Atemtechnik üben für das Tauchen: Ist das nicht Unsinn?

1 Antwort

Du hast genell Recht das die eingeatmete Luftmenge in Abhängigkeit vom Körpergewicht steht, da ein größerer und kräftigerer Mensch eine größere Sauerstoffmenge benötigt um seinen Körper optimal zu versorgen als eine leichte schlanke Person. Von daher ist der Verbrauch der Atemluft Personenabhängig. Unser Atmezyklus sieht normalerweise so aus, das wir 1/3 des Atemzyklus zum Einatmen benötigen, 2/3 gehören dem Ausatmungsvorgang der gepaart mit einer kurzen Pause ist. Atemvorgang = Einatmen, Ausatmen, Pause. Unter Wasser ändert sich urplötzlich dieses Atemverhalten. Hier ist der Atemzyklus dann Einatmen-Pause-Ausatmen. Dieser plötzlich geänderte Atemrhytmus scheint laut Psychologen ein instinktives Verhalten eins Tauchers zu sein, da er unter Wasser versucht sparsamer und bewußter zu atmen, weil seine Atmeluftzufuhr über die Flasche nur begrenzt ist. Diese Atmetechnik unterbricht jedoch den normal gewohnten Atmungsfluß und kann zu einem unnötigen vermehrten Sauerstoffverbrauch führen. Von daher gibt es einige Tauchlehrer die dementsprechend Atemkurse für das Tauchen anbieten, wobei die Erfahrung zeigt das selbst einige ganz erfahrene Taucher nicht in der Lage sein unter Wasser die Atemtechnik anzuwenden wie sie auch an Land vorherrscht. Hier scheinen also im Unterbewußtsein Vorgänge im Körper abzugehen die nur sehr schwer zu beeinflusen sind.

Hallo Juergen, super Antwort, merci!

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