Bänder stabilisieren, degenerierte Hüfte

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"Der Mensch ist ein Organismus, der sich an die Herausforderung der Umwelt anpasst". So besteht das Paradox: Sanftes Dehnen der Bänder führt auch dazu, dass die Bänder elastischer UND stärker werden. Destabilisierte Bänder sind wie "ausgeleierte" Gummi-Bänder. Gummi-Bänder können durch Dehnen natürlich nicht in ihrer Funktionalität verbessert werden. Der menschliche Körper dagegen ist anders. Man kann Reize setzen, die dazu führen, dass der Körper sich selbst heilt/regeneriert. Dazu gehört das im Yoga übliche sanfte Dehnen: Wenn man die Bänder sanft dehnt, gewinnen sie sowohl an Elastizität als auch an Stärke. Natürlich: Zur Stabilisierung der Gelenke ist die Stärkung der umliegenden Muskeln wichtiger als das Dehnen der Bänder. Deshalb legt man beim Yoga bei instabilen Gelenken sehr starken Wert darauf, dass die umliegenden Muskeln gestärkt werden. Also: Yoga stabilisiert hauptsächlich deshalb eine degenerierte Hüfte, weil es die umliegenden Muskeln stärkt. Es bedarf natürlich eines kompetenten Yogalehrers, der dafür geeignete Übungen empfiehlt. Und es gilt: Sanftes Dehnen ist, entgegen einer rein mechanistischen (falschen) Betrachtungsweise der Bänder als "lebloses Gewebe" durchaus hilfreich. Betonung: "sanft" (keine ruckartigen Bewegungen, kein starkes Dehnen). Ich jedenfalls habe in meiner Yogalehr-Tätigkeit schon viele Yoga Teilnehmer erlebt, die durch Yoga ihre Hüftgelenke stabilisiert haben.

Beim Dehnen werden die Bände der Gelenke in der Regel nicht gedehnt, sie sollen ja möglichst kurz bleiben um das Gelenk gut zu stabilisieren. Nur bei der Wirbelsäule bewirkt eine Mobilisierung auch ein Längen der Wirbelsäulenbänder, z.B. beim Katzenbuckel oder beim Hohlkreuz. Zur Frage: Stabilisierung der Bände durch Yoga: Leider Fehlanzeige.

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