3er Atmung beim Kraulschwimmen ... ?

3 Antworten

Ich persönlich finde die 3er Atmung zwar auch etwas schwieriger, aber andererseits habe ich auch schlechte Erfahrungen mit der einseitigen Atmung gemacht. Um den Übergang nicht so extrem zu gestalten, würde ich 2er und 3er abwechseln. So kannst du mit der 3er hin und wieder die Seiten wechseln und vielleicht auch mal über längere Zeit laufen lassen. Merkst ja dann wie gut du zu recht kommst!

Die Atmung auf deineren schlechteren Seite kann Dir auch einige Fehler beim Schwimmen und dem Atmen aufzeigen und daher finde ich es gut, wenn man bereits gut Kraul schwimmen kann.
Der Lernvorgang dafür ist bei mir jeweils mit einer 4er Atmung, damit man nicht jedes Mal auf der einen Seite einatmet und erst danach beginne ich mit dem Atmen auf der schlechteren Seite, aber noch nicht mit einer 3er Atmung!
Bei der 4er Atmung soll man bewußt die Armtempo und die Wasserlage zwischen dem Atmen und Nichtatmen vergleichen und versuchen die Fehler bereits zu beseitigen (es gibt immer Unterschiede, event. erkennt man es nicht selbst). Dazu kann man auch eine Länge ganz ohne Atmen schwimmen (aber normal schnell, ohne Kraft) und eine mit gleichem Aufwand, aber normaler Atmung - was fühlt sich anders an, wo sind die Unterschiede?
Die schlechtere Seite zuerst noch mit Kraulabschlag beginnen, damit keine Hektik aufkommt und man eine möglichst gute Wasserlage hat - wenn man keine Luft bekommen hat, kann man auf der Hauptseite Luft holen und es dann nochmals auf der schlechteren Seite probieren.
Das Atmen auf beiden Seiten ist nicht unbedingt notwendig, kann aber im Becken und vor allem im Freigewässer von Vorteil sein. Die 3er Atmung selbst bringt fast nichts für ein geraderes Schwimmen, da die Kopfhaltung hier viel mehr Auswirkung hat (zu weit nach hinten oder vorne statt zur Seite - falsche Rückenhaltung), aber wie immer ist es gut beides zu können.

Der Atemrythmus ist einer der großen Glaubensfragen. :-) Auch unter den Weltklasseschwimmer gibt es verschiedene Atemtechniken.
Persönlich favorisiere ich die Wechselatmung, weil man dann gleichmäßiger schwimmt. Der Schwimmer schleudert sonst den Arm auf der Atemseite. Ganz schlimme Fälle stellen jede Bewegung während der Atmung ein :-(
Je nachdem was Dein Ziel ist musst Du Dein Training optimieren. Möchtest du 'nur' schwimmen weil die dich gerne im Wasser bewegst ist es eigentlich egal, mach es so wie es dir gefällt. Möchtest du im Freiwasser Wettkämpfe schwimmen oder lange Strecken schwimmen, würde ich die Wechselatming trainieren. Dann kannst du zu beiden Seiten atmen, so wie es die Situation erfordert. Bei Kurzstrecken 50 bis 100m im wettkampf gilt das eh alles nicht. Ich atme hier die ersten 25m gar nicht, das kostet nur Zeit. :-) Zum Umstieg: wenn du jetzt nur auf einer Seite atmest, dan atme die nächsten 2-3 trainingseinheiten komplett auf der anderen Seite und nur dort. Evtl schluckst du etwas Wasser und denkst du ertrinkst gleich, das geht schon. Die nächsten Trainingseinheiten kannst du dann auf 3er Atmung umstellen.
Ich lasse sehr gerne abwechselnde Atmungen schwimmen. Also jeder 25m einen anderen Rythmus. Das schult auch ein bissel. Sehr beliebt (oder auch nicht gg) ist eine Atempyramide. Also 3 4 5 6 7 8 7 6 5 4 . Das sind 250m mit wechselnder Atmung

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