Ab wann spricht man von gelenkig oder dehnbar

1 Antwort

„Gelenkig“ und „dehnbar“ ist etwas Unterschiedliches. Die Gelenkigkeit wird durch die knöcherne Umgebung der Gelenke sowie durch die Gelenkbänder bestimmt, die Dehnfähigkeit durch den Zustand dehnbarer Strukturen, insbesondere durch die Muskeln. Somit ist die Gelenkigkeit in der Regel nicht trainierbar, es sei denn, man würde seine Gelenkbänder, die ja eigentlich für die Stabilität der Gelenke sorgen sollen, durch extreme Dehnmaßnahmen malträtieren. Die Dehnfähigkeit der Muskeln lässt sich bekannter Maßen sehr wohl verbessern. Das hilft, die individuelle Gelenkigkeit voll auszuschöpfen. Eine gelenkige Person ist somit ein Mensch, der angeborener Maßen günstige Voraussetzungen mitbringt. Dies kann aber nicht nur von Person zu Person unterschiedlich sein, sondern bei ein und derselben Person auch zwischen den einzelnen Gelenken. Im Allgemeinen sind Frauen gelenkiger als Männer, weil ihre Knochenfortsätze an den Gelenken nicht so stark ausgeprägt sind. Auch Kinder und Jugendliche sind meistens gelenkiger als Erwachsene. Wie Sandro schon sagt, ist die Beurteilung der Dehnfähigkeit sportartabhängig. Dehnbarkeit und Gelenkigkeit zusammen ergeben die Beweglichkeit.

Sehr aufschlussreich, vielen Dank für deine Antwort!

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