelassen. Man kann und soll ruhig weiter Sport machen, aber eben kein gezieltes Training der Bauchmuskeln. Gerade Frauen mit sehr trainierter Bauchmuskulatur neigen zu vorzeitigen Wehen. Auch die Geburt kann durch eine zu straffe Bauchmuskulatur erschwert werden. Der Beeich soll in der Schwangerschaft locker werden. Nachher kann man dann wieder trainieren.

Gerade „Sit-ups" sollten ab der zweiten Schwangerschaftshälfte nicht mehr ausgeführt werden, da sie auf Dauer zu beschwerlich werden und Verletzungen zufolge haben können. „Die gerade Bauchmuskulatur sollte in der Schwangerschaft, spätestens ab der 20. Schwangerschaftswoche, möglichst nicht mehr trainiert werden, damit ein Auseinanderweichen der linken und rechten Muskelpartien nicht zusätzlich forciert wird", erläutert Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Ein leichtes Auseinandergehen der linken und rechten Bauchmuskelgruppen, die so genannte Rektusdiastese, ist insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft üblich, um dem Ungeborenen mehr Raum zu geben. Dabei bleibt eine sehnige Verbindung in der Mittellinie der Muskelgruppen bestehen. Werden die Muskeln links und rechts dieser Mittellinie jedoch zu stark trainiert, kann sich diese Verbindung überdehnen oder gar auseinander reißen", fügt der Präsident des BVF hinzu.

Besser ist es, während der Schwangerschaft die am Bauch schräg verlaufenden Muskelpartien zu trainieren und die Beckenmuskulatur in die Übungen mit einzubeziehen. Hierfür können behutsam „schräge Sit-ups" durchgeführt werden oder Übungen, bei denen abwechselnd die Beine angezogen werden und ein Bein immer am Boden verbleibt. „Wenn möglich, sollte spezielle Schwangerschaftsgymnastik unter fachlicher Anleitung absolviert werden, um ungünstige Bewegungsabläufe zu vermeiden" (Quelle: Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF))

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