Aufgabenorientiertes Training gestalten

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2 Antworten

Hallo, das ist wirklich ein sehr interessantes Thema! Ich denke man kann den Sportler in seiner Ausrichtung etwas lenken und unterstützen, aber seine Orientierung komplett zu ändern wird sehr sehr schwierig werden. Grundsätzlich sollte man im Training darauf achten, dass es nicht um ergebnisorientere Ziele geht (Zeiten, Weiten etc...) sondern dass man vor allem die individuelle Verbesserung hervorhebt. Man sollte den Sportler auch immer wieder nach seinem Handlungskonzept fragen: zB wie hast du dich während dieser Trainingsfahrt gefühlt? Was hast du in der und der Situation gemacht? Wie hast du reagiert als das und das aufgetreten ist... Aber wie gesagt, es ist keine leichte Aufgabe, aber wirklich ein sehr interessantes Thema :)

Eine Aufgabenorientierung ist mMn v.a. im Techniktraining von Bedeutung. Es geht darum Bewegungsabläufe mit allen Sinnen zu erfassen und zu automatisieren, anstatt nur mechanisch auszuführen. Talentierte Sportler machen das intuitiv. Weniger talentierte Sportler können es lernen, wenn sie fähig sind sich darauf einzulassen.

Wie huenchen schon schreibt, fragst du sie eben immer wieder danach wie sich der Bewegungsablauf anfühlt, welche Unterschiede sie wahrnehmen, ob besser/gleich/schlechter im Vergleich zu vorher, wie das Gleichgewichtsempfinden war, das Zeitempfinden etc. Viele Athleten sind gar nicht in der Lage zu artikulieren, was sie empfinden. Das ist ebenfalls ein Lernprozess. Du solltest nur vorsichtig dabei sein, den Athleten nicht die Worte in den Mund zu legen...

Der Leistungssport im allgemeinen (in den Ausdauerdisziplinen oder überall wo es um höher-schneller-weiter geht) wird immer ergebnisorientiert bleiben, denn das beste Wettkampfergebnis zählt - nicht die technisch perfekteste Ausführung.

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