Ab wann Spielt man Handball zu passiv und muss dem Gegner den Ball geben?

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2 Antworten

möchte noch anmerken,dass vor dem freiwurf des abwehrenden teams der schiedsrichter ein handzeicehn geben muss. das regelheft drückt dies so aus:

Allgemeine Hinweise Die Handhabung der Regelbestimmungen zum passiven Spiel verfolgt das Ziel, unattraktive Spielweisen bzw. gezielte Spielverzögerungen zu unterbinden. Voraussetzung ist, dass die Schiedsrichter über die gesamte Spielzeit hinweg passive Spielweisen einheitlich erkennen und beurteilen. Passive Spielweisen können in allen Spielphasen des Angriffs einer Mannschaft, d.h. in der Spielfeldüberbrückung, in der Aufbau- und Abschlussphase, entstehen. Vor allem in folgenden Spielsituationen können passive Spielweisen gehäuft auftreten: · knapper Spielstand vor allem gegen Spielende; · Unterzahl-Situationen (Hinausstellungen von Spielern); · Spielerische überlegenheit einer Mannschaft, besonders im Abwehrverhalten.

Anzeigen des Warnzeichens Das Anzeigen des Warnzeichens sollte besonders in folgenden Spielsituationen erfolgen:

  1. Warnzeichen bei langsamem Spielerwechsel bzw. langsamer Spielfeldüberbrückung Beobachtungskriterien sind besonders: · Warten auf Spielerwechsel im Mittelfeld; · Ein Spieler verzögert die Ausführung eines Freiwurfs (täuscht vor, den Ort der Ausführung nicht zu kennen), eines Anwurfs (Torwart gibt den Ball langsam heraus, es wird ein bewusst schlechter Pass zur Mitte gespielt oder es wird langsam mit dem Ball zur Mitte gegangen), eines Abwurfs oder Einwurfs, nachdem die Mannschaft bereits zuvor aufgefordert worden war, diese taktischen Verzögerungen zu unterlassen. · Prellen des Balls am Ort; · den Ball ohne Bedrängnis über die Mittellinie zurück in die eigene Hälfte spielen;

  2. Warnzeichen bei verspätetem Spielerwechsel in der Aufbauphase Beobachtungskriterien sind besonders: · alle Spieler haben ihre Angriffspositionen eingenommen; · die Mannschaft beginnt mit einem vorbereitenden Passspiel die Aufbauphase; · erst jetzt erfolgt ein Spielerwechsel dieser Mannschaft.

· Anmerkung: Eine Mannschaft, die aus der eigenen Hälfte heraus einen Gegenstoß spielt, diesen jedoch in der gegnerischen Hälfte nicht bis zum Herausspielen einer Wurfgelegenheit beenden kann, darf anschließend noch zügige Spielerwechsel vornehmen.

  1. Warnzeichen bei zu langen Aufbauphasen Grundsätzlich muss jeder angreifenden Mannschaft vor Beginn einer gezielten Angriffshandlung eine Aufbauphase mit einem vorbereitenden Passspiel zugestanden werden. Beobachtungskriterien für eine zu lange Aufbauphase sind: · dem Angriff gelingt keine gezielte Angriffshandlung; Anmerkung: · Eine gezielte Angriffshandlung liegt besonders dann vor, wenn die ballbesitzende Mannschaft taktische Angriffsmittel anwendet, einen räumlichen Bewegungsvorsprung gegenüber der Abwehr oder eine deutliche Temposteigerung im Vergleich zur vorbereitenden Aufbauphase erzielt. · häufige Ballannahmen im Stand oder in Rückwärtsbewegungen; · mehrfaches Prellen des Balls im Stand; · bei 1 gegen 1-Aktionen: frühzeitiges Abdrehen des Ballhalters, Warten auf Spielunterbrechungen durch die Schiedsrichter, kein räumlicher Vorteil des Ballhalters im Zweikampf; · Aktive Abwehrhandlungen: Aktive Spielweisen der Abwehr verhindern die Temposteigerung des Angriffs z.B. durch Versperren von Pass- und Laufwegen; · Ein besonderes Beobachtungskriterium für zu lange Aufbauphasen ist es, dass der angreifenden Mannschaft keine deutliche Temposteigerung zwischen einer Aufbau­ und Abschlussphase gelingt.

  2. Nach Anzeigen des Warnzeichens Nach Anzeigen des Warnzeichens sollte der ballbesitzenden Mannschaft eine Aufbauphase - die Schiedsrichter sollten hier das Leistungsniveau in unterschiedlichen Alters- und Spielklassen berücksichtigen - zugestanden wer-den. Gelingt nach dieser Aufbauphase kein deutlicher Tempowechsel und sind gezielte Angriffshandlungen nicht erkennbar, sollten die Schiedsrichter dann auf passives Spiel entscheiden.

Anmerkung: Während torgefährlicher Vorwärtsbewegungen oder Wurfansätzen des Ballhalters sollte kein passives Spiel geahndet werden.

Handhabung des Warnzeichens Erkennt ein Schiedsrichter (Feld- oder Torschiedsrichter) eine Entwicklung zu passivem Spiel, hebt er den Arm (Handzeichen 18) um anzuzeigen, dass ein gezieltes Herausspielen einer Torwurfgelegenheit nicht erkennbar ist. Der zweite Schiedsrichter sollte dieses Zeichen übernehmen. Das Handzeichen soll anzeigen, dass die ballbesitzende Mannschaft keinen Versuch unternimmt, eine Torgelegenheit zu erreichen, oder wiederholt die Spielfortsetzung verzögert. Das Handzeichen ist anzuzeigen bis: 1. der Angriff beendet ist oder 2. das Handzeichen nicht mehr gültig ist (siehe nachfolgende Hinweise). Unternimmt die ballbesitzende Mannschaft keinen erkennbaren Versuch, zum Torwurf zu gelangen, entscheidet einer der beiden Schiedsrichter auf passives Spiel. Ein Angriff beginnt mit dem Ballbesitz und endet mit einem Torerfolg oder Ballverlust. Das Vorwarnzeichen wird normalerweise bis zum Ende eines Angriffs angezeigt. Während eines Angriffs gibt es jedoch zwei Situationen, in denen die Beurteilung „Passives Spiel“ nicht länger gültig ist und die Wirkung des Handzeichens aufgehoben wird. 1. Die ballbesitzende Mannschaft führt einen Torwurf aus und der Ball prallt vom Tor oder Torwart zu ihr zurück oder gelangt über die Seitenauslinie. 2. Ein Spieler oder Offizieller der abwehrenden Mannschaft erhält eine progressive Bestrafung wegen regelwidrigen oder unsportlichen Verhaltens gemäß Regel 16. In diesen beiden Situationen wird der ballbesitzenden Mannschaft eine neue Aufbauphase gestattet.

Das entscheidet der Schiedsrichter. Wenn erkennbar ist, dass der Zug zum Tor fehlt, wird Freiwurf für den Gegner gepfiffen. Natürlich ist das immer eine Ermessenssache, im Gegensatz zum Basketball wo die Uhr runterläuft. In der Regel ist es so, dass passives Spiel bei klarem Torvorsprung eines Teams gepfiffen wird, wenn das gührende Team mehrmals querspielt ohne Torschussversuch.

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