Im Vergleich zu vielen anderen Klettergebieten sind die Routen mit gleichem angegebenen Grad dort schwieriger. Dafür klettert man aber auch an erlesenen Fels. Und an schönen Wintertagen, wenn unten im Tal der Nebel wabert, kann man natürlich auch in der Sonne klettern. Nicht umsosnt wird die Steinplatte von manchen als die "Antwort Österreichs auf Ceüse" bezeichnet (zumindest so lange die Ifenwände nur 12 Stunden pro Woche freigegeben sind). Also nicht aufgeben!
Dazu war vor einigen Jahren auch ein Artikel in der "Klettern", die Ausgabe hab ich aber nicht mehr. Aber man kann über ihre Homepage auch einzelne Artikel von alten Ausgaben beziehen.
Von dem neuen Führer hab ich auch (ich glaube in der letzten "Klettern") gelesen. Ich hab noch die alte Ausgabe von ca. aus dem Jahr 2000. Ich war auch vor einigen Jahren dort beim Klettern. Die Landschaft ist genial - eine dicht bewachsene Steilküste über tiefblauem Meer mit unzähligen Felswänden. Leider ist die Küste auch dicht besiedelt, so dass viele Felsen bei irgendjemandem im Garten stehen und daher fürs Klettern nicht in Frage kommen. Trotzdem ist dort jede Menge Potential, das zu unserem Besuch nur zu einem kleinen Teil erschlossen war. Einige Infos dazu hab ich auch auf meiner Homepage zusammengestellt:
http://www.stadler-markus.de/files/sportklettern/amalfi.htm
Allerdings dürfte sich mittlerweile schon wieder einiges getan haben. Wer nicht ausschließlich klettern will, sondern auch noch ein wenig Landschaft und Kultur rundherum möchte, für den ist Amalfi ein super Urlaubsort. Im Bereich 5c bis 7b konnte man sich damals schon eine Woche vergnügen - auch wenns andere Klettergebiete wie Arco oder Finale sicher einige Ligen höher spielen. Und noch zwei Vorteile: Der Fels ist überall schön rau und viel Andrang muss man auch nicht befürchten.
Hallo Markus,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Hört sich ziemilch interessant an.
Wohl der bekannteste Klassiker in dem Schwierigkeitsbereich ist die "Ironmouse", die ist auch schön lang und wirklich eine tolle Tour. An schönen Tagen kann dort aber schonmal etwas mehr Andrang herrschen. Sonst kenne ich mich dort leider nicht so aus.
Danke, hat leider nicht mehr geklappt vor dem Wintereinbruch - vielleicht nächstes Jahr.
den hab ich als Ersten und bisher Einzigen gelernt (bin Anfängerin) und mit dem fühle ich mich auch sehr sicher.
abgestimmt für: gesteckter AchterknotenNoch ein paar Tipps:
Seil auf der Seite ablegen, auf der der die nächste Seillänge startet.
Nur mit dem Seil am Stand festmachen. Fest installierte Selbstsicherungsschlinge sparen wenige Sekunden beim Festmachen, verursachen aber Verwirrung. Wenn der Nachsteiger hochkommt und erst 2 Minuten braucht, um den Standplatz zu verstehen, ist die Zeit mehrfach verloren.
Beim Nachsichern alles Restmaterial auf die Seite hängen, an der der Nachsteiger vorbeikommt
Durch Plus-Clip oder Tieferhängen das Umsichern von "Nachsichern" nach "Vorsichern" vermeiden (ist nur möglich, wenn man einigermaßen über der Schwierigkeit steht)
Seillängen geeignet wählen. Enthält die Route nur Längen unter 30 m, reicht ein (doppelt genommenes) Halbseil.
Kurze Seillängen zu einer langen zusammenhängen (erfordert ggf, langes Verlängern und ist nur möglich, wenn man einigermaßen über der Schwierigkeit steht)
Wenn der Standplatz sicher und bequem ist, kann mit Abbau begonnen werden, nachdem der Vorsteiger bereits "Stand" gerufen hat (auf eigene Gefahr :-) )
Prinzipiell ist das offene Einhängen eher besser, da mit Ankerstich die Schlinge oft an der dünnsten Stelle ankommt und evtl. auch noch ein Drehmoment auf die Sanduhr wirkt. Trotzdem kann es Fälle geben, wo die Ankerstichmethode Sinn macht, beispielsweise bei quer gewachsenen Sanduhren, wo man die Schlinge an einer stabiler gebauten Stelle platzieren und gegen Verrutschen sichern möchte.
Man sollte die Sanduhr auf keinen Fall mit Ankerstich abknoten, da die Schlinge dann an der dünnsten Stelle der Sanduhr festgezogen und die Belastung ungünstig verteilt wird. Hängt man die Schlinge einfach locker ein, ruht sie auf dem Sockel der Sanduhr und bei einem Sturz wird das stabile Fundament belastet.
Wenn du keinen fragen kannst, der es dir zeigt, lass es einfach sein!!
Solche Fragen lässt man sich nicht in einem Forum beantworten, das ist töricht und lebensgefählich! Wenn du etwas nicht richtig verstehst dann war es das.
MFG BSclimber
Was helfen kann, ist wirklich nur das allernötigste mitzunehmen. Eine Seilschaft die zuviel Gepäck und Ausrüstung durch eine Route schleppt, wird auch länger unterwegs sein, als diejenigen, die genau das dabei haben was sie brauchen. Wer in einem 3er 14 Expressen dabei hat und einen kompletten Satz Friends braucht sich nicht wundern, wenn er vor lauter Gefummel und geschleppe nicht voran kommt.