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Tipps für die richtige Auswahl der Skibindung

Tipp von billy billy

Die teuerste Bindung nützt nichts, wenn sie nicht richtig eingestellt ist. Jeder kennt diese Binsenweisheit und dennoch, ein Großteil aller Unfälle sind auf Fehler im Umgang mit Bindung zurückzuführen. Für die richtige Einstellung der Skibindung ist der Durchmesser des Schienbeinkopfes entscheidend. Die Messung wird mit der IAS-Schieblehre durchgeführt, sie zeigt den Basis-Einstellwert an. Die Bindung ist so auszuwählen, dass der gemessene Basis-Einstellwert im mittleren Bereich der Skala liegt. Skibindungen dürfen sich nur bei Stürzen öffnen, aber nie Grund eines Sturzes sein; deshalb ist neben dem Schienbeinkopf-Durchmesser, auch das fahrerrische Können bei der Einstellung zu berücksichtigen. Der gemessene Basis-Einstellwert ist für einen A-Fahrer ausgelegt. Für die anderen zahlenmäßig wesentlich kleineren Zielgruppen (L und S) sind die Einstellungen deshalb anzupassen. Die Sohlenlänge der Skischuhe beeinflusst zusätzlich den Einstellwert der Bindung. Mit zunehmenden Einstellwert wird zwar auch eine zunehmende Sohlenlänge angenommen, dennoch müssen Abweichung von über 2 cm von der mittleren Sohlenlänge bei der Ermittlung des Einstellwertes berücksichtigt werden.Weitere Auswahlkriterien:Bei heutigen Bindungen kann der Skifahrer anhand der IAS-Einstellzahlen leicht erkennen, ob ein Modell von seinem Einstellbereich her geeignet ist. Diese Zahlen bedeuten bei jedem Bindungsfabrikat genau den gleichen Auslösewert. Der Einstellbereich liegt für Kinder zwischen 1 und 3, der Einstellbereich für Jugendliche und Frauen zwischen 3 und 6 und der für Männer zwischen 4 und 10.Lassen sie sich nicht von den vielen Namen für Bindungskonstruktionen der Hersteller verwirren, denn diese unterliegen keiner Norm und der Hersteller kann seiner Phantasie freien Lauf lassen. Es sind solche Bindungen vorzuziehen, bei denen die Auslösekraft weitgehend unabhängig von der Sohlenbeschaffenheit des Skischuhes ist. Lassen sie sich nicht durch das sportliche Design von Rennbindung vorschnell zum Kauf verleiten. Speziell Frauen bekommen leicht Probleme mit der Einstellung der korrekten Einstellwerte, denn Rennbindungen besitzen meist als kleinsten Einstellwert Werte von über 5 oder 6. Auch wenn dies am Anfang reicht, später wenn die Bindung altert und die Auslösewerte ansteigen ist evtl. kein zurückdrehen auf den korrekten Auslösewert möglich.Plattenbindungen:In den letzten Jahren drängen sog. Plattenbindungen verstärkt auf den Markt. Alle diese Plattenbindungen haben eines gemeinsam: Der Skifahrer steht höher auf dem Ski und soll daher besser die Kanten einsetzen können. Als weiteren Vorteil bieten die Plattenbindungen einen konstanteren Auslösewert als "Normal-Bindungen". Wenn der Ski z.B. in einer Kuhle oder Kurve gebogen wird, so wird bei der "Normal-Bindung" der Skischuh zwischen den Automaten eingeklemmt; der Auslösewert steigt. Plattenbindung mit ihrem konstanteren Abstand zwischen den Automaten klemmen den Skischuh nicht so stark ein, der Auslösewert bleibt konstanter. Aber alles hat natürlich auch eine Schattenseite: Durch den höheren Stand steigt auch die Gefahr des "Verschneidens" der Ski im Schnee und damit die Sturzgefahr. Schlussfolgerung : Plattenbindungen sind nur etwas für Skifahrer, die häufig auf der Kante fahren und ihre Ski durchbiegen, die ihre Ski unter Kontrolle haben und das erhöhte Risiko des "Verschneidens" durch Technik kompensieren können. Plattenbindungen sind demzufolge nur für S-Fahrer oder A-Fahrer mit hartem Kanteneinsatz. Für die "normalen" A-Fahrer und für L-Fahrer lohnen sich die zusätzlichen Ausgaben nicht, sie erhöhen sogar eher die Möglichkeit eines Sturzes. (Quelle: http://www.skiclub-koengen.de/Tipps/Skibindung.htm)

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