wirbelwind am 11.08.2007 um 17:56 Uhr Ich gebe zu, bis vor kurzem nicht gewusst zu haben, dass eine Rad-Gangschaltung einen sog. Käfig hat. Mittlerweile ist mir klar geworden, um was es sich bei diesem Käfig handelt. Was ich aber nicht weiß, warum es lange und kurze Käfige gibt? Wovon hängt dies ab?

Es gibt sogar drei Längen, auch eine mittlere, im Mountainbike-Bereich kommen nur der mittel- und der lange Käfig zum Einsatz, der kurze ist nur für Rennräder mit Zweifach-Kurbel verwendbar. Daher wird im MTB-Bereich der mittlere als kurzer Käfig bezeichnet.
Welcher Käfig verwendet werden muss, hängt von der maximalen Kapazität des Schaltsystems ab, das heißt, der Kettenblätter vorne und der Ritzel hinten. Dazu nimmt man folgende Formel:
(größtes Ritzel - kleinstes Ritzel ) + (größtes Kettenblatt - kleinstes Kettenblatt ) = Kapazität
Hat man nun vorne also ein Kettenblatt 22-32-44 und hinten ein Ritzelpaket 12-32, dann ergibt das folgende Rechnung:
(32 - 12) + (44 - 22) = 20 + 22 = Kapazität 44.
Ein langer Käfig ist bei einer Kapazität von 43 und mehr notwendig. Darunter reicht ein kurzer Käfig. In der Beispielrechnung wäre also ein langer Käfig notwendig. Der ist bei den Standardübersetzungen bei Mountainbikes auch üblich.